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Max Schmeling |
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Max Schmeling, geboren am 28. September 1905 in Klein-Luckow in Mecklenburg, kam aus sehr ärmlichen Verhältnissen. Als 18-Jähriger begann Schmeling in Köln zu boxen, ohne eigenen Trainer. Alles, was Schmeling konnte, hat er sich selbst beigebracht. Ein Jahr später, 1924, holte er sich bereits den Deutschen Vizemeistertitel im Halbschwergewicht und am 2. August 1924 bestritt er seinen ersten Kampf als Profi gegen Jean Czapp in Düsseldorf. Nach sechs Runden hatte der Deutsche seinen Gegner durch einen K.o. besiegt, von da an ging seine Karriere steil bergauf. 1926 war er Deutscher Meister und 1927 wurde er gegen Fernard Delarge aus Belgien durch K.o. in der 14. Runde Europameister. Danach wechselte Schmeling in die höchste Gewichtsklasse und wurde ebenfalls auf Anhieb Titelträger des Landes. |
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Nach diesen Siegen sah der 22-Jährige keine Perspektiven mehr in Europa und ging im Mai 1928 nach Amerika, um neue Herausforderungen zu finden. Nachdem er mit Joe Jacobs einen neuen Manager gefunden hatte bestritt er einige zunächst Aufbaukämpfe und nahm anschließend bei den Ausscheidungskämpfen um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht teil. Dieser war vakant geworden, da Gene Tunney seine Karriere beendete. Der "Ulan vom Rhein", wie er in den USA genannt wurde, traf im Finale in New York auf den 27-jährigen Jack Sharkley. Der US-Amerikaner traf Schmeling in der vierten Runde unglücklich unter der Gürtellinie, so dass der Deutsche den Kampf nicht weiterführen konnte. Sharkley wurde wegen dieses Treffers disqualifiziert und Max Schmeling war mit 24 Jahren am Ziel seiner Träume: der erste europäische Weltmeister aller Klassen im Schwergewicht.
In seiner ersten Titelverteidigung konnte Schmeling beweisen, dass er ein würdiger Weltmeister ist und besiegte Young Stribling kurz vor Ende des Kampfes durch K.o. in der 15. Runde. Im Rückkampf gegen Jack Sharkley in Jahre 1932 verlor der überlegene Deutsche durch eine fragwürdige Beurteilung der Punktrichter. Daraufhin folgten einige Niederlagen, doch Schmeling erholte sich wieder, nachdem er die tschechische Schauspielerin Anny Ondra heiratete und bestritt am 19. Juni 1936 gegen den bis dahin ungeschlagenen US-Amerikaner Joe Louis einen WM-Ausscheidungskampf, den größten Kampf seiner Karriere.
In der zwölften Runde schickte der Deutsche mit drei aufeinander folgenden Rechten den "braunen Bomber" zu Boden und die Überraschung war perfekt. Es sollte für Joe Louis die einzige Niederlage in seiner Karriere bleiben. Der amtierende Weltmeister Braddock zog es aber vor, gegen Joe Louis zu boxen. Doch Braddock verlor und so wurde die Revanche Louis gegen Schmeling 1938 der verdiente Titelkampf für den Deutschen. Aber der US-Amerikaner ließ keinen Zweifel aufkommen, wer der bessere Boxer war. In nur 124 Sekunden, damals der kürzeste Kampf der Geschichte, beendete Louis den Fight, nachdem Schmeling bis zu diesem Zeitpunkt schon drei Mal zu Boden gegangen war.
Im Krieg diente Schmeling als Fallschirmjäger, wurde 1941 verwundet und 1943 aus dem Militärdienst entlassen. Schmeling lehnte aber jedes Angebot, in die Partei einzutreten, ab und weigerte sich auch, seinen jüdischen Manager Joe Jacobs zu entlassen. Am 31. Oktober 1948 stieg der beliebte Deutsche zum letzten Mal in den Ring. Sein Kontrahent, der Hamburger Richard Vogt, entschied den Kampf nach Punkten für sich. Seine Zukunft sicherte sich Schmeling als erfolgreicher Geschäftsmann in Hamburg und unterstützte mit diesem Geld auch seinen inzwischen verarmten Widersacher Joe Louis. Max Schmeling blieb immer ein Mann des Volkes ohne Starallüren. Die Radioübertragungen seiner Kämpfe aus Amerika waren Großereignisse in Deutschland und die Leute wachten nachts, um den "Ulan vom Rhein" boxen zu hören. Noch heute ist Max Schmeling ein Aushängeschild des deutschen Sports. |
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