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Freitag, 2006-10-27

Valuev und die 7 Zwerge

Nikolai Valuev bei der Filmpremiere in Hamburg

Nikolai Valuev ist unter die Schauspieler gegangen. Im zweiten Teil des deutschen Blockbusters "7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug" hat der Schwergewichtschampion einen so genannten Cameo-Auftritt – die kleine Rolle eines Prominenten. Und damit befindet sich Valuev in bester Gesellschaft.


Nikolai Valuev und Otto Waalkes © action press

Kult-Comedian Otto Waalkes, der Chef der Zwergenbande, konnte neben dem Russischen Riesen auch Stars wie Udo Lindenberg, Oliver Pocher, Axel Stein und Olli Dittrich für Kurzauftritte gewinnen.
Bei der Filmpremiere gestern Abend im Hamburger Cinemaxx war die gesamte Prominenz versammelt. Und der Champion musste viele Hände schütteln – alle wollten ihm nachträglich zu seiner Titelverteidigung am 7. Oktober in Chicago gegen Monte Barrett gratulieren.
"Ich bin ein großer Fan", schwärmte zum Beispiel Norbert Heisterkamp, mit stattlichen zwei Metern der größte "Zwerg". "Ich sehe jeden Kampf von Nikolai. Und seit wir uns von den Dreharbeiten kennen, ist das natürlich noch spannender für mich."
Axel Neumann, der in der Rolle des bösen Rumpelstielzchens brilliert, lernte den Weltmeister erst gestern kennen, weil bei den Dreharbeiten für Valuevs Szene im letzten Jahr nur die sieben Zwerge dabei waren. "Ich bin begeistert von seiner Ausstrahlung", schwärmte der Schauspieler. "Und wie er seinen Part im Film gespielt hat war absolut beeindruckend. Souverän und cool, das war der ideale Gegenpart zu den Zwergen."


Nikolai Valuev © action press

Nach dem Get-together und vor der Premiere lag der berühmte Rote Teppich, der in Wirklichkeit moosgrün war und von Kameraleuten und Fotografen umlagert wurde. Valuev gab geduldig ein Interview nach dem anderen und posierte für die Yellow Press.
Während der Premierenvorstellung saß der Russische Riese neben Nina Hagen, die die böse Hexe spielt, und deren Tochter Cosma Shiva (Schneewittchen).
"Ein sehr lustiger Film", befand der Champion danach, "vor allem für Kinder. Ich muss aber zugeben, dass ich nicht alles verstanden habe." Das indes ist bei Schnellsprecher Otto Waalkes oder den komplizierten Wortspielen Olli Dittrichs (Pinocchio) kein Wunder.
Der Abend endete auf der großen Premierenfeier in der Hamburger Speicherstadt, wo Valuev bis nach Mitternacht geduldig Foto- und Autogrammwünsche erfüllte. "Es hat großen Spaß gemacht, im Film mitzuspielen und bei der Premiere dabei zu sein", sagte der Champion. "Jetzt fliege ich zurück nach Russland und freue mich auf meine Familie."
Ein Bericht über den Weltmeister bei der Filmpremiere läuft heute Nachmittag im ARD-Boulevardmagazin "Brisant".

Filmkritik (Schwäbische Zeitung online):
«Das Böse, das jeder kennt und dessen Namen dennoch niemand nennt» hat es in dem Kinospaß auf Schneewittchens Kind abgesehen. «Der Wald ist nicht genug» heißt die Fortsetzung der Märchenparodie, mit der Regisseur Sven Unterwaldt 2004 ein kleines Kinowunder landete. Wieder vereint er die erste Reihe der deutschen Comedy-Szene und das Mutter-Tochter-Duo Nina und Cosma Shiva Hagen.


Nikolai Valuev mit Ralf Schmitz

Mit von den Partie sind wie im ersten Teil auch Mirco Nontschew als Tschakko und Ralf Schmitz als Sunny sowie Hans Werner Olm als Spliss. Einiges ist passiert, seit «Männer allein im Wald» mehr als sechs Millionen Menschen in die Kinos lockte. So hat das herrlich unbedarfte Schneewittchen (Cosma Shiva Hagen) einen kleinen Jungen geboren und ist inzwischen allein erziehende Mutter. Nina Hagen als Schneewittchens böse Widersacherin von einst lebt nun als schauderhaft schöne Hexe mit Reibeisenstimme in einem Knusperhäuschen im Exil.
Die Zwerge haben längst den Wald verlassen, um ihr Glück in der Stadt zu suchen. Und alles ist in bester Ordnung, bis der eitle Spliss - Schneewittchens feiger Ratgeber bei Hofe - im Wald das Rumpelstilzchen (Axel Neumann) trifft. Für goldene und volle Haarpracht verspricht der fast Glatzköpfige dem Rumpelstilzchen Schneewittchens Kind. Die entsetzte Mutter kann den Deal noch so verändern, dass sie 48 Stunden Zeit hat, den Namen des Ungetüms herauszufinden und so das Kind zu retten. Sie holt sich Zwergenhilfe. Obschon Bubi den Namen bereits kennt, aber nie ausreden darf, finden sich die Zwerge wieder zusammen und suchen nach dem Namen.
Kinder waren bei den ersten Voraufführungen des neuen Abenteuers wie aus dem Häuschen, sangen den Zwergen-Song und sprangen immer wieder von den Sitzen. Die Handlung wirkt diesmal echter, der Look erinnert an die alten tschechischen und sowjetischen Märchenfilme. Die Szenen spielen im realen Harzer Wald, im Fachwerkambiente von Goslar, Wernigerode und Quedlinburg. Die Suche führt die Zwergenbande durch einen Spiegel auch in die Welt von heute, nach Hamburg, wo die Zipfelmänner erst mit dem Ampelsystem, dann mit dem Gesetz Probleme haben und im Gefängnis landen. Ohne es zu wissen, begegnen sie dem wandlungsfähigen Rumpelstilzchen mal als Udo Lindenberg, mal als böser Würstchenverkäufer und kommen stets knapp mit dem Leben davon.
Das alles ist in 90 Minuten fast ohne Leerlauf untergebracht. Neben einigen rundum gelungenen Szenen und den stets jugendfreien Sketchen gibt es aber eben auch jede Menge platter Blödelei. Auch wenn die Macher nach eigenem Bekunden damit keine Kinogeschichte schreiben wollen, sie haben das längst getan: mit einer Kultstory (Drehbuch: Bernd Eilert, Waalkes und Unterwaldt), die erneut einen Ansturm von Fans erleben dürfte.


Niko und der "böse" Apfel © action press

www.7zwerge-derfilm.de/