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Mickey Walker
(Weltergewichts-Weltmeister von 1922 bis 1926, Mittelgewichts-Weltmeister von 1926 bis 1931) |
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Mickey Walker prügelte sich im wahrsten Sinne des Wortes durch Welter-, Mittel- und Halbschwergewicht und knöpfte sich ohne Rücksicht auf Verluste einige der besten Schwergewichtler seiner Zeit vor. Nicht nur im Ring war Walker mit der Mentalität eines Wadenbeißers eine Attraktion. Sein Privatleben auf der Überholspur war auch immer ein gefundenes Fressen für die Boulevard-Presse. Der Playboy liebte "One night stands" und vielleicht noch mehr ein ordentliches Glas Gin. Es wurde sich sogar erzählt, dass Walker bei seinen Kämpfen immer eine Wasserflasche mit Alkoholischem in seiner Ecke postiert hatte. Wenn es jedoch an die Arbeit ging, war Walker immer zur Stelle. |
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Die "Spielzeug Bulldogge", wie Walker wegen seines penetranten Kampfstils genannt wurde, war insgesamt neun Jahre in Folge Weltmeister. Mit einem Punktsieg gegen Jack Britton am 1. November 1922 wurde er Champion im Welter. Nach vier erfolgreichen Titelverteidigungen forderte Walker Mittelgewichts-Champion Harry Greb. 65.000 Zuschauer strömten am 2. Juli 1925 in die Polo Grounds von New York und sahen einen Punktsieg des Titelverteidigers über 15 Runden. Den Titel im Mittel gewann Walker schließlich 1926 von Tiger Flowers. 1929 scheiterte er beim Angriff auf die Krone im Halbschwergewicht an Tommy Loughran.
Wirklich berühmt aber waren seine Auseinandersetzungen mit den Kolossen aus dem Schwergewicht. Gegen den späteren Champion aller Klassen Jack Sharkey wurde er mit einem Unentschieden nach 15 Runden abgespeist, obwohl viele Beobachter den kleineren Mann als Sieger sahen. Paolino Uzcudun und King Lewsinski besiegte er, aber Max Schmeling war schließlich eine Nummer zu groß für ihn. Der spätere Weltmeister aller Klassen verprügelte Walker nach Strich und Faden. Walkers berühmter Manager Jack "Doc" Kearns hatte genug gesehen und gab dem Ringrichter nach acht Runden das Zeichen, den Fight abzubrechen. Als Kearns zum blutüberströmten Walker sagte "ich nehme an, den Kampf konnten wir nicht gewinnen", erwiderte dieser knurrig: "Du sprichst für dich. Du hast das Handtuch geworfen, nicht ich".
Seinen letzten WM-Kampf verlor Walker 1934 nach Punkten gegen Halbschwergewichts-Weltmeister Maxie Rosenbloom, und nach seiner T.K.o.-Niederlage gegen Eric Seelig am 1. Dezember beendete die "Spielzeug-Bulldogge" ihre Karriere. Da seine Millionen aus dem Boxen bereits zum größten Teil durch sein aufwendiges und turbulentes Leben aufgebraucht waren, arbeitete Walker als Schauspieler, Geschäftsführer einer Taverne oder als Verkäufer in einer Destille. Später erntete Walker mit primitiver Malerei gute Kritiken und arbeitete auch als Sport-Autor für die Police Gazette. |
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