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Henry Armstrong
(Federgewichts-Weltmeister von 1937 bis 1938, Leichtgewichts-Weltmeister von 1938 bis 1939, Weltergewichts-Weltmeister von 1938 bis 1940) |
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Henry Armstrongs Weltrekord steht immer noch und wird wohl auch noch einige Zeit Bestand haben. Als bisher einziger Profiboxer hielt der Fighter gleichzeitig Weltmeister-Titel in drei verschiedenen Gewichtsklassen. Seinem WM-Gürtel im Federgewicht, den er sich 1937 durch einen K.o.-Sieg in der sechsten Runde von Petes Sarron holte, fügte er innerhalb der folgenden zehn Monate noch die im Welter- und Leichtgewicht hinzu. Am 31. Mai 1938 besiegte er zunächst Weltergewichts-Champ Barney Ross über 15 Runden nach Punkten und entthronte in einem offenen Schlagabtausch am 17. August 1938 schließlich Lou Ambers als Leichtgewichts-Weltmeister. Dieser Fight ging bis an die Belastungsgrenzen. Armstrong knockte Ambers in der fünften und sechsten Runde zu Boden, doch der Champ öffnete Armstrong tiefe Risse um die Augen herum und spaltete ihm eine Lippe. Armstrong kämpfte ohne Mundstück weiter, um das Blut schlucken zu können, und gewann noch nach Punkten. |
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Henry Armstrong war ein K.o.-König, er hatte den sogenannten Killerinstinkt und ging immer mit dem Vorsatz in den Ring, seinen Gegner auszuknocken. Seine windmühlenartigen Schläge aus allen Winkel waren sein Markenzeichen. Er gehört zu den wenigen Kämpfern, die über 100 Knockouts in ihrer Karriere feierten. 101 seiner 151 Siege waren vorzeitig. Dem standen nur neun Unentschieden und 21 Niederlagen gegenüber. Wie viele US-Profis zu dieser Zeit stammte Armstrong aus bescheidenen Verhältnissen. Straßenkeilereien gehörten in Armstrongs Kindheit zum Alltag. Trotz allem schloss er die Highschool mit Auszeichnung ab und wurde dann Amateur. In dieser Zeit verdiente sich Armstrong, der zu Beginn seiner Faustkampf-Laufbahn unter dem Namen Melody Jackson boxte, seinen Lebensunterhalt als Schuhputzer.
Als er dann die Qualifikation für die Olympischen Spiele 1932 in Los Angeles verpasste, wechselte Armstrong in das Profilager. Armstrong kämpfte sehr häufig, zwischen seinen Fights lagen häufig nur wenige Tage. 1937 gewann er alle seiner 27 Kämpfe, 26 davon vorzeitig. Seine Unerbittlichkeit im Ring brachte ihm den Kampfnamen "Homicide Hank" (Totschläger Hank) ein. Von seinen Millionen-Verdiensten blieb wenig über, falsche Freunde und falsche Manager waren unter anderem die Gründe. Nach seiner Karriere verfiel Armstrong kurzfristig dem Alkohol, doch er fing sich wieder. Armstrong wurde dann zum Baptisten-Prediger geweiht. Zudem ist er Gründungsmitglied der "Boxing Hall of Fame in Canastota". 1956 erschien seine Autobiografie mit dem Titel "Handschuhe, Ruhm und Gott".
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