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Montag, 2006-12-11

Sylvester in Rostock

Die Revanche in Rostock - Sylvester gegen Asikainen - Europameisterschaft im Mittelgewicht

Am 3. März ist es endlich so weit. Dann hat für Sebastian Sylvester das Warten ein Ende. Bei der internationalen Profiboxgala in der Stadthalle Rostock bekommt er den Finnen Amin Asikainen zum zweiten Mal vor die Fäuste.
Das letzte Aufeinandertreffen Anfang Juni endete für den Greifswalder (23-2, 10 KOs) gleichermaßen überraschend wie enttäuschend. In Hannover verlor der "Hurrikan" seinen Europameisterschaftsgürtel durch TKO in der achten Runde. Seither kennt Sylvester im Training nur eine Motivation: "Er brennt auf die Revanche gegen Asikainen", weiß Manager Winfried Spiering. "Er ist ganz heiß und braucht den Rückkampf zur persönlichen Genugtuung." Doch Vorsicht – der Finne ist ein ganz harter Brocken. Alle seiner 19 Profikämpfe hat der 30-Jährige bisher gewonnen, 14 Mal siegte er dabei durch KO.
Für Sylvester geht es bei dem zweiten Duell binnen neun Monaten schon um alles. Eine weitere Niederlage wäre nicht nur ein herber psychologischer Schlag, sondern würde ihn in seiner boxerischen Entwicklung wohl Jahre zurückwerfen. Seit der Niederlage gegen Asikainen hat Sylvester keine Zeit verschwendet, an der Rückkehr in die Weltspitze zu arbeiten. Sieben Wochen später, Ende Juli, gewann er einen Aufbaukampf in Wien. Im September meldete er sich dann eindrucksvoll zurück. In Wetzlar besiegte der den Franzosen Franck Mezaache einstimmig nach Punkten und sicherte sich dadurch den vakanten WBA Intercontinental Gürtel. Am 16. Dezember trifft er in Kempten auf den Australier Peter Mitrevski Junior. "Für seine Rückkehr an die Weltspitze hat sich Sebastian alles andere als Fallobst ausgesucht", so Spiering zu dem starken Gegner aus "Down Under".
Das Rematch mit Asikainen soll ohnehin nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach oben sein. "Langfristig ist unser Ziel, Weltmeister zu werden", stellt Spiering unmissverständlich klar. "Und Sebastian hat das Zeug dazu."
Am 16. Juli 2005 holte sich der damals 25-Jährige mit einem klaren Punktsieg über Morrade Hakkar die Europameisterschaft, die er zwei Mal erfolgreich verteidigen konnte, bis Asikainen seine Pläne durchkreuzte. "Die Scharte will ich unbedingt auswetzen", so Sylvester, "die Niederlage will mir nicht aus dem Kopf. Ich kann es kaum erwarten, noch einmal gegen ihn in den Ring zu steigen".