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  Gustav Eder  
     
  Gustav Eder gehört zu den größten deutschen Profiboxern aller Zeiten. Der Weltergewichtler war vom 8. Dezember 1930 bis zum 17. Juni 1949 mit nur einer Unterbrechung Deutscher Profibox-Meister. Am 25. Januar 1947 schaffte Dieter Hucks die Sensation und entthronte Eder durch K.o. in der ersten Runde. Der Serienmeister berappelte sich aber schnell und holte sich das Championat nur dreieinhalb Monate später von Alois Ulderich wieder. Insgesamt bestritt der gebürtige Bielefelder 35 Titelkämpfe.  
     
  1934 wurde der Filigran-Techniker mit dem harten Punch durch einen grandiosen K.o.-Sieg gegen Nestor Charlier Europameister und verteidigte die Krone achtmal erfolgreich. In seiner Laufbahn von 1928 bis 1949, als er im Alter von 41 Jahren in Düsseldorf mit einem Unentschieden im Titelkampf gegen Hans Schmitz abtrat, absolvierte Eder unglaubliche 162 Profikämpfe. 120 Siege, 24 Unentschieden und 18 Niederlagen lautet die stolze Bilanz.
 
Nach seiner aktiven Laufbahn machte der "Eiserne Gustav", wie er von seinen Freunden (wie später auch Bubi Scholz) genannt wurde, ein Lokal in der Nähe des Kurfürstendamms auf. 30 Jahre stand Eder selbst hinter dem Tresen. Der "Grandseigneur" war nie ein Mann der großen Worte. Jüngere Gäste mussten im Restaurant "Bei Gustav Eder" schon bohren, bis er etwas aus seiner aktiven Laufbahn erzählte. "Gustav Eder war einer der größten Boxer, die wir jemals hatten", sagte Kurt Halbach als damaliger Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB) anlässlich des Todes von Eder, der am 5. Februar 1992 im Alter von 84 Jahren in seiner Heimatstadt Berlin verstarb.