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Mittwoch, 2008-10-08

Berlin - der Bericht

Die weiteren Kämpfe in Marzahn-Hellersdorf

Sechs Kampfpaarungen standen am Freitagabend bei der Profiboxveranstaltung im Wettkampf- und Trainingszentrum vom Boxring Eintracht Berlin auf dem Programm. Krönender Abschluss des Abends war der Erfolg durch Weltergewichtler Frank Shabani, der über acht Runden den erfahrenen Adnan Oezcoban deutlich nach Punkten bezwang. Doch auch die weiteren Fights hatten es in sich.
1. Kampf: Pavol Garaj (Slowakei) vs. Jürgen Doberstein (Deutschland)

Jürgen Doberstein baut seine Erfolgsserie weiter aus. Der Super-Mittelgewichtler setzte sich über vier Runden nach Punkten (39:37) gegen den Slowaken Pavol Garaj durch und verbuchte somit den fünften Sieg im fünften Profikampf für sich. Schon zu Beginn zeigte sich der 19-jährige Deutsche überlegen. Mit der Führhand kontrollierte er das Geschehen im Ring und lauerte darauf, seine rechte Gerade ins Ziel zu bringen. Auch im zweiten Durchgang übte der im Saarland aufgewachsene Kämpfer Druck aus. Doch sein 22-jähriger Kontrahent hielt mit Kontern gefährlich dagegen. Mit Links-Rechts-Kombinationen verbuchte Doberstein auch in der Folge die klareren Treffer für sich. In der Schlussphase kam Garaj zwar noch einmal auf, doch der Punktsieg des Deutschen geriet nicht mehr in Gefahr.
Offizielles Urteil: Sieger Doberstein nach Punkten

2. Kampf: Vladimir Fecko (Tschechien) vs. Nick Klappert (Deutschland)

Einen ganz starken Eindruck hinterließ Nick Klappert bei seinem ersten Fight für das Sauerland-Team. In seinem sechsten Profikampf traf der 25-jährige Halb-Mittelgewichtler auf Vladimir Fecko. Doch der 26-jährige Tscheche war chancenlos. Mit zwei genauen rechten Geraden zum Kopf schickte der Deutsche seinen Gegner an den Ringseilen nach etwa 90 Sekunden erstmals zu Boden. Wenig später musste sein in der Rechtsauslage agierender Kontrahent nach weiteren Treffern erneut in den Ringstaub. Kurz vor dem Ende der ersten Runde traf Klappert seinen Gegner in der blauen Ecke erneut schwer, so dass Fecko den dritten Niederschlag hinnehmen musste. Der österreichische Ringrichter Ernst Salzgeber brach den Kampf daraufhin nach zwei Minuten und 58 Sekunden ab.
Offizielles Urteil: Sieger Klappert durch technischen K.o. in der ersten Runde

3. Kampf: Pavel Durco (Tschechien) vs. Jens Krull (Deutschland)

Einen erfolgreichen Einstand bei den Berufsboxern feierte Jens Krull. Der 2,09-Meter große Schwergewichtler hatte mit dem Tschechen Pavel Durco keinerlei Mühe. Von der ersten Sekunde an nutzte der 19-Jährige seine Reichweitenvorteile und bereitete seine Aktionen mir der Linken vor. Mit einem Kampfgewicht von 128,4 Kilogramm hatte der Deutsche zudem auch aus physischer Sicht deutliche Vorteile. Das bekam sein Kontrahent schnell zu spüren. Im Laufe des Kampfes ging der 28-Jährige insgesamt zehnmal zu Boden. Ringrichter Ernst Salzgeber zeigte aber Fingerspitzengefühl und zählte den Tschechen insgesamt nur dreimal an. Nach einer harten Rechten zum Kopf durch Krull hatte der Referee dann in der zweiten Runde genug gesehen und brach den Fight zu Gunsten des Deutschen ab.
Offizielles Urteil: Sieger Krull durch technischen K.o. in der zweiten Runde

4. Kampf: Piotr Tomaszek (Polen) vs. Dustin Dirks (Deutschland)

Einen schweren Stand hatte Dustin Dirks gegen den Polen Piotr Tomaszek. Dennoch meisterte der Schützling von Trainer Otto Ramin diese Aufgabe mit Bravur. Von Beginn an ging der Halbschwergewichtler aus Berlin gegen seinen 28-jährigen Kontrahenten aggressiv zu Werke und brachte seine linken Körperhaken ins Ziel. Doch Tomaszek hielt vor allem im ersten Durchgang mit schnellen linken und rechten Händen zum Kopf dagegen. Dirks stand allerdings in der Deckung sicher, so dass die Angriffe des Widersachers nicht für größere Probleme sorgten. Ab der zweiten Runde bereitete der 19-jährige Deutsche seine Aktionen sorgfältiger vor. Mit Hakenserien und rechten Geraden zum Kopf kam er mehrfach zu Treffern. Zwar blieb sein Gegner stets gefährlich, doch bis zum Ende brachte Dirks insgesamt die besseren Treffer ins Ziel und lag somit nach vier Runden mit 40:36 vorne.
Offizielles Urteil: Sieger Dirks nach Punkten

5. Kampf: Tomas Mrazek (Tschechien) vs. Martin Kempf (Deutschland)

Im Cruisergewicht bekam der in Frankfurt (Oder) trainierende Martin Kempf in einem auf sechs Runden angesetzten Fight den 27-jährigen Tomas Mrazek vor die Fäuste. Zunächst kontrollierte der Deutsche das Geschehen im Ring mit einem linken Körperhaken und Links-Rechts-Kombinationen deutlich. Im zweiten Durchgang kam der 20-Jährige dann mehrmals mit seinen rechten Haken zum Körper zu guten Treffern. Doch ab der dritten Runde gestaltete Mrazek den Kampf ausgeglichener. Der Tscheche erhöhte das Tempo und überraschte seinen Widersacher einige Male mit linken Händen zum Kopf und auf den Körper. Bis zum Schluss verbuchten beide Kämpfer gute Aktionen für sich. Doch am Ende hatte Kempf mit 59:56 die Nase vorne, da er im Laufe des Kampfes der effektivere Mann im Ring war.
Offizielles Urteil: Sieger Kempf nach Punkten