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Allgemeine Angaben
Amateurkarriere
100 Kämpfe
DDR-Mannschaftsmeister 1982
Bronze-Medaillengewinner bei der Spartakiade
Amateurtrainerkarriere
Trainer von 1985-2006
Junioren-Weltmeister Jürgen Brähmer (1996)
Erfolge als Profitrainer
arbeitet seit Ende 2008 für das Sauerland-Team
Karsten Röwer erkannte schon sehr früh sein großes Interesse für den Boxsport. Bereits im Alter von zwölf Jahren besuchte er erstmals ein Boxtraining und war gleich begeistert. "Bei uns in der Gegend war das Sportangebot nicht so groß. Als dann in der Schule ein Anhang aushing, dass Trainer Siegfried Kowalski eine Box-Abteilung aufmachen wollte, war das Interesse gleich sehr groß. Ich war einfach neugierig. Und es hat mir gefallen", erzählt der heutige Coach.
Die ersten zehn Kämpfe gewann er. Deshalb blieb der Boxsport Motivation pur für ihn. "Zunächst habe ich nebenher noch aktiv Fußball gespielt, doch 1977 habe ich mich dann voll und ganz auf den Boxsport konzentriert", fährt er fort. Röwer bestritt insgesamt hundert Kämpfe im Amateurbereich. "Zwar habe ich die meisten gewonnen. Doch 1984 habe ich aufgehört. Die Leistungsdichte war sehr groß und nach einer Schulteroperation merkte ich, dass es nicht für ganz oben reicht", erinnert er sich.
Zusammen mit seinem damaligen Trainer Fritz Sdunek beschloss Röwer, sich zunächst auf sein Studium zu konzentrieren. Ein Jahr später, 1985, wurde der aus Altentreptow stammende Diplom-Sportlehrer dann Assistenztrainer von Wolfgang Labahn. Später arbeitete er unter den Fittichen von Sdunek. "Ich bekam danach recht schnell eine eigene Trainingsgruppe. Der erste richtig große Erfolg kam 1996 mit Jürgen Brähmer, der in Kuba Junioren-Weltmeister wurde."
Die Tätigkeit als Trainer bereitet Röwer großen Spaß. "Früher wollte ich mal Tierarzt werden oder Mathematik studieren. Doch dann war einfach das Boxen da. Ich mag den Kampf Mann gegen Mann, nach fairen Regeln zu zeigen, dass man besser ist als der andere - und das tägliche Arbeiten für den Erfolg und Siege." Deshalb legt er auch eine sehr positive Einstellung an den Tag. "Es ist das Größte, als Sportler alles zu erreichen. Gleiches gilt jedoch für die Tätigkeit als Trainer", so Röwer.
Seine großen Vorbilder seien Fritz Sdunek und Ulli Wegner. "Ulli Wegner stand bei mir 1983 auch mal als Coach in der Ringecke. Da habe ich in Ungarn den dritten Platz gemacht", erinnert sich der heutige Trainer. "Wenn ich es schaffe, jemals so erfolgreich zu sein, wie er oder Sdunek, dann würde damit ein großer Wunsch für mich in Erfüllung gehen. Darüber hinaus schätze ich auch Michael Timm, mit dem ich zwischenzeitlich gemeinsam die Schulbank gedrückt habe."
Das Ziel von Karsten Röwer ist es, seine Sportler zu formen und selbst einen Profi-Weltmeister zu trainieren. "Dafür arbeite ich mit sehr viel Zielstrebigkeit und großer Motivation", sagt er. "Natürlich habe ich meine eigene Art und Weise, individuell mit den Sportlern umzugehen. Ich würde sagen, es ist eine Mischung aus Härte und Freundlichkeit. Auf der anderen Seite war ich auch immer bereit, mir von anderen Spitzentrainern Dinge anzueignen, sofern sie gut waren", so Röwer.
Sein derzeit bekanntester Schützling ist Sebastian Sylvester. "Von den Jungs, die bei mir trainieren, ist er im Moment der erfolgreichste Sportler. Dazu kommt, dass er auch der fleißigste von ihnen ist. Mit seiner Einstellung zum Sport und zum Leben reißt er auch die anderen mit. Er marschiert voran und ist somit ein Vorbild", sagt Karsten Röwer, der seit dem Jahr 2007 als Profitrainer arbeitet, über seinen Schützling. "Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam in Richtung WM marschieren."











Karsten Röwer






