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  Emile Griffith
(Weltergewichts-Weltmeister 1961,1962 bis 1963, 1963 bis 1966, Mittelgewichts-Weltmeister 1966 bis 1967, 1967 bis 1968)
 
     
  Emile Griffith war dreimal Weltmeister im Welter- und zweimal im Mittelgewicht. Er boxte in seiner 19 Jahre andauernden Karriere zwischen 1958 und 1977 das Beste vom Besten. Der Fighter von den Jungfern-Inseln besiegte renommierte Gegner wie Joey Archer oder Weltmeister der Marke Dick Tiger oder Nino Benvenuti. Mit Mittelgewichts-König Carlos Monzon ging Griffith insgesamt 29 Runden, verlor aber beide Kämpfe gegen den großartigen Argentinier. An Jose Napoles scheiterte er auch, gegen Rubin "Hurricane" Carter ging er schon in der ersten Runde K.o., und den letzten WM-Kampf seiner Karriere verlor er am 18. September 1976 in Berlin über 15 Runde gegen Juniormittelgewichts-Weltmeister Eckhard Dagge.  
     
  Doch die schwärzeste Stunde im Sportlerleben des Emile Griffith ereignete sich bereits am 24. März 1962 in New York. Im Madison Square Garden traf Weltergewichts-Champ Griffith zum dritten Mal auf Benny "The Kid" Paret. Der Titelverteidiger ging vor 7.600 Zuschauern zwar früh zu Boden, kontrollierte den Fight dann aber voll. In der zwölften Runde war Griffith allerdings derartig überlegen, dass er Paret mit schwersten Kopftreffern durch den Ring trieb, bis der Ringrichter Ruby Goldstein das Gefecht endlich beendete. Paret starb später an den Folgen dieser Tortur und den Kopftreffern. "Ich hätte sofort aufgehört. Aber ich wusste nicht, was ich außer Boxen hätte machen sollen", sagte Griffith damals.
 
Emile Griffith siedelte im Alter von 19 Jahren von den Jungfern Inseln nach New York City über. Er verdiente sich zunächst als Lagerhilfe bei einem Hutmacher seinen Lebensunterhalt. Der Besitzer des Geschäfts war Howie Albert, der seinen Angestellten zum Boxen ermutigte und ihn zu Manager und Trainer Gil Clancy schickte. Unter den Fittichen von Clancy gewann Griffith unter anderem das Golden-Gloves-Turnier in New York. Mit 20 Jahren wurde er dann bereits Profi.
 
Nicht einmal drei Jahre nach seinem Profidebüt wurde Griffith am 1. April 1961 mit einem K.o.-Sieg in der 13. Runde gegen Paret Weltergewichts-Weltmeister. Das Rematch verlor Griffith nur ein halbes Jahr später über 15 Runden nach Punkten, holte es sich von Paret allerdings erneut wieder - mit dem bereits erwähnten tragischen Ende. 1966 stieg Griffith eine Gewichtsklasse ins Mittel auf und holte sich den Titel von Dick Tiger. Er verlor diesen gegen Nino Benvenuti und holte ihn sich vom Italiener in eindrucksvoller Weise wieder. Den dritten Fight gegen Benvenuti und die Krone verlor Griffith und sollte nie wieder einen Weltmeistertitel erringen. Der Mann von den Jungfern-Inseln war für seine Schnelligkeit, Aggressivität und Entschlossenheit bekannt. Trotzdem war er nach dem Tod von Paret nie wieder der Alte geworden.
 
Griffith lebt immer noch in New York und ist dort unter anderem als Sozialarbeiter tätig.