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  Boxlexikon A-Z  
     
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   A | Ali  
     
  Mit A beginnt das Lexikon des Boxsports und mit A beginnt der Nachname der größten Boxlegende aller Zeiten: Muhammad Ali. Seine Kämpfe waren Weltereignisse und lockten nachts in Deutschland selbst die Menschen vor den Fernseher, die dem Boxsport zuvor kritisch gegenüber standen.  
     
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  A | Aufbaukämpfe  
     
  In Aufbaukämpfen kann der Boxer gegen schlechtere Gegner seinen Kampfrekord nach oben schrauben - meist ohne das Risiko, eine Niederlage zu erleiden. Die Gegner, die für Aufbaukämpfe ausgesucht werden haben schon Kämpfe verloren und kommen eigentlich für größere Aufgaben nicht mehr in Frage.  
     
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  Ä | Ägypten  
     
  3000 v. Chr. fanden in Ägypten nachweislich die ersten Faustkämpfe statt.  
     
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  B | Bantam  
     
  Bisweilen recht eigenartige Namen haben die verschiedenen Gewichtsklassen im Boxsport erhalten. Das Bantamgewicht wurde nach dem Bantamhuhn benannt, eine kleinwüchsige Rasse des Haushuhns. Dieses Vogeltier stammt aus einer Provinz der Insel Java in Südostasien. Nach Großbritannien importiert gab es das Vorbild für kleine Faustkämpfer ab.  
     
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  B | Box  
     
  Kommando des Ringrichters, damit die Boxer nach einer Unterbrechung den Kampf wieder aufnehmen.  
     
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  B | Break  
     
  Kommando des Ringrichters, um den Kampf kurzzeitig zu unterbrechen. Oft wird es benutzt, um die sich umklammernden Boxer voneinander zu trennen.  
     
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  C | Clinch  
     
  Dieser Begriff bedeutet das Umklammern des Gegners, was oft aus Erschöpfung, oder aber um einem K.o. vorzubeugen, geschieht. Der Ringrichter ermahnt dieses unfaire und verbotene Verhalten.  
     
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  C | Cross  
     
  Sogenannter Konterschlag: Der Boxer taucht unter der Geraden seines Gegners durch und versucht oberhalb des Schlagarmes des Kontrahenten einen Treffer zu landen.  
     
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  C | Cut  
     
  Der Cut bezeichnet eine offene, oft stark blutende Wunde im Gesicht. Sie kann durch Schlagwirkung oder auch ein Foul (Kopfstoß) herbeigeführt werden. Ist die Blutung und die Verletzung zu stark, muss der Ringrichter den Kampf abbrechen. Ein guter Profiboxer hat einen sogenannten Cut-Man in seiner Ringecke stehen. Dieser kümmert sich ausschließlich um die Vermeidung und Pflege von Wunden.  
     
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  D | Distanz  
     
  Die Distanz bezeichnet die Armreichweite der Boxer. Ein Boxer mit großer Distanz ist immer im Vorteil gegenüber einem Boxer mit kurzer Distanz.  
     
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  D | Doppeldeckung  
     
  Sehr passive Haltung des Boxers. Er versucht mit beiden Armen, seinen Kopf und Oberkörper abzudecken. Bestraft werden kann eine zu passive Doppeldeckung.  
     
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  D | Doublette  
     
  Sehr schön anzusehende, schnelle Schlagkombination mit einer Faust. Wobei der Boxer mit dem ersten Schlag oft nur versucht eine ungedeckte Stelle des Gegners zu treffen, damit dieser seine Deckung an anderer Stelle aufmacht, an der der Attackierende mit dem zweiten festeren Schlag einen besseren Treffer landen kann.  
     
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  F | Finte  
     
  Der Boxer täuscht seinem Gegner einen Schlag vor, damit dieser seine Deckung verlagert und der Angreifer einen Treffer an anderer, ungedeckter Stelle landen kann.  
     
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  F | Fallobst  
     
  Unter dem Begriff Fallobst versteht man mäßig begabte Boxer, die ihre beste Zeit schon hinter sich haben, oder nie eine gute Zeit hatten. Sie sind meist Sportler, die dem Boxsport nicht gerade alle Ehre machen und von guten Athleten sehr schnell ausgeboxt werden. Meistens gehen diese in den ersten Runden K.o. - ideal für Aufbaukämpfe.  
     
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  G | Gerade  
     
  Die Gerade kennzeichnet einen Schlag des Boxers: Aus festem Stand heraus wird der Arm so gestreckt, dass Oberarm, Unterarm und Handrücken eine Gerade bilden. Der Arm dreht sich dabei um 90°.  
     
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  G | Gewicht machen  
     
  Wird auch Abkochen genannt. Beim Wiegen der Boxer vor dem Kampf wird festgestellt, ob der Boxer das erforderliche Limit erreicht (siehe
Gewichtsklassen an anderer Stelle). Ist er vor dem Kampf zu schwer, muss er das Übergewicht abtrainieren oder rausschwitzen, um am Kampf teilnehmen zu können.
 
     
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  G | Gym  
     
  Ein Gym bezeichnet mehr als nur die Trainingsräume der Boxer - es ist der Clubraum einer ganzen Kämpfergemeinschaft. Das bekannteste dürfte das Kronk Gym in Detroit sein. Emanuel Steward bereitete hier Thomas "The Hitman" Hearns, den ersten Profiboxer, der in fünf verschiedenen Gewichtsklassen Weltmeister wurde, auf seine zahlreichen WM-Kämpfe vor. Heute trainiert Stewart Lennox Lewis.  
     
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  H | Halbdistanz  
     
  Boxer stehen halb so weit auseinander, wie es ihre Distanz eigentlich zulassen würde.  
     
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  H | Haken  
     
  Schlag eines Boxers der nur aus der Halbdistanz angebracht werden kann. Der Schlagarm ist um 90° angewinkelt und wird blitzschnell in einem Aufwärtsschlag vorgestoßen. Wegen der enormen Stärke, die hinter so einem Schlag steckt, ist er unter Boxern sehr beliebt bzw. gefürchtet und auch oft kampfentscheidend.
 
     
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  I | Infight  
     
  Die Boxer stehen im Kampf sehr dicht aneinander. Hier können schnell Entscheidungen herbeigeführt werden, da hier die gefährlichen Schläge wie beispielsweise Aufwärtshaken (siehe U wie Uppercut) wirken.  
     
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  J | Jab  
     
  Angriffsmethode eines Boxers mit großer Reichweite: Er hält seinen Gegner mit gestrecktem Arm auf Distanz und beschäftigt ihn, um dann plötzlich blitzschnell zuzuschlagen. Ein guter Jab bearbeitet gleichzeitig die Deckung des Gegners.  
     
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  K | KO - Knockout  
     
  Der Gegner wird ohnmächtig oder kampfunfähig geschlagen und geht zu Boden. Sehr empfindliche Körperpunkte, die häufig zum K.o. führen sind folgende: Aorta, Halsschlagader, Herzspitze, Kehlkopf, Kinn, Leber, Magen, Milz, Schläfe und Solarplexus.  
     
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  K | Kampfrekord  
     
  Im Kampfrekord werden alle Kämpfe des Boxers aufgelistet. In der Übersicht kann dieser beispielsweise so aussehen: Lennox Lewis 38-2-1 (29), d.h. Lewis hat 41 Kämpfe bestritten. 38 davon gewonnen, zwei verloren und ein Kampf wurde unentschieden gewertet. Manchmal werden auch noch die K.o.-Siege in Klammern dahinter aufgeführt - in diesem Fall sind dies 29.  
     
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  K | Konter  
     
  Der gegnerische Schlag wird geblockt und zugleich ein eigener starker Schlag zurückgegeben.  
     
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  L | Linksauslage  
     
  Linksauslage ist die Grundkampfstellung der Rechtshänder. Das linke Bein und die linke Hand sind vorne.  
     
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  L | Lucky Punch  
     
  Manchmal kann ein Boxer seinen Gegner nach Belieben dominieren bis zu dem Moment, wo ein einziger glücklicher Schlag, der "Lucky Punch", den Kampf zu Gunsten des bis dahin Schwächeren mit einem K.o.-Sieg beendet.  
     
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  M | Matchmaker  
     
  Der Matchmaker sorgt für attraktive Kampfpaarungen. Er vermittelt zwischen den Managern und bereitet die Verträge vor. Eine besondere Kunst ist es, Gegner auszusuchen, die tolle Kämpfe liefern, aber den eigenen Boxer nicht gefährden. Je höher in den Ranglisten geboxt wird, desto schwieriger wird der Job des Matchmakers. Bei hochklassigen Kämpfen kann es zu Schwierigkeiten bei den Paarungen kommen, da die Boxer oftmals Verträge mit konkurrierenden Fernsehsendern abgeschlossen haben.  
     
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  N | Nummerngirls  
     
  In den frühen fünfziger Jahren tauchten die ersten Glitzergirls im Ring auf. Als in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Verlagerung der Kämpfe von New York in die 'Spielhöllen' von Atlantic City und Las Vegas stattfand, wurden sie zum festen Element der Events.  
     
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  O | Olympische Spiele  
     
  Boxen wurde zum ersten Mal bei den 23. Olympischen Spielen des Altertums 688 vor Christus ausgetragen. Seit den dritten Olympischen Spielen der Neuzeit, 1904 in St. Louis, ist diese Form des Kampfsports wieder olympische Disziplin.  
     
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  P | Punch  
     
  Starker Faustschlag eines Boxers. Oftmals hört man von Boxfachleuten: "Der hat einen Punch!". Dies bedeutet, dass der Boxer sehr schlagkräftig ist und schon etliche K.o.-Siege erzielt hat.  
     
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  P | Promoter  
     
  Die mächtigen Männer in der Boxszene sind die Promoter. Sie bestimmen über die Geschicke ihrer Schützlinge. Von der Verhandlung der Kampfbörsen bis hin zu den TV-Verträgen ihrer Boxer, sind sie vor allem für den finanziellen Erfolg der Events verantwortlich. Berühmte Promoter in Deutschland sind Wilfried Sauerland und Klaus-Peter Kohl. International am bekanntesten ist sicherlich der Mann mit der Sturmfrisur, Don King.  
     
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  R | Rechtsauslage ( US-Slang: "Southpaw")  
     
  Rechtsauslage ist die Grundkampfstellung der Linkshänder. Das rechte Bein und die rechte Hand sind vorne. Er ist für Rechtshänder sehr schwierig zu boxen, da er alles seitenverkehrt macht.  
     
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  R | R S C (Referee Stops Contest)  
     
  Ringrichter bricht den Kampf wegen Verletzung oder sportlicher Unterlegenheit eines Boxers ab.  
     
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  S | Stop  
     
  Kommando des Ringrichters, um den Kampf zu unterbrechen. Meist wird so ein Klammern und die damit verbundene Inaktivität beendet. Die Boxer dürfen erst beim Kommando "Box!" weiterkämpfen.  
     
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  S | Sandsack  
     
  Ist ein sehr vielseitig verwendbares Trainingsgerät und dient hauptsächlich der Verbesserung der Schlagkraft. Auch Schlagkombinationen und -serien sowie Ausdauer werden hier trainiert.  
     
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  S | Sparringspartner  
     
  Ist ein Profiboxer wie jeder andere. Allerdings verdient er sein täglich Brot hautsächlich damit, Trainingspartner für andere Profis zu sein. Entweder ist er ein junger, aufstrebender Kämpfer, der etwas lernen möchte oder ein ausgebuffter Ringprofi, der nicht mehr ganz nach oben kommen kann.  
     
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  S | Super-Champion  
     
  Wenn ein Weltmeister Titelträger des Weltverbandes WBA und zusätzlich Champion bei einem anderen bedeutenden Welverband ist (also WBC, IBF und auch WBO), wird er automatisch von der World Boxing Association zum Super-Champion ernannt. Der WBA-Titel wird daraufhin vakant und kann neu ausgeboxt werden. Trotzdem verteidigt der Super-Champion bei seinen Titelverteidigungen auch die WBA-Weltmeisterschaft.  
     
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  T | TKO technischer K.o.  
     
  Der Ringrichter erklärt einen Boxer für technisch K.o., wenn dieser körperlich kampfunfähig ist (Boxer hat z.B. Probleme mit seiner Körperbeherrschung). Dieses kann auch der Fall sein, wenn er noch nicht zu Boden gegangen ist. Der Ringrichter nimmt den Boxer aus dem Kampf, um einen schweren Knockout zu verhindern.  
     
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  U | Uppercut  
     
  Ist ein sehr kraftvoller Aufwärtshaken mit dem man sogar die Doppeldeckung eines Boxers durchschlagen und so Punkten kann. Verbindet man den Uppercut mit der richtigen Körperdrehung, erlangt man eine enorme Schlagkraft.  
     
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  V | Verbände  
     
  Im Profibereich gibt es vier anerkannte und bedeutende internationale Verbände, die den Weltmeistertitel vergeben:
· IBF
International Boxing Federation
· WBA
World Boxing Association
· WBC
World Boxing Council
· WBO
World Boxing Organization
 
     
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  W | Weltmeistergürtel  
     
  Jeder Verband und jeder Weltmeister hat einen eigenen Gürtel. So kann es bestenfalls sein, dass ein Weltmeister mit seinem Sieg vier WM-Gürtel gleichzeitig gewinnt. In der Mitte ziert das Emblem eines Weltverbandes das Band. Der Bauchschmuck ist aus Leder mit einer edlen Einfassung und die Rückseite ist meist mit einem Fell überzogen. Reich werden kann man mit dem Gürtel allein nicht, er ist 'nur' etwa 650 US Dollar wert.  
     
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  Z | Zeitnahme  
     
  Eine Runde dauert drei Minuten. Ausruhen können sich die Boxer zwischen den Runden eine Minute lang. WM-Kämpfe gehen über zwölf Runden, internationale Kämpfe können auch nur über zehn Runden gehen. Aufbaukämpfe können sogar nur bis auf vier Runden angesetzt werden.  
     
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