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Samstag, 2009-05-16

Botha schlägt Hoffmann

Timo Hoffmann kassierte eine weitere Niederlage (Foto: SE)

Bittere Niederlage für den Deutschen

Timo Hoffmann scheitert an Francois Botha: Der deutsche Schwergewichtler unterlag am Samstagabend vor 5.000 Zuschauern in der Magdeburger Bördelandhalle dem inzwischen 40-jährigen Champion der international recht unbedeutenden WBF (World Boxing Foundation) über zwölf Runden nach Punkten (110:117, 113:114 und 114:113). Damit musste der Schützling von Trainer Dirk Dzemski die siebte Niederlage im 46. Profikampf hinnehmen. 

In der Anfangsphase sah es nicht nach einem Misserfolg für den in Eisleben geborenen Schwergewichtler aus. Der 34-Jährige ergriff von der Ringmitte aus die Initiative. Gegen den in die Jahre gekommenen Südafrikaner fand der Deutsche in den ersten drei Runden immer wieder Deckungslücken, die er mit seiner rechten Geraden einige Male wirkungsvoll nutzte. Aus der Distanz heraus bereitete er seine Aktionen dabei geduldig vor, um immer wieder zu Treffern zu kommen.  

Doch ab dem vierten Durchgang wendete sich das Blatt. Hoffmann verlor seine Linie und wohl auch das Distanzgefühl. Darüber hinaus wurde sein Gegner vor allem mit der Rechten, die er jetzt auch als Seit- und Aufwärtshaken schlug, etwas variabler. Vor allem war es jedoch der rechte Cross des WBF-Titelträgers, der dem Herausforderer Mühe bereitete. Gleich mehrfach schlug dieser im Laufe des Aufeinandertreffens über die linke Hand des Konkurrenten hinweg am Kopf ein.   

Timo Hoffmann war nicht mehr in der Lage, seine Reichweitenvorteile effektiv zu nutzen. Das Geschehen im Ring wurde ab der sechsten Runde zerfahrener, beide Widersacher versuchten häufig, zu halten. Da der Fight bis zum zehnten Durchgang recht ausgeglichen verlief, hoffte man im Lager des Deutschen vielleicht auf die besseren Kraftreserven. Doch genau das Gegenteil trat ein. Nachdem Francois Botha mehrmals mit seiner Rechten zum Kopf des Gegners durchgekommen war, ging Hoffmann am Ende der elften Runde zu Boden. 

Zwar rettete er sich in die Pause zum zwölften Durchgang, doch auch danach stand er am Rande einer K.o.-Niederlage. Botha verbuchte einen weiteren Niederschlag für sich. Sein Konkurrent hatte danach Mühe, sich auf den Beinen zu halten. Obwohl er die Schlussphase überstand, reichte es nicht mehr zu einem Sieg - zwei von drei Punktrichtern sahen Francois Botha nach zwölf Runden vorne. Damit verbesserte der Südafrikaner seine Bilanz als Berufsboxer auf 47 Siege und zwei Unentschieden aus 54 Fights.