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Donnerstag, 2008-10-30

Sturm meidet Handschlag

Winfried Spiering erbost: "Das ist grob unsportlich!"

Am Samstag steht in der König-Pilsener-ARENA in Oberhausen der mit Spannung erwartete Fight um die WBA-Weltmeisterschaft im Mittelgewicht zwischen dem Titelverteidiger Felix Sturm und Sebastian Sylvester auf dem Programm. Am Samstag hatte sich der 29-jährige Champion im Aktuellen Sportstudio noch recht moderat präsentiert: "Für mich ist das eine rein sportliche Auseinandersetzung. Und das wird nie mehr und nicht weniger", so der WBA-Weltmeister.

Felix Sturm will den WBA-Titel am 1. November verteidigen (Foto: UBP)
Auf Sylvester bezogen fuhr er fort: "Seine Qualitäten will ich auf gar keinen Fall schlecht reden. Er hat gute Leute geboxt und auch geschlagen. Aber ich denke, ich hatte einfach die Möglichkeit, bis jetzt gegen die besseren Leute zu boxen und auch die besten Leute zu schlagen." Was zähle, sei der 1. November und was im Ring passiere. "Dann werden wir sehen, wer mehr oder weniger Talent hat", kündigte er an, "ich denke, der ganze Fokus sollte auf dem Sport bleiben."
Doch bei der Pressekonferenz am Montag in Oberhausen präsentierte sich Sturm nicht so sehr als Sportsmann. Wie sonst ist es zu erklären, dass der WBA-Champion dem Herausforderer erneut den Handschlag zur Begrüßung verwehrte und am Ende der Pressekonferenz das obligatorische, gemeinsame Foto für die Fotografen mit dem "Hurrikan" verweigerte? "Das ist grob unsportlich", zeigte sich Sylvester-Manager Winfried Spiering erbost, "aber wir haben nichts anderes von Adnan erwartet."

Auch Hartmut Schröder, der Coach des "Hurrikans", sparte nicht mit Kritik
"Adnan ist arrogant und hochmütig, das hat sich offenbar nicht geändert. Doch Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall", kommentierte Hartmut Schröder, der Coach des Herausforderers, das Verhalten des WBA-Champions. Sylvester selbst machte hingegen einen entspannten Eindruck. "Ich spüre keinen Druck. Ich habe nichts zu verlieren und freue mich auf den WM-Kampf. Ich glaube an mich", erklärte der 28-jährige WBA-Weltranglistenerste auf der heutigen Pressekonferenz.
In den nächsten Tagen will es der Mittelgewichtler aus Mecklenburg-Vorpommern ruhig angehen lassen. "Ich werde nur noch leicht trainieren. Ich möchte die Zeit nutzen, um mir in aller Ruhe Oberhausen ein wenig intensiver anzuschauen. Vielleicht fahre ich auch noch kurz nach Düsseldorf rüber. Außerdem werden sicherlich einige Freunde vorbeischauen, um mich zu besuchen. Darüber hinaus werde ich mich auf Samstag konzentrieren", so der deutsche Pflichtherausforderer.

Hinterließ einen gelassenen Eindruck: Sebastian Sylvester (Fotos: SE)