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Manfred Wolke
 
 
  Kurzportrait  
  Fast schon legendär ist die Trainingsstätte in Frankfurt/Oder. In einem umgebauten Eisenbahn-Schuppen am Bahnhof schmiedete Manfred Wolke zunächst seinen Meisterschüler Henry Maske zum Parade-Amateur der ehemaligen DDR, führte diesen dann 1993 zum Profititel der IBF im Halbschwergewicht und löste den Boxboom in Deutschland mit aus. Der Schuppen, der mittlerweile Wolke-Camp heißt und zu einer modernen Trainingsstätte ausgebaut worden ist, war in der Ära Maske und Schulz immer Anlaufpunkt für die Medien.
 
Mit Axel Schulz langte es nicht zum ganz großen Wurf. Bei der ungerechten Niederlage gegen George Foreman 1995 war "Schulle" von Wolke hervorragend eingestellt worden und hatte dem Box-Oldie damals mit überfallartigen Angriffen immer wieder schwer zugesetzt.
 
Im Amateurlager war Manfred Wolke sowohl als Aktiver als auch als Trainer einer der erfolgreichsten in der ehemaligen DDR. 1968 in Mexiko gewann er im Weltergewicht die olympische Goldmedaille. Als Coach - Wolke ist diplomierter Trainer - holte er mit seinen Kämpfer insgesamt 27 Medaillen bei Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Olympisches Gold gewannen Rudi Fink 1980 und eben Maske 1988 in Seoul. "Gentleman" Henry holte unter Wolke ebenfalls noch den Europameister und Weltmeistertitel.
 
Stenogramm
 
Geboren am: 14. Januar 1943
Geburtsort: Babelsberg
Familienstand: verheiratet mit Brigitte, Kinder Henryk, Alexander und Babette
Ausbildung: Diplom-Trainer
Amateurbilanz und Erfolge: 258 Kämpfe - 236 Siege
Olympiasieger im Weltergewicht 1968 in Mexiko
Trainer von 1973-1989
Olympiasieger Rudi Fink (1980) Henry Maske (1988)
Profibilanz: Führte Henry Maske zum WM-Titel der IBF im Halbschwergewicht