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  Sugar Ray Robinson
(Weltergewichts-Weltmeister 1946 bis 1951, Mittelgewichts-Weltmeister 1951, 1951 bis 1952, 1955, 1957, 1958 bis 1960)
 
     
  Sugar Ray Robinson ist für die Kenner immer noch der Inbegriff für leichtfüßiges Boxen, atemberaubende Schnelligkeit, tolle Beinarbeit und Präzision. Muhammad Ali adaptierte den Stil des einstigen Weltergewichts-Königs und fünfmaligen Mittelgewichts-Weltmeister ebenso wird Ray Charles Leonard, der sich auch Sugar Ray nannte.  
     
     
  Robinson kam am 3. Mai 1921 in Detroit als Walker Smith Jr. auf die Welt. Er nahm später den Namen des verstorbenen Boxers Ray Robinson an. Robinson lernte die ersten Kniffe im Brewster Gym in Detroit, wo auch Ex-Schwergewichts-Weltmeister Joe Louis groß wurde. Er siedelte dann schnell nach New York über und gewann 1940 als Amateur den Golden-Gloves-Titel im Federgewicht. In diesem Jahr wechselte Robinson im Alter von 19 Jahren in das Profilager. Schon 1946 wurde der elegante Fighter im Weltergewicht an Nummer eins eingestuft, doch dauerte es weitere fünf Jahre, bis zu seinem ersten Titelkampf. Am 20. Dezember 1946 holte sich Robinson in New York mit einem Punktsieg über 15 Runden gegen Tommy Bell die Krone im Welter. In 75 Kämpfen hatte er bis dato nur die Punktniederlage gegen seinen Erzrivalen Jake LaMotta und ein Unentschieden hinnehmen müssen.
 
In der Folge untermauerte Sugar Ray Robinson seinen Status als bester Boxer seiner Zeit und räumte so starke Konkurrenz aus dem Weg wie Kid Gavilan, mit dem er zweimal die volle Distanz ging. Auch der Deutsche Hans Stretz bekam dies zu spüren, als er 25. Dezember 1950 in Frankfurt in der sechsten Runde K.o. ging. Robinson gilt im Weltergewicht noch bis heute als der Beste aller Zeiten. Der Ring-Ästhet wollte aber mehr und rückte in das Mittelgewicht. Dort holte er sich am 14. Februar 1951 in einer brutalen Ringschlacht gegen Jake LaMotta, den er in Runde 13 stoppte, erstmals den Titel. In dieser Gewichtsklasse stellte Robinson einen immer noch gültigen Rekord auf, insgesamt wurde er fünf Mal Mittelgewichts-Champion.
 
Doch Sugar Ray Robinson bewegte sich auf einem Terrain, auf dem er nicht mehr unbezwingbar war. Er verlor die Krone 1952 überraschend an Randy Turpin, holte sie sich von ihm allerdings wieder. Der Aufstieg in das Halbschwergewicht war für Sugar Ray aber dann zuviel. Zwar führte er im Titelfight gegen Joey Maxim nach Punkten, doch verließen ihn in der Junihitze von New York 1952 die Kräfte, und er konnte zur 14. Runde nicht mehr antreten. Danach trat Robinson zurück, um wenig später ein Comeback zu geben. Am 9. Dezember 1955 holte er sich die Krone im Mittel durch einen K.o.-Sieg in Runde zwei von Bobo Olsen wieder. Gegen Gene Fullmer verlor er den WM-Gürtel und und holte ihn wieder, genauso wie in seinen beiden Kämpfen gegen Carmen Basilio.
 
Gegen Paul Pender versuchte Robinson schließlich zum sechsten Mal, Weltmeister im Mittel zu werden, doch verlor er 1960 beide Kämpfe. Der Stilist kämpfte noch weitere fünf Male, ohne jedoch je wieder eine Titelchance zu bekommen. Gegen zum Teil obskure Gegner verlor er dabei, und nach seiner Niederlage am 10. November 1965 gegen Joey Archer beendete Robinson im Alter von 44 Jahren seine Karriere. Als Box-Rentner verdiente sich Sugar Ray Robinson mit einigen kleinen Filmrollen Geld, eröffnete einen populären Nachtklub in Harlem und gründete den Sugar Ray Robinson Jugend-Fonds. Robinson litt an der Alzheimer Krankheit und starb am 12. April 1989 an den Folgen. Ein Jahr später wurde Robinson in die Ruhmeshalle des Boxens aufgenommen. 175 Siege sammelte der Superstar. Er gehörte zu den wenigen Boxern überhaupt, die mehr als hundert Gegner ausknockten (109). Nur sechs Unentschieden und 19 Niederlagen musste Robinson hinnehmen.