 |
|
|
| |
Beau
Jack
(Leichtgewichts-Weltmeister/New York 1942 bis 1943, 1943 bis 1944) |
|
 |
 |
 |
|
|
| |
|
|
| |
Mit seinem aggressiven Kampfstil und
seiner Tapferkeit begeisterte Beau Jack die Box-Fans in den vierziger
und fünfziger Jahren. Zweimal holte sich die Kampfmaschine den
Leichtgewichts-Weltmeistertitel nach der "New Yorker Version".
Beau Jack gehörte zusammen mit seinem Erzrivalen Bob Montgomery
und Ike Williams zu den Hauptattraktionen der Boxmacher. 27 Mal kämpfte
Beau Jack im Madison Square Garden von New York, 21 Mal wurde er als
Höhepunkt der Veranstaltung ins Programm genommen. Nicht selten
zogen seine Fights 20.000 Zuschauer in die legendäre Arena. |
|
| |
|
|
| |
Beau Jack wurde als Sidney Walker am
1. April 1921 in Augusta/Georgia geboren. Mit dem Boxen kam er auf
ungewöhnliche Weise erstmals in Kontakt. Jack und seinen Kameraden
wurden die Augen verbunden und dann in einen Ring geschickt. Dort
kämpften die Halbwüchsigen zur Belustigung der Weißen
dann "blind" gegeneinander. Im Alter von 18 Jahren hatte
Beau Jack einen Job als Schuhputzer im vornehmen Augusta National
Golf Club, der Heimat des alljährlichen Masters-Turniers. Dort
erkannte dann Golf-Legende Bobby Jones das Talent des Beau Jack und
gab diesem genug Geld, damit er für ein richtiges Training nach
Massachussetts übersiedeln konnte. Beau Jack nahm das Training
sehr ernst, eine Einstellung, die er während seiner gesamten
Karriere behielt. 1941 wurde er Profi. Ende 1942 griff er dann erstmals
nach der Weltkrone im Leichtgewicht nach "New Yorker Version"
und knockte Tippy Larkin in drei Runden aus.
Als damals 21-Jähriger boxte er in der Folge drei Topleute innerhalb
von nur drei Monaten. Den späteren Weltmeister Fritzie Zivic
punktete Beau Jack zweimal aus, und auch gegen Henry Armstrong gewann
er. Am 21. Mai 1943 kam es dann endlich zum ersten von vier Fights
gegen Bob Montgomery, der ihm den Titel mit einem Punktsieg über
15 Runden abnahm. Die Augen von Beau Jack waren so gut wie zugeschwollen.
Sechs Monate später drehte Jack den Spieß um und holte
sich die Krone mit einem Punktsieg zurück. Wieder nur ein paar
Monate später verlor er den Titel erneut an Montgomery, den er
aber in einem Nichttitelkampf nochmals besiegen konnte. Noch einmal
1948 versuchte sich Beau Jack an Leichtgewichts-Weltmeister Ike Williams
und war auf verlorenem Posten. In einer wüsten Auseinandersetzung
waren die harten Schläge des gnadenlosen Champions zu viel, Beau
Jack wurde vom Ringrichter in der sechsten Runde aus dem Fight genommen.
Nach dem Ende seiner Karriere ging Beau Jack nach Miami und übte
dort die einzige Tätigkeit aus, die er außer Boxen konnte:
Im Hotel Fontainebleau putzte er eifrig Schuhe. |
|
| |
|
|
| |
 |
|
| |
|
|
|
|
|
 |