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Carl Froch
Spektakulärer kann man nicht gewinnen: Vor Beginn der zwölften Runde lag Carl Froch im April 2009 noch hoffnungslos auf zwei Punktzetteln hinten. Seine erste Titelverteidigung drohte zum Debakel zu werden - doch dann packte der damalige WBC-Super-Mittelgewichts-Champion den Hammer aus. Dank einer unglaublichen Energieleistung gewann er noch durch K.o. - und das gegen keinen Geringeren als Ex-Champion Jermain Taylor, der sich schwer gezeichnet am Ringboden wiederfand. „Mein Trainer meinte, ich muss mir etwas einfallen lassen und ihn k.o. schlagen", sagte der 32-jährige Brite hinterher. „Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen. Am Ende hatte Taylor einfach nichts mehr entgegenzusetzen. Ich wollte bei meiner ersten Titelverteidigung in Amerika einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das Ergebnis spricht für sich."
Für Froch war es der 25. Sieg im 25. Kampf (10 K.o.´s) - und die Eintrittskarte in das Super-Six-Turnier. Weltmeister ist er seit Dezember 2008, als er den bis dato ungeschlagenen Franzosen Jean Pascal in seiner Heimat Nottingham klar nach Punkten schlug (117-111, 116-112, 118-110). In 2007 hatte er mit einem technischen K.o.-Sieg über Ex-Weltmeister Robin Reid für Aufsehen gesorgt. Trainiert wird „The Cobra" vom früheren englischen Meister im Mittelgewicht, Robert McCracken. Geboren und aufgewachsen ist Froch in Nottingham. Im Alter von neun Jahren begann er mit dem Boxen. Noch während seiner Schulzeit bestritt er über 45 Amateurkämpfe, weitere 45 folgten nach einer kurzen Auszeit. Ins Profigeschäft stieg er vor sieben Jahren im Alter von 25 ein. Seine Erfolge können sich sehen lassen: Er war britischer und Commonwealth-Meister und ist nach seiner spektakulären WBC-Titelverteidigung gegen Jermain Taylor auf der ganzen Welt bekannt.
Nicht nur in England traut man der „Cobra" Großes zu - nicht zuletzt auch wegen seiner furchteinflößenden K.o.-Quote von 80 Prozent. Durchschnittlich dauern seine Kämpfe weniger als sechs Runden. Gegen Andre Dirrell holte er in der ersten Runde einen knappen Punktsieg, ehe er von Mikkel Kessler in zwölf dramatischen Runden entthront wurde. „Ich komme wieder - ich schlage im Abraham und werde das Super-Six-Turnier noch gewinnen", so Froch nach der Niederlage am 24. April in Herning.
(Fotos: Howard Schatz)








