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24.01.2017
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Montag, 2008-10-13

Erst Marquez, dann Pavlik?

Will sich Kelly Pavlik vor King Arthur drücken?

Nach den beiden Kämpfen gegen Edison Miranda ist der IBF-Champion im Mittelgewicht King Arthur Abraham auch jenseits des Atlantiks eine Berühmtheit. In der "Schlacht von Wetzlar" hatte er den kolumbianischen Herausforderer mit doppelt gebrochenem Kiefer besiegt – keinem Boxer war das bis dahin in einem WM-Kampf gelungen. Bei der Revanche im Juni in Florida krönte King Arthur seine Leistung mit einem technischen K.o.-Sieg, nachdem er Miranda dreimal in einer Runde am Boden hatte.

Klarer Sieg für Abraham im Juni gegen Miranda (Foto: Photo Wende)
Die Boxfans hierzulande warten ebenso wie die in den USA auf den großen Kampf der ungeschlagenen Weltmeister Kelly Pavlik vs. Arthur Abraham. Zunächst haben beide noch andere Gegner zu besiegen. King Arthur bestreitet am 8. November seine Pflichtverteidigung gegen Raul Marquez in Bamberg. Und Kelly Pavlik steigt am kommenden Samstag in Atlantic City gegen Bernhard Hopkins in den Ring. Danach könnte der Kampf um die Krone des Mittelgewichts steigen - zumindest wenn es nach Abraham geht: "Superchampion zu werden, war immer mein erklärtes Ziel", sagt King Arthur. "Ich will Kelly Pavliks Gürtel, und natürlich boxe ich auch auswärts in Amerika gegen ihn. Wenn er will, sogar in seiner Heimatstadt."

Am 8. November trifft King Arthur in Bamberg auf Raul Marquez (Foto: SE)
Die Verhandlungen von Chris Meyer, Geschäftsführer des Sauerland-Teams, mit Todd DeBoeff von Pavliks Promoter Top Rank, waren schon weit fortgeschritten. Sogar beim Termin für den Megafight herrschte schon Einigkeit - der 24. Januar oder 07. Februar 2009. Auch in punkto Börsen und TV-Übertragung war weitgehend Einigkeit erzielt worden. "Aber seit Arthurs US-Debüt gegen Miranda herrscht von Pavliks Seite aus Funkstille", sagt Wilfried Sauerland. Und Abrahams Manager kann sich auch denken, warum das so ist. "Nach Arthurs überzeugender Vorstellung in den USA scheint Kelly Pavlik Arthur lieber aus dem Wege zu gehen. Er konzentriert sich jetzt offenbar auf Kämpfe in höheren Gewichtsklassen gegen ältere Herrschaften. Das Ziel eines echten Champions sollte es sein, seine Titel zu verteidigen und möglichst zu vereinigen. Arthur ist bereit dazu, wenn es sein muss in Pavliks Wohnzimmer."

Arthur Abraham, Manager Wilfried Sauerland und Kalle Sauerland (Foto: SE)
Amerikanische Medien hatten unlängst auch Altmeister Ronald "Winky" Wright als nächsten Abraham-Gegner ins Gespräch gebracht. "Es haben Verhandlungen mit Winky Wright stattgefunden", bestätigt Wilfried Sauerland. "Wir haben ihm einen WM-Kampf in Deutschland angeboten. Das hat sein Management abgelehnt." Der Manager hat den Kampf um die Vormachtstellung im Mittelgewicht aber noch nicht aufgegeben. "Arthur und Kelly sollten jetzt beide ihre nächsten Gegner aus dem Weg räumen und dann ermitteln, wer der beste Mittelgewichtler der Welt ist. Auf diesen Kampf warten die Fans überall auf der Welt. Und wenn Kelly Pavlik ein echter Champion ist, dann läuft er nicht vor Arthur weg."