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23.03.2017
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Pressekonferenz vor Zeuge-WM

Vor Weltmeisterschaft in Potsdam halten sich Hauptkämpfer zurück

Zeuge bleibt bescheiden

WBA-Weltmeister ist mit dem zufrieden, was er hat - auch nach WM-Sieg!

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Dienstag, 2009-04-07

Rematch Valuev vs. Chagaev

Valuev und Chagaev standen sich im April 2007 gegenüber (Foto: SE)

Weltverband WBA ordnet Purse Bid an

Der Russische Riese Nikolai Valuev darf sich freuen. Endlich rückt das von ihm lang ersehnte Rematch gegen Ruslan Chagaev näher. Die World Boxing Association rief jetzt die Purse Bid für den Kampf aus. Das bedeutet, wenn sich die Promoter der beiden Kontrahenten in den nächsten Tagen nicht über das Austragungsrecht des WM-Fights im Schwergewicht einigen, wird eine Versteigerung am 13. April im spanischen Vitoria darüber entscheiden, wer das Aufeinandertreffen veranstalten wird.

Zur Vorgeschichte: Nachdem Valuev den WBA-Titel im April 2007 in Stuttgart gegen Chagaev verloren hatte, erkämpfte er sich im Februar 2008 in Nürnberg in einem WM-Ausscheidungskampf mit einem klaren Sieg gegen den früheren WBO-Champion Sergey Liakhovich (Weißrussland) das Pflichtherausforderungsrecht des Usbeken. Chagaev ließ den Termin für das Rematch daraufhin verletzungsbedingt zweimal platzen - erst am 31. Mai, dann am 5. Juli 2008.

Anstatt Chagaev den WBA-Gürtel abzuerkennen, erklärte die WBA den Titel für vakant und führte den Usbeken danach als "Champion in Recess" ("Weltmeister im Wartestand"). Der Rechtsausleger bekam allerdings die Vorgabe, bei seiner Rückkehr in den Ring gegen den neuen WBA-Champion anzutreten. Das ist Nikolai Valuev, der sich den Titel im August 2008 durch einen Sieg gegen John Ruiz erkämpfte und den WBA-Gürtel im Dezember in Zürich gegen Evander Holyfield verteidigte.

Am 7. Februar 2009 kehrte Ruslan Chagaev dann nach überstandener Achillessehnenverletzung in den Ring zurück - aber nicht gegen Valuev! Der "Champion in Recess" bezwang in Rostock Carl Davis Drumond aus Costa Rica. Um die Konfusion danach nicht noch größer werden zu lassen, hatte das Sauerland-Team bei der WBA einen Antrag gestellt, durch den Nikolai Valuev auf eine zuvor zugesicherte freiwillige Titelverteidigung verzichten würde, wenn er dafür sofort gegen Chagaev antreten kann. 

"Der Vorschlag war im Interesse aller. Außerdem will Valuev die einzige Niederlage seiner Karriere endlich vergessen machen", sagt Sauerland Event-Geschäftsführer Chris Meyer. Und Manager Wilfried Sauerland ergänzt: "Niko bat darum, den ersten Kampf in diesem Jahr gegen Chagaev zu bestreiten. Ich war sehr glücklich über diesen Wunsch, denn damit könnte er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Er hat die Möglichkeit, für seine bisher einzige Niederlage Revanche zu nehmen und kann gleichzeitig bei der WBA wieder für klare Verhältnisse im Schwergewicht sorgen."