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Mittwoch, 2009-04-29

Frenkel selbstbewusst

Alexander Frenkel strotzt vor Selbstbewusstsein (Foto: SE)

"Dieser Fight wird nicht über die Distanz gehen"

16 Siege aus 16 Profikämpfen - die Bilanz von Alexander Frenkel ist ebenso makellos wie beeindruckend. Zwölf seiner Kontrahenten erlebten nicht einmal das Ende der letzten Runde. Das zeigt, welche Härte und Genauigkeit in den Aktionen des Cruisergewichtlers steckt. Als nächstes könnte das am 9. Mai dem Ungarn Balint Turgonyi (30) zum Verhängnis werden, der im Rahmen der Cruisergewichts-EM zwischen Marco Huck und Vitaliy Rusal in der JAKO Arena in Bamberg gegen den 24-jährigen Frenkel antritt.

Nachdem der in Würzburg aufgewachsene Kämpfer im Mai 2008 in Bayreuth die IBF-Junioren-WM gewonnen hatte, warf ihn eine langwierige Handverletzung zurück. Erst am 4. April dieses Jahres stand er in Düsseldorf wieder im Ring. Doch das Ergebnis war so, wie schon oft zuvor: Frenkel schickte den Südafrikaner Ruben Groenewald mit einem linken Haken an die Kinnspitze in der fünften Runde zum zweiten Mal zu Boden. Wenig später, nachdem der Kampf noch einmal frei gegeben worden war, brach der Ringrichter das inzwischen ungleiche Duell ab.

"Wieder im Ring zu stehen, das war für mich, wie nach einer langen Reise wieder nach Hause zurückzukehren. Ich hatte mich sehr auf diesen Tag gefreut und habe mich sehr wohl in meiner Haut gefühlt. Ich war auch nicht nervös. Und der Kampf lief genau, wie ich mir das vorher vorgestellt hatte. Lediglich, dass es so schnell vorbei war, hat mir nicht so gut gefallen. Denn nach der langen Pause hätte ich gerne noch ein bisschen länger geboxt", erinnert sich Alexander Frenkel an den 4. April.

Auch zu seinem nächsten Einsatz am 9. Mai in der JAKO Arena hat er eine klare Einschätzung. "Zwar hat Balint Turgonyi bisher in neun Profikämpfen neunmal gewonnen, doch er hat noch nie gegen einen so guten Mann geboxt, wie ich es bin. Ich werde mir zunächst im Ring ansehen, wie er agiert und ihm danach deutlich seine Fehler aufzeigen. Das wird definitiv seine erste Niederlage werden", strotzt Frenkel vor Selbstbewusstsein und kündigt an: "Dieser Fight wird nicht über die Distanz gehen."

Alexander Frenkel hat klare Vorstellungen vom Leben. Zwar wäre der Berufswunsch seiner Eltern wohl anders ausgefallen, doch nachdem er sehr früh den Kampfsport für sich entdeckt hatte, stand sein Entschluss fest. "Ich wollte eigentlich schon immer Boxer werden. Mit sieben Jahren ging ich erstmals zum Training. Als ich dann mit zehn aus der Ukraine nach Deutschland kam, ging das nahtlos weiter", erinnert er sich. Danach kämpfte er für die Würzburger Kickers, den CSC Frankfurt, Ringfrei Mülheim und den 1.FC Nürnberg, ehe er 2006 ins Profilager wechselte.

Außerhalb des Rings ist er darauf bedacht, etwas für seine Bildung zu tun. "Wenn die Zeit es zukünftig erlaubt, möchte ich nachträglich noch meine Schulbildung aufbessern. Abendschule, Privatunterricht und vielleicht später ein Fernstudium. So in etwa stelle ich mir das vor", sagt er zielstrebig. Doch die wichtigste Sache bleibt für ihn, es mit dem Boxen ganz weit zu bringen. Dass er das Zeug dazu hat, will er am 9. Mai erneut unter Beweis stellen. "Und ich hoffe, dass mich dabei in Bamberg wieder viele Zuschauer unterstützen werden", so Frenkel.

Tickets für die Boxgala in der JAKO Arena sind über die telefonische Hotline 01805 / 10 14 14 (€ 0,14/min.) und im Internet bei www.ticketcorner.com erhältlich.