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Donnerstag, 2008-11-13

Sylvester unterliegt Sturm

Kämpferherz des "Hurrikans" reicht nicht zum Titelgewinn

Der Greifswalder Sebastian Sylvester hat es nicht geschafft: Im Kampf um die WBA-Weltmeisterschaft im Mittelgewicht unterlag der 28-Jährige am Samstagabend trotz starker kämpferischer Leistung dem Titelverteidiger Felix Sturm über zwölf Runden einstimmig nach Punkten (110:118, 110:118 und 109:119) und kassierte somit in der mit 9.200 Zuschauern ausverkauften König-Pilsener-ARENA in Oberhausen die dritte Niederlage im 32. Profikampf.
Das Ergebnis war am Ende deutlicher, als es der Kampfverlauf zuvor widerspiegelte. Zwar begann Sturm druckvoll, doch der Herausforderer hielt gleich dagegen und gestaltete das Geschehen im Ring zunächst annähernd ausgeglichen. In der dritten Runde kam der "Hurrikan" auf, traf den WBA-Champion spektakulär mit einem rechten Aufwärtshaken. Auch im vierten Durchgang glänzte er mit seiner häufig geschlagenen Führhand und Links-Rechts-Kombinationen.

Sebastian Sylvester präsentierte sich in Oberhausen kämpferisch (Foto: SE)
Auch danach konnte sich Felix Sturm in dem temporeich geführten Fight erst einmal keine klaren Vorteile erarbeiten. Doch in der siebten Runde sorgte der WBA-Weltmeister mit zwei linken Haken zum Körper für sehenswerte Aktionen. In der Folge legte er sogar noch zu. Dabei war es vor allem die als Gerade oder Haken geschlagene Linke, die Sylvester ein ums andere Mal vor Probleme stellte und beim Herausforderer zu einer Schwellung am rechten Auge führte.
Zwar bäumte sich der "Hurrikan" im neunten Durchgang mit Links-Rechts-Kombinationen noch einmal auf, doch die Schlussphase gehörte dem Titelverteidiger. Erneut erwies sich dabei die variabel geschlagene Linke des druckvoll agierenden WBA-Weltmeisters als wirkungsvolles Mittel, um sich auf den Wertungszetteln der Punktrichter einen Vorsprung zu erarbeiten. Nach zwölf Runden lag Felix Sturm, der den 31. Sieg im 34. Profifight erkämpfte, einstimmig nach Punkten vorne.

Felix Sturm hat den WBA-Titel im Mittelgewicht verteidigt (Foto: UBP)
"Er hat mir mit seiner Führhand die Linie genommen und verdient gewonnen", fand Sebastian Sylvester nach Ende des Aufeinandertreffens anerkennende und faire Worte für seinen 29-jährigen Kontrahenten. "Ich bin schlecht in den Kampf reingekommen. Er hat viel Druck gemacht und ich war nicht in der Lage, meine Stärken wirkungsvoll genug einzusetzen. Es war heute einfach nicht mein Tag", fuhr der Schützling von Trainer Hartmut Schröder fort.
In einem weiteren Titelkampf in Oberhausen gab es auch für den 32-jährigen Ukrainer Sergiy Dzinziruk Grund zur Freude. Nachdem der WBO-Weltmeister im Halb-Mittelgewicht zu Beginn mit seinem 23-jährigen Herausforderer Joel Julio noch einige Probleme hatte, riss der Rechtsausleger das Kampfgeschehen gegen den Kolumbianer immer mehr an sich und lag nach zwölf Runden auf den Wertungszetteln der Punktrichter einstimmig nach Punkten (116:112, 116:112, 117:111) vorne.