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Biographie und Werdegang des erfolgreichen Managers. Eine außergewöhnliche Karriere! |
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Die Begeisterung für den Boxsport wurde Wilfried Sauerland in den Schoß
gelegt. "Ich bin mit meinem Vater früher immer in die Westfalenhalle nach
Dortmund gegangen und habe dort unter anderem die Kämpfe von Erich Schöppner
und Willi Höpner verfolgt. Ich war überhaupt sportinteressiert", erinnert
sich der Geschäftsmann, der durch Weltergewichtler Emil Koch, damals
Lokalmatador aus seiner Geburtsstadt Wuppertal, zusätzlich einen direkten
Bezug zum Faustkampf entwickelte. Doch erst durch die berufliche Tätigkeit
griff Wilfried Sauerland aktiv in den geliebten Boxsport ein. "1978 hatte
mich die sambianische Regierung gebeten, meine Kontakte zu nutzen und
einheimische Boxer nach Übersee zu vermitteln", erklärt Sauerland.
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Auf Anregung der Regierung Sambias organisiert der gelernte Exportkaufmann,
der sich Anfang der siebziger Jahre selbständig machte und seitdem
in West-, Ost- und Südafrika Getränke-Abfüllanlagen
vertreibt, in der sambianischen Hauptstadt Lusaka einen Boxabend mit
70.000 Zuschauern. Die Atmosphäre gefiel Sauerland derartig gut,
dass er ab 1980 auch in Deutschland veranstalte.
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Als ersten Boxer nahm Sauerland den
Halbschwergewichtler Lotti Mwale unter Vertrag und führte diesen
gleich an Position eins der WBC-Weltrangliste. Im Titelkampf unterlag
Mwale dann allerdings dem starken US-Weltmeister Matthew Saad Muhammad.
Seinen zweiten großen Wurf landete Sauerland mit der Verpflichtung
von John Mugabi, der bei den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau
Silber gewann. Mit dem Halb-Mittelgewichtler veranstaltete er zwölf
Boxkämpfe in Deutschland, bis Amerika auf ihn aufmerksam wurde.
Dort sorgte Mugabi mit spektakulären K.o.-Siegen für Furore
und verdiente sich den Beinamen "The Beast". Mit dem Kampfrekord von
26 Siegen und 26 Knockouts ging er 1985 in seinen ersten WM-Fight
gegen den US-Superstar und Mittelgewichts-Champion "Marvelous" Marvin
Hagler, verlor diesen aber.
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Wieder in Deutschland machte Sauerland mit dem Halbschwergewichtler
Manfred Jassmann und Rene Weller erstmals mit seinen Veranstaltungen
keinen Verlust. Der "schöne Rene" war Publikumsliebling und wurde
auch Europameister. Größeren Erfolg hatte Sauerland dann
mit der Verpflichtung von Graciano Rocchigiani, den er 1987 zur Weltmeisterschaft
und 1991 zur Europameisterschaft, jeweils im Super-Mittelgewicht, führte.
Doch mit der Verpflichtung von Henry Maske und Axel Schulz Anfang
der Neunziger Jahre und dem Boxboom in Deutschland wurden die bisherigen
Erfolge in den Schatten gestellt. "Bis dahin war alles Hobby", sagt
Sauerland.
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Die Entwicklung mit zahllosen Übertragungen im Fernsehen stimmt
den Promoter aber auch nachdenklich. "Es ist einfach zuviel Boxen
im Fernsehen. Bei Maske war es schon zu überhitzt. Es wird einfach
zuviel mit WM-Titeln herumgeworfen." Sauerland schätzt überschaubare
Größenordnungen. "Eigentlich habe ich jetzt schon zu viele
Boxer unter Vertrag. Lieber klein und fein", sagt Sauerland. Deutsche
Boxer sollen es auch weiterhin sein, solche wie Ex-Weltmeister Maske
und Publikumsliebling Axel Schulz oder Weltmeister Sven Ottke. Nicht
ohne Stolz blickt der Geschäftsmann auf sein nun schon über
20 Jahre währendes "Hobby" zurück und erinnert sich gerne
an die großen Kämpfe zurück. Graciano Rocchigianis
Titelgewinn 1988 gegen Vince Boulware, Maskes Triumph gegen Prince
Charles Williams 1993 oder die tollen Duelle des "Gentlemans" gegen
"Rocky" 1995.
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