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Montag, 2008-10-27

Helle Mitte - der Bericht

Erfolge für Kempf, Krull, Klappert und Dettweiler

Rund 1.300 Zuschauer feierten am Freitagabend beim "Helle Mitte Profiboxen" in Berlin den Punktsieg von Lokalmatador Frank Shabani gegen den Russen Roman Seliverstov. Zuvor standen noch vier weitere Kampfpaarungen auf dem Programm.
1. Kampf: Krisztian Jaksi (Ungarn) vs. Martin Kempf (Deutschland)

Achter Sieg im achten Profikampf für Martin Kempf: Im ersten Fight der Profiboxgala in Helle Mitte traf der in Schwedt geborene Cruisergewichtler auf den 23-jährigen Krisztian Jaksi. Dabei übte der in Frankfurt (Oder) bei Manfred Wolke trainierende Kämpfer von der ersten Sekunde an großen Druck auf seinen Gegner aus. Der Kontrahent aus Ungarn versuchte, den Deutschen mit teilweise hoher Schlagfrequenz auf Distanz zu halten. Doch ab der zweiten Runde gelang das immer seltener. So war es nicht verwunderlich, dass Kempf den in Budapest geborenen Kontrahenten mehrmals an den Ringseilen stellte und ihn hart traf. Im zweiten Durchgang wackelte Jaksi nach einer Rechten des Gegners kurz, doch er befreite sich wieder aus der Bedrängnis. Die Aktionen von Martin Kempf blieben dennoch nicht ohne Wirkung, das linke Auge seines Konkurrenten schwoll kräftig an. Nachdem der deutsche Cruisergewichtler bis zum Ende des fünften Durchgangs vor allem mit seinen rechten Geraden für klare Treffer sorgte, schwanden allerdings die Kräfte. So verbuchte Krisztian Jaksi in der sechsten Runde seine beste Phase. Doch es gelang ihm nicht, das Blatt noch zu wenden.
Offizielles Urteil: Sieger Kempf nach Punkten (59:55)

2. Kampf: Peter Simko (Slowakei) vs. Jens Krull (Deutschland)

Der 1,80 Meter große Peter Simko war gegen Jens Krull von der ersten Sekunde an auf Schadensbegrenzung aus. Zu groß war die physische Überlegenheit des 2,09 Meter-Schwergewichtlers, der von Otto Ramin trainiert wird. Zwar hatte der in Hagenow geborene Krull zunächst noch ein wenig Mühe, das richtige Distanzgefühl gegen den deutlich kleineren Kontrahenten zu finden, doch ab der zweiten Runde legte er richtig los. Mit der linken Führhand sorgte der 19-Jährige für drei harte Treffer, ehe er seinen Gegner mit einer Links-Rechts-Kombination erstmals in den Ringstaub beförderte. Ringrichter Ernst Salzgeber gab den Kampf, nachdem sich Simko wieder erhoben hatte, noch einmal frei. Doch als der Deutsche den Widersacher aus der Slowakei mit einer Rechten zum Kopf noch einmal in den Ringstaub befördert hatte, beendete der Referee das inzwischen ungleiche Aufeinandertreffen nach zwei Minuten und 20 Sekunden des zweiten Durchgangs. Damit war der dritte Sieg im dritten Profikampf für Jens Krull perfekt.
Offizielles Urteil: Sieger Krull durch technischen K.o. in der zweiten Runde

3. Kampf: Viktor Szalai (Ungarn) vs. René Dettweiler (Deutschland)

Wer die bisherigen 24 Profikämpfe von René Dettweiler gesehen hatte, der traute am Freitagabend seinen Augen nicht. Denn der 25-jährige Deutsche legte in der Helle Passage los wie die Feuerwehr. Von der ersten Sekunde an ging der Rechtsausleger gegen den 30-jährigen Viktor Szalai äußerst aggressiv, offensiv und dominierend zu Werke. Es dauerte nicht lange, da schlugen bereits die ersten harten Hände beim Gegner aus Ungarn ein. Der schien sichtlich beeindruckt. Mit einer harten Rechten zum Kopf führte der von Otto Ramin trainierte Dettweiler schließlich nach nur 43 Sekunden der ersten Runde die Entscheidung herbei. Für den in Lübz geborenen Schwergewichtler war es der 23. Erfolg im 25. Fight als Berufsboxer.
Offizielles Urteil: Sieger Dettweiler durch K.o. in der ersten Runde

4. Kampf: Jozsef Molnar (Ungarn) vs. Nick Klappert (Deutschland)

Einen starken Eindruck hinterließ einmal mehr Nick Klappert. Von der ersten Runde an bereitete er seine Angriffsaktionen mit der Führhand gegen den zuvor als Profi ungeschlagenen Jozsef Molnar gut vor und kam mit der rechten Geraden und einem Aufwärtshaken zu sehenswerten Treffern. Doch der 20-jährige Konkurrent versuchte vor allem zu Beginn, mit gefährlichen Konteraktionen dagegen zu halten. Gleich mehrfach schlugen die linken und rechten Haken des Ungarn beim in Fürstenwalde aufgewachsenen Klappert, der das Geschehen ab der dritten Runde allerdings wieder an sich riss, ein. Mit der Führhand und schnellen Schlagkombinationen rüttelte der Deutsche seinen Gegner in der Folge mehrfach kräftig durch. Mit einem linken Haken zum Kopf blitzte im fünften Durchgang noch einmal die Gefährlichkeit von Jozsef Molnar auf, doch Nick Klappert blieb weiterhin überlegen. In der sechsten Runde schickte der Schützling von Trainer Otto Ramin den inzwischen schwer gezeichneten Konkurrenten schließlich mit einer Linken zum Körper zu Boden. Ringrichter Ingo Barrabas zählte den Ungarn daraufhin nach einer Minute und 28 Sekunden aus.
Offizielles Urteil: Sieger Klappert durch K.o. in der sechsten Runde
Fotos: Frank Ludwig