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23.03.2017
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Pressekonferenz vor Zeuge-WM

Vor Weltmeisterschaft in Potsdam halten sich Hauptkämpfer zurück

Zeuge bleibt bescheiden

WBA-Weltmeister ist mit dem zufrieden, was er hat - auch nach WM-Sieg!

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Montag, 2009-05-11

Bamberg - der Bericht

Marco Huck gewann gegen Vitaliy Rusal (Foto: SE)

Insgesamt acht Kämpfe in der JAKO Arena

Acht interessante Kampfpaarungen am Samstag in der JAKO Arena in Bamberg! Dabei sorgte Marco Huck, der Europameister im Cruisergewicht, am Ende des Abends mit seinem spektakulären Sieg gegen Vitaliy Rusal für ein echtes Highlight. Erfolgreich war auch Alexander Abraham, der seinen "Osteuropatitel" gegen Magomed Abdurakhmanov verteidigter. Es folgen Berichte der weiteren Kämpfe… 

1. Kampf: Titusz Szabo (Ungarn) vs. Sebastian Sonntag (Deutschland) 

Im ersten Kampf des Abends standen sich in der JAKO Arena der 23-jährige Schweriner Sebastian Sonntag und der Ungar Titusz Szabo gegenüber. Dabei wollte sich der Deutsche mit einer guten Leistung für weitere Einsätze im Sauerland-Team empfehlen. Der von Trainer Karsten Röwer betreute Berufsboxer agierte in dem auf vier Runden angesetzten Halbschwergewichtsfight über weite Strecken überlegen. Vor allem mit seinen Links-Rechts-Kombinationen sorgte er gegen den 34-jährigen Kontrahenten aus Debrecen immer wieder für klare Treffer. Am Ende lag Sonntag auf den Wertungszetteln der Punktrichter deutlich vorne: Franco Ciminale, Anssi Perajoki und Rainer Schwarz sahen jeweils ein 40:36 für den Deutschen. Damit feierte dieser seinen siebten Sieg im siebten Profikampf. 

Offizielles Urteil: Sieger Sonntag (einstimmig) nach Punkten

2. Kampf: Ozcan Cetinkaya (Deutschland) vs. Robert Helenius (Finnland) 

Gespannt durfte man auch auf den Schwergewichtskampf zwischen dem Finnen Robert Helenius und dem in Kassel lebenden Ozcan Cetinkaya (31) sein. Dabei zeigte der 25-jährige Skandinavier einmal mehr eine überzeugende Leistung. "The Nordic Nightmare" schickte Cetinkaya bereits in der ersten Runde mit einem krachenden rechten Aufwärtshaken in den Ringstaub und landete zudem harte Körpertreffer. Im zweiten Durchgang fiel dann die Entscheidung zu Gunsten des Finnen: Nach dem zweiten Niederschlag, einer harten Rechten zum Kopf, brach Ringrichter Anssi Perajoki das einseitige Gefecht nach einer Minute und 36 Sekunden ab. Damit verbuchte Helenius im siebten Kampf als Berufsboxer den siebten Erfolg für sich. Zum dritten Mal gewann er vorzeitig. 

Offizielles Urteil: Sieger Helenius durch technischen K.o. in der zweiten Runde

3. Kampf: Enrico Garmendia (Deutschland) vs. Edmund Gerber (Deutschland) 

Seinen sechsten Sieg im sechsten Profikampf verzeichnete in Bamberg Schwergewichtler Edmund Gerber für sich. Der 20-Jährige setzte sich in einem auf vier Runden angesetzten Fight mit einem technischen K.o.-Erfolg gegen den Berliner Enrico Garmendia durch. Dabei hatte der Schützling von Coach Karsten Röwer nur wenig Mühe. Im zweiten Durchgang brachte Gerber seinen Konkurrenten bereits ins Wanken. In der dritten Runde führte er dann das vorzeitige Ende herbei: Zunächst musste Garmendia nach einer harten Rechten zum Kopf in den Seilen hängend vom Ringrichter Franco Ciminale angezählt werden, dann gab ihm eine weitere Schlagkombination in der Ecke des Seilgevierts den Rest. Der 31-jährige Hauptstädter ging zu Boden, so dass der Referee den Kampf kurz danach abbrach.

Offizielles Urteil: Sieger Gerber durch technischen K.o. in der dritten Runde

 

4. Kampf: Evariste Kabongo (Kongo) vs. Dominik Britsch (Deutschland)

Auch der IBF-Junioren-Weltmeister im Mittelgewicht Dominik Britsch baute seine Siegesserie (jetzt 14-0) aus. In einem auf acht Runden angesetzten Fight traf der 21-Jährige auf Evariste Kabongo (Kongo). Gleich in der ersten Runde brachte der Neckarsulmer zahlreiche Hände ins Ziel. Sein 25-jähriger Konkurrent war hingegen nur selten in der Lage, mit eigenen Angriffen zu glänzen. Im dritten Durchgang sorgte eine seiner Aktionen jedoch für Aufregung: Britsch ging zu Boden, doch der Ringrichter wertete die Situation als Stolperer. Am Gesamtbild änderte sich dadurch somit nichts. Britsch dominierte weiter mit Kopf- und Körpertreffern. Jubel gab es dann in der Schlussphase des Fights. Denn die Aktionen des jungen Mittelgewichtlers wurden immer effektiver. In Runde acht schlug auch endlich der von Trainer Ulli Wegner geforderte Aufwärtshaken ein, so dass Dominik Britsch am Ende als klarer Punktsieger (80:72, 80:73 und 79:73) feststand. 

Offizielles Urteil: Sieger Britsch (einstimmig) nach Punkten

 

5. Kampf: Balint Turgonyi (Ungarn) vs. Alexander Frenkel (Deutschland) 

Bereits im Vorfeld des Kampfes hatte Alexander Frenkel einen vorzeitigen Erfolg gegen Balint Turgonyi angekündigt. Und der in Würzburg aufgewachsene Cruisergewichtler sollte Recht behalten. Gegen den in der Deckung sehr geschlossen agierenden Kontrahenten aus Ungarn bestimmte Frenkel den Fight mit seiner Führhand zunächst deutlich. In der zweiten Runde wurden die Aktionen des Schützlings von Trainer Ulli Wegner variabler. Der 24-Jährige sorgte vor allem mit seinen linken Seithaken zum Kopf und rechten Händen zum Körper für Gefahr. Zwar musste er im dritten Durchgang nach einem Schupser des Gegners kurz in den Ringstaub, doch dadurch ließ sich Frenkel nicht aus dem Konzept bringen. Obwohl Turgonyi auch einige Treffer für sich verbuchte und in der sechsten Runde aktiver wurde, brachte sein Konkurrent mit einem linken Konter zum Kinn und zwei rechten Geraden zum Kopf die deutlich besseren Aktionen ins Ziel. Im siebten Durchgang sorgte der Wegner-Schützling schließlich für die Entscheidung: Mit einer Linken zur Schläfe brachte er den Ungarn erstmals richtig zum Wackeln. Alexander Frenkel erkannte die sich bietende Chance sofort und setzte vehement mit harten Treffern nach, bis der Ringrichter eingriff und den Kampf nach zwei Minuten und 23 Sekunden zu seinen Gunsten abbrach. 

Offizielles Urteil: Sieger Frenkel durch technischen K.o. in der siebten Runde

 

7. Kampf: Aaron Williams (USA) vs. Yoan Pablo Hernandez (Kuba) 

Einen weiteren Schritt in die obersten Gefilde der Weltranglisten dürfte am Samstag Yoan Pablo Hernandez gemacht haben. Im Kampf gegen den zuvor stark eingeschätzten Aaron Williams übte der Kubaner, der bei allen bedeutenden Boxweltverbänden in den Top-15 geführt wird, von der Ringmitte aus ständig Druck auf den Gegner aus. Zwar agierte sein Kontrahent in der Rückwärtsbewegung sehr beweglich, doch eigene, überfallartige Angriffe blieben eher die Seltenheit. Geschickt engte Hernandez immer wieder die Wege des Amerikaners ein. Ab der dritten Runde wurden die Hände des 24-jährigen Wegner-Schützlings effektiver. Offenbar hatte der Rechtsausleger jetzt endgültig das richtige Distanzgefühl gefunden. Im vierten Durchgang schlugen an den Ringseilen weitere harte Treffer des Kubaners beim Widersacher sein. Doch auch Williams sorgte mit einem rechten Kopfhaken für eine gefährliche Aktion. In der Folge war es aber weiterhin Yoan Pablo Hernandez, der das Geschehen im Ring mit seinen rechten Führhänden und der linken Schlaghand dominierte. Zwar versuchte sein 23-jähriger Konkurrent in der achten Runde, aktiver zu werden. Doch die Angriffsbemühungen von Williams blieben ohne Wirkung, so dass Hernandez am Ende mit 79:76, 80:72 und 78:74 vorne lag. 

Offizielles Urteil: Sieger Hernandez (einstimmig) nach Punkten 

Fotos: SE