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Wilfred Benitez (Juniorweltergewichts-Weltmeister 1976 bis 1977, Weltergewichts-Weltmeister 1979, Superweltergewichts-Weltmeister/WBC 1981 bis 1982) |
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Wilfred Benitez war mit einem außergewöhnlichen Talent gesegnet, von dem er in seiner bemerkenswerten Karriere lebte. Der im berüchtigten New Yorker Stadtteil Bronx geborene und aufgewachsene Athlet puertoricanischer Abstammung lernte bei seinem Vater Gregorio, ebenfalls ein Boxer, das Faustfechten, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Benitez war für seine Eleganz und sein geschicktes Defensiv-Verhalten bekannt. Die Beine weit gespreizten, die Füße platt auf dem Boden, pendelte er mit dem Oberkörper die Schläge der Gegner gekonnt aus. Zudem konnte Benitez beide Auslagen boxen. |
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Vater Gregorio ließ seine Söhne auf Spielplätzen in der Bronx Trainingskämpfe veranstalten und verlangte von den Passanten dafür einen Vierteldollar. Bereits im Alter von 15 Jahren stieg Wilfred Benitez ins Profilager ein - und wurde mit 17 Jahren der jüngste Weltmeister aller Zeiten. Am 6. März 1976 wurde er mit einem Punktsieg in San Juan über Titelverteidiger Antonio Cervantes Champion im Juniorweltergewicht. Nach drei erfolgreichen Titelverteidigungen wurde Benitez der Titel wieder abgenommen, weil er nicht rechtzeitig zu einer Revanche gegen Cervantez antrat. Grund war ein schwerer Autounfall.
Berüchtigt war der Puertoricaner bereits damals für seine beispiellose Trainingsfaulheit. Auf seinen Kampf gegen Harold Weston bereitete sich das Box-Genius zwölf Tage, auf den Fight gegen Bruce Curry eine knappe Woche vor. Trotzdem holte er sich, weiter betreut von seinem Vater und zeitweise auch von Ex-Champion Emile Griffith, am 14. Januar 1979 von Champion Carlos Palomino den Titel im Weltergewicht, die zweite Krone in der zweiten Gewichtsklasse. Diesen verlor Benitez am 30. November 1979 gegen den damals aufsteigenden Superstar Sugar Ray Leonard durch technischen K.o. in der 15 Runde. Benitez hatte sich auf den bis dato härtesten Gegner Gerüchten zufolge zwischen zwei und neun Tage ernsthaft vorbereitet.
Dennoch war für das "Enfant terrible" die Erfolgsstory nicht beendet. Am 23. Mai 1981 wurde er Weltmeister in der dritten Gewichtsklasse, was nicht viele vor ihm geschafft hatten. In Las Vegas entthronte er dabei in spektakulärer Manier Superweltergewichts-Weltmeister Maurice Hope. Nach einen krachenden rechten Haken zum Kinn sackte der Titelverteidiger in sich zusammen und kam nicht mehr auf die Beine. Es folgten zwei erfolgreiche Verteidigungen der WBC-Krone, unter anderem eine über 15 Runden gegen Roberto Duran. Schließlich verlor Benitez das Championat über 15 Runden an Thomas Hearns. Danach ging es sportlich bergab. Mit 37 hatte der Techniker sein ganzes Vermögen verschleudert und musste lange Zeit von der Wohlfahrt leben. Erst kürzlich hat er von der puertoricanischen Regierung eine Rente auf Lebenszeit erhalten. |
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