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Montag, 2009-05-18

Schwere Zeiten für Miranda

Miranda: vierte Niederlage im 36. Profifight (Foto: Photo Wende)

Nach Niederlage gegen Ward schlechte Perspektiven

Unvergessen ist der Kampf aus dem September 2006, als Edison Miranda in der "Schlacht von Wetzlar" gegen Arthur Abraham, der damals einen doppelten Kieferbruch erlitten hatte, unterlag. Auch ein Rematch verlor der Kolumbianer im Juni letzten Jahres. Am Samstag erhielten die Ambitionen des 28-Jährigen einen weiteren Dämpfer. Der "Pantera" unterlag in der Oracle Arena in Oakland, US-Bundesstaat Kalifornien, auch dem Olympiasieger aus dem Jahr 2004, Andrew Ward.

Im Kampf um den NABF- und NABO-Titel bestimmte Ward das Geschehen über weite Strecken deutlich. Auch eine Cutverletzung über dem linken Auge, die der Titelverteidiger bereits in der ersten Runde nach einem unabsichtlichen Kopfstoß hinnehmen musste, brachte den in San Francisco geborenen Super-Mittelgewichtler nicht aus dem Konzept. Mit seinen schnellen Händen und großer Beweglichkeit bot er Miranda kaum Chancen, sich durch seine Schlagkraft in Szene zu setzen.

Ab der dritten Runde agierte Ward vermehrt mit Körpertreffern. Darüber hinaus stellte er den Gegner mit präzisen Kontern mehrmals vor Probleme. Im fünften Durchgang rüttelte ein linker Aufwärtshaken den Konkurrenten durch. Der eindimensional agierende Miranda erhöhte zwar ab der sechsten Runde den Druck, doch ihm fehlte es an diesem Tag an der nötigen Durchschlagskraft. Ende des neunten Durchgangs legte Ward mit seinen Schlagkombinationen wieder zu und glänzte mit Treffern.

Auch in den letzten Runden ließ sich der US-Fighter das Zepter nicht mehr aus der Hand nehmen. Zwar schien Miranda in den drei Schlussminuten noch einmal alles zu versuchen, um das Blatt zu wenden - doch sein Widersacher gab ihm kaum Möglichkeiten, gefährliche Hände ins Ziel zu bringen. Somit lag Andrew Ward am Ende auf den Wertungszetteln der Punktrichter deutlich vorne: Das Urteil lautete 119:109, 119:109 und 116:112. Es war der 19. Sieg im 19. Profikampf für den Amerikaner.