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Montag, 2008-10-20

Hernandez boxt in Oldenburg

Papa Pablo: "Ich siege für meinen Sohn!"

Noch ein interessanter Fight bei der Boxgala in Oldenburg! Denn neben dem Kampf um die WBA-WM im Super-Mittelgewicht (Mikkel Kessler vs. Danilo Häußler), der EM im Cruisergewicht (Marco Huck vs. Fabio Tuiach) und der EE-EU-Meisterschaft im Halb-Mittelgewicht mit Alexander Abraham darf sich das Publikum am 25. Oktober auch auf den Auftritt von Cruisergewichtler Yoan Pablo Hernandez freuen. Der 23-Jährige, der zurzeit in der WBC-, WBA- und IBF-Weltrangliste in den Top-15 geführt wird, trifft in einem auf acht Runden angesetzten Ringgefecht auf den 34-jährigen Amerikaner Michael Simms (30 Profikämpfe; 20 Siege, 1 Unentschieden).

Rechtsausleger Yoan Pablo Hernandez steigt in Oldenburg in den Ring
Hernandez gab im September 2005 sein Profidebüt. Zuvor war er bereits Weltmeister der Junioren und Olympiateilnehmer. Doch im April 2005 fand die Boxkarriere in der legendären Nationalstaffel Kubas ein jähes Ende - nach dem Finale des 33. Chemiepokals in Halle an der Saale packte der damalige Amateurboxer seine Koffer und nutzte in Deutschland die Chance zur Flucht. Als Profiboxer erkämpfte er sich danach zunächst 14 Siege in Folge. Doch am 29. März dieses Jahres kassierte er in Kiel gegen den früheren WBC-Weltmeister Wayne Braithwaite eine Niederlage.
Damit war der Traum von einem WM-Fight erst einmal geplatzt. Doch nachdem sich Hernandez Anfang Juni mit einem vorzeitigen Erfolg gegen Stefan Raaff im Ring zurückmeldete und auch Ende August gegen Santiago De Paula siegte, befindet er sich wieder auf dem Weg zu alter Stärke. "Den Rückschlag habe ich längst verdaut. Ich habe später analysiert, wo die Fehler lagen. Damals fühlte ich mich einfach zu sicher und habe einen Moment nicht aufgepasst. Ich hatte die Hände zu weit unten und dann war es auch schon geschehen. Doch solche Fehler kann man abstellen. Deshalb blicke ich zuversichtlich voraus", erzählt Hernandez.

Hernandez wirkt vor dem Kampf am 25. Oktober selbstbewusst
Inzwischen zieren 16 Siege aus 17 Profikämpfen die Bilanz des ambitionierten Cruisergewichtlers. "Für mich war es wichtig, nach dem Braithwaite-Fight schnell wieder im Ring zu stehen. Ich habe mir in den beiden Kämpfen danach die nötige Sicherheit und viele neue Erkenntnisse geholt", sagt der Schützling von Trainer Ulli Wegner. Deshalb habe er auch keine Sorge, dass sein nächster Gegner Michael Simms zum Stolperstein werden könnte. "Ich fühle mich gut. Es ist egal, wie stark er kämpft oder ob er erfahren ist. Wichtiger ist, dass ich mich gut vorbereitet habe und meine Form stimmt", sagt Hernandez selbstbewusst.
Der Cruisergewichtler hat sein Leben in den letzten Monaten neu geordnet. "Ich habe gelernt, bewusster zu leben. Am 13. Oktober hat meine Freundin dann unseren Sohn auf die Welt gebracht. Das heißt, dass ich zukünftig nicht mehr so blauäugig durchs Leben gehen kann und für meine kleine Familie Verantwortung übernehmen muss. Zudem hat mich die Geburt von Yoan Junior auch sehr motiviert und gibt mir noch mehr Kraft", berichtet er. "Da inzwischen auch mein Bruder Yoel Romero in Deutschland lebt, besteht darüber hinaus guter familiärer Anschluss, der mir gut tut", freut sich Hernandez.

Hernandez will bald wieder internationale Titel ins Visier nehmen (Fotos: SE)
Die Niederlage im März scheint Schnee von gestern zu sein. Zukünftig will der junge Cruisergewichtler wieder zeigen, dass er sich zu Recht Hoffnungen macht, in absehbarer Zeit auf der Sonnenseite des Boxsports zu stehen. Und so könnte er sich schon in Oldenburg wieder als der Box-Virtuose von der Zuckerrohrinsel präsentieren, der seinem Gegner im Ring gewaltig das Fürchten lehrt. "Gegen Simms will ich zeigen, dass ich trotz hohen Tempos wieder mehr Ordnung in meinen Aktionen habe und dabei nicht die Übersicht verliere. Wenn mir das gelingt, werde ich bald in der Lage sein, ganz oben anzugreifen", so Hernandez.