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Donnerstag, 2006-11-30

Trabant bei Sauerland

Michel Trabant trainiert bei Ulli Wegner

Wenn man doch das Rad der Zeit zurückdrehen könnte. Nichts bereut Michel Trabant mehr als den "größten Fehler" seines Lebens - die Einnahme von verbotenen Substanzen vor dem Kampf gegen Marco Cattikas im Mai dieses Jahres. Knapp ein halbes Jahr später wagt er nun beim Sauerland-Boxstall ein Comeback. "Ich bereue das alles wirklich schrecklich und wünschte, ich könnte es ungeschehen machen", entschuldigt sich der Weltergewichtler, "aber ich habe aus meinem Fehler gelernt. Ich bin sehr glücklich, bei Sauerland eine zweite Chance zu bekommen."

Michel Trabant

Bei dem Berliner Boxstall freut man sich auf die Zusammenarbeit mit dem 28-Jährigen. Geschäftsführer Chris Meyer: "Michel hat in den Gesprächen, die wir hatten, einen sehr vernünftigen Eindruck gemacht. Wir glauben, dass er aus seinem Fehler gelernt und eine zweite Chance verdient hat."
Mit einem neuen Trainer und in einem neuen Umfeld will sich Trabant nun rehabilitieren. Ab sofort wird Ulli Wegner den ehemaligen Universum-Boxer unter seine Fittiche nehmen. "Ich halte das für einen sehr guten Schritt, den Stall gewechselt zu haben. Das ist eine neue Motivation - es krempelt mein Leben komplett um. Und Ulli Wegner hat mit seinen Erfolgen bewiesen, dass er ein ganz großer Trainer ist."

Ulli Wegner hat einen neuen Schützling

Die letzten Wochen und Monate seien für Trabant die schlimmsten in seinem Leben gewesen. Nach Bekanntwerden der positiven Probe und der damit verbundenen Sperre vom Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) fiel er erst einmal in ein Loch. "Ich hatte einen kleinen Durchhänger. Das war wirklich keine schöne Zeit. Umso glücklicher bin ich jetzt, noch einmal angreifen zu können."
Beim BDB habe er ein Gnadengesuch eingereicht, die einjährige Sperre, die noch bis Mai gilt, aufzuheben. "In den zwölf Jahren, in denen ich als Profi boxe, habe ich mir nie etwas zu schulden kommen lassen," so Trabant. "Das soll wirklich keine Entschuldigung sein. Dass das nicht richtig war, ist unbestritten. Aber jeder verdient eine zweite Chance."
So hofft der gebürtige Berliner, in ferner Zukunft noch einmal um einen internationalen Titel boxen zu können. Den größten Erfolg seiner Karriere feierte er im April 2002, als er gegen Christian Bladt die Europameisterschaft gewann. Am 13. September 2003 war die WBA-Weltmeisterschaft zum Greifen nahe, doch Trabant unterlag in seiner Heimatstadt dem Amerikaner Jose Antonio Rivera nach Punkten. Die zweite
- und bis dato letzte - Niederlage in seiner Karriere setzte es knapp ein Jahr später im Kampf um die Europameisterschaft gegen Frederic Klose (Split Decision). Dem gegenüber stehen 42 Siege (19 KOs).