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Mittwoch, 2008-11-26

Bamberg – der große Bericht

Großartige Atmosphäre bei der Boxgala in der JAKO Arena

Sieben Kämpfe bei der Boxgala in Bamberg: 6.000 Zuschauer feierten am Samstagabend in der JAKO Arena den Sieg von IBF-Mittelgewichts-Weltmeister Arthur Abraham gegen Raul Marquez. Grund zur Freude gab es auch bei Enad Licina. Der Cruisergewichtler erkämpfte gegen Otis Griffin die zuvor vakante IBF-Intercontinental Meisterschaft im Cruisergewicht. Insgesamt standen sieben Kampfpaarungen auf dem Programm…
1. Kampf: Enrico Garmendia (Deutschland) vs. Jason Gavern (USA)

Der Amerikaner Jason Gavern war offenbar nicht nach Deutschland gekommen, um sich eine Niederlage einzufangen. Schnell dominierte er im Vorwärtsgang agierend gegen Enrico Garmendia mit seinen linken Führhänden das Geschehen im Ring und verbuchte mit rechten Haken zum Körper erste Treffer für sich. Doch dann kam Enrico Garmendia mit einem rechten Aufwärtshaken zum Kinn durch, der den US-Schwergewichtler ganz schön durchrüttelte. Später traf der Deutsche wieder mit seinem rechten Aufwärtshaken, so dass sein 31-jähriger Konkurrent erneut Probleme hatte. In der zweiten Runde bekam Gavern den Kampf mit rechten Haken zum Körper besser in den Griff. Doch sein Widersacher aus Berlin überraschte ihn erneut mit einem Aufwärtshaken zum Kinn. Doch der Amerikaner kam kurz danach ebenfalls mit einem harten rechten Haken zum Kopf durch. Im dritten Durchgang überraschte der deutsche Schwergewichtler den Gegner wieder mit einer Rechten. Doch der US-Fighter hielt diesmal gleich mit schnellen Hakenserien dagegen. Garmendia ging in der Folge nach einer Rechten zu Boden und musste angezählt werden. Nach mehreren linken Haken zum Körper musste er an den Ringseilen wenig später erneut in den Ringstaub. Doch der 30-jährige Garmendia meldete sich noch einmal mit harten rechten Händen zurück. Wenig später schickte ihn eine Rechte des Amerikaners allerdings noch einmal zu Boden, so dass Ringrichter Ingo Barrabas den Kampf nach zwei Minuten und 56 Sekunden folgerichtig abbrach und die Entscheidung gefallen war.
Offizielles Urteil: Sieger Gavern durch technischen K.o. in der dritten Runde

2. Kampf: Roman Vanicky (Tschechien) vs. Artur Hein (Deutschland)

Sechster Sieg im sechsten Profifight für Artur Hein: Der 23-Jährige ging in dem auf sechs Runden angesetzten Fight gegen Roman Vanicky von der ersten Sekunde an offensiv zu Werke. Mit seiner Führhand bereitete er seine Angriffsaktionen geduldig vor, um dann meist mit der Rechten für harte Treffer zu sorgen. Zwischenzeitlich stürmte sein Kontrahent zwar mehrmals mit wilden Angriffen nach vorne, doch der Schützling von Trainer Manfred Wolke wich in solchen Situationen immer wieder geschickt aus. Noch im ersten Durchgang traf Hein den Gegner mit einer Linken an der Schläfe, so dass dieser kurz angeschlagen wirkte und angezählt werden musste. Hein setzte mit einer Serie von Körperhaken nach, so dass sein Kontrahent aus Tschechien Probleme hatte, die Runde zu überstehen. Im zweiten Durchgang drängte der in Frankfurt (Oder) trainierende Halbschwergewichtler weiter nach vorne. Ein harter rechter Haken zum Kopf stellte Vanicky erneut vor Probleme. Danach waren es wieder die linken und rechten Körperhaken, die dem 34-jährigen Konkurrenten Probleme bereiteten. Auch ab der dritten Runde blieb Artur Hein weiter deutlich überlegen. Immer wieder brachte er seine Hände ins Ziel. Dabei zeigte sein Gegner mehrfach großartige Nehmerqualitäten, so dass Hein ihn nicht vorzeitig besiegen konnte. Somit lag der Wolke-Schützling am Ende einstimmig nach Punkten vorne.
Offizielles Urteil: Sieger Hein (einstimmig) nach Punkten

3. Kampf: Robert Blazo (Slowakei) vs. Nick Klappert (Deutschland)

Nick Klappert versuchte gegen Robert Blazo von der ersten Sekunde an zu zeigen, wer Herr im Ring ist. Doch so einfach machte es ihm sein 23-jähriger Kontrahent nicht. Mit der linken Führhand bereitete der Deutsche seine Aktionen vor und kam zu ersten Treffern. Gegen den zeitweise wild anstürmenden Blazo stand er in der Deckung sicher. Deshalb verbuchte der Rechtsausleger aus der Slowakei auch kaum gute Aktionen für sich. In der zweiten Runde kam der Halb-Mittelgewichtler aus Malacky einmal mit der Linken zum Kopf des Gegners durch. Ansonsten war es zunächst Nick Klappert, der das Geschehen im Ring bestimmte und seinen Kontrahenten am Ende des Durchgangs mit schnellen Händen an den Ringseilen festnagelte. Nachdem der dritte Durchgang recht ausgeglichen verlief, sorgte Klappert in der vierten Runde wieder für größeren Druck. Doch auch Blazo hielt immer mal wieder mit rechten Haken und Schwingern gefährlich dagegen. Ab dem fünften Durchgang verbuchte der 25-jährige Klappert weiterhin leichte Vorteile für sich, doch das Geschehen im Ring wirkte dennoch nicht einseitig. In der siebten Runde drehte der Konkurrent aus der Slowakei noch einmal auf, war sehr aktiv. Doch seine Hände verpufften häufig an der Deckung von Klappert, der bei seinen eigenen Attacken effektiver war. Im Schlussdurchgang zeigte der Deutsche mehrfach, dass er einigen Dampf in den Fäusten hat. Am Ende der acht Durchgänge lag der Schützling von Trainer Otto Ramin somit eindeutig nach Punkten vorne.
Offizielles Urteil: Sieger Klappert (einstimmig) nach Punkten

4. Kampf: Amar Amari (Algerien) vs. Dominik Britsch (Deutschland)

Starke Leistung von Dominik Britsch! Der Deutsche riss den Kampf gegen Amar Amari gleich an sich. Mit der Führhand drängte er den Algerier erstmals in die Ringecke zurück, um seine Hände ins Ziel zu bringen. Auch danach sorgte der Deutsche für Druck. Mit linken Haken attackierte er den Körper des in Paris lebenden Widersachers. Am Ende des ersten Durchgangs kam Amari einmal mit einer Rechten zum Kopf des Wegner-Schützlings durch. Doch auch in der Folge blieb der 21-jährige Mittelgewichtler, der in Neckarsulm aufwuchs, überlegen. In der zweiten Runde wurde Britsch variabler, deckte den Gegner mehrfach mit schnellen Händen ein. Amari versuchte, im dritten Durchgang etwas kräftiger dagegen zu halten, doch sein Kontrahent wich immer wieder geschickt aus und agierte sehr kontrolliert mit seinen Führ- und Schlaghänden. In der vierten Runde wurde Amari zunächst noch offensiver. Aber Britsch geriet kaum unter Druck, da er sich geschickt bewegte. Im fünften Durchgang kam der Algerier zweimal mit seinem rechten Schwinger zum Kopf durch, doch Dominik Britsch drehte am Ende der Runde noch einmal kräftig mit schnellen Schlagkombinationen auf. Im sechsten Durchgang wurde Britsch noch dominierender. Amari, inzwischen schwer gezeichnet, geriet an den Ringseilen kräftig unter Druck. In der Schlussphase des auf acht Runden angesetzten Fights sorgte der Deutsche weiter mit schnellen Händen für Gefahr, so dass er schließlich mit 78:73, 80:73 und 80:72 auf den Wertungszetteln der Punktrichter vorne lag.
Offizielles Urteil: Sieger Britsch (einstimmig) nach Punkten

6. Kampf: Nikola Vujasinovic (Schweiz) vs. Robert Helenius (Schweden)

Zu Beginn überzeugten Nikola Vujasinovic und Robert Helenius in ihrem auf vier Runden angesetzten Kampf durch ein hohes Tempo. Der an Reichweite überlegene Helenius, der einen finnischen und einen schwedischen Pass besitzt, bereitete seine Aktionen mit der Führhand ordentlich vor, um dann mit rechten Händen zum Kopf und auf den Körper zu Treffern zu kommen. Der Schweizer Vujasinovic versuchte hingegen, die Distanz zum Gegner zu überbrücken und in der Halbdistanz gute Aktionen für sich zu verbuchen. Im zweiten Durchgang dominierte Helenius das Geschehen im Ring mit seiner Führhand allerdings deutlich. Sein Kontrahent blieb jedoch mit Einzelaktionen gefährlich und drängte den Widersacher häufiger zurück. Doch Helenius wirkte souverän und kam zweimal gefährlich mit der Linken zum Kopf durch. Im dritten Durchgang erboxte sich der von Ulli Wegner trainierte Kämpfer deutliche Vorteile. Zum Ende der Runde überraschte ihn Vujasinovic aber mit einer Linken. Im Schlussdurchgang wurde der Schwergewichtler aus Luzern noch einmal aggressiver. Doch die Bemühungen des 28-Jährigen reichten nicht aus, um das Blatt vielleicht doch noch zu wenden. So lag der 24-jährige Robert Helenius am Ende mit 40:37, 39:37 und 40:36 einstimmig nach Punkten vorne.
Offizielles Urteil: Sieger Helenius (einstimmig) nach Punkten