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Donnerstag, 2006-11-09

Erholung:Hoffmann im Harz

In der Ruhe liegt die Kraft. Timo Hoffmann gönnt sich nach seinem grandiosen Erfolg über Cengiz Koc erst einmal zwei Wochen Pause, um sich von den Anstrengungen der vergangenen Wochen zu erholen. In Halle an der Saale genießt er das Leben und geht den Dingen nach, die in letzter Zeit "einfach zu kurz gekommen sind": lange Spaziergänge im Harz, Kino-Besuche oder gemütliche Abende mit Freunden. Ob am Flughafen, auf der Straße oder per Telefon - zuhauf haben ihn Glückwunsch aus dem ganzen Land erreicht.
"Ich bin sehr erleichtert", verrät die deutsche Eiche. "Der Sieg war wie eine Befreiung für mich. Am nächsten Morgen konnte ich es noch gar nicht so ganz glauben - ich war wie hypnotisiert." Wie es nun mit seiner Karriere weitergeht, weiß Hoffmann im Moment noch nicht. Es ist ihm derzeit aber auch ziemlich egal. "Ich habe noch keine konkreten Pläne. Beim Management habe ich mir erst einmal zwei Wochen Bedenkzeit erbeten, die ich auch brauche, um wieder ein bisschen runterzukommen. In zwei Wochen fange ich dann wieder mit dem Training an."
In einer Sache ist er sich aber sicher: Cengiz Koc sollte auf keinen Fall die Boxhandschuhe an den Nagel hängen. Das hat der 29-Jährige glücklicherweise auch gar nicht vor . "Warum denn aufhören, wenn man verloren hat", sagt Hoffmann. "Ich wünsche mir, dass er weitermacht. Er hat ja mit einer starken Leistung dazu beigetragen, dass es ein spektakulärer Kampf wird."
Ob der Punktsieg gegen seinen Stallkollegen nun der wichtigste Kampf seiner Karriere war, vermochte der 32-Jähirge nicht zu sagen. Sein Ziel sei es, wieder die Form von November 2000 zu erlangen, als er Vitali Klitschko nach Punkten unterlag. "Ich bin auf einem sehr guten Wege. Und ich habe einen Trainer, der genau so hungrig ist wie ich. Ihm kann ich 100 Prozent vertrauen." Uwe Schuster sei wahrlich ein ordentlicher "Schleifer".

Timo Hoffmann und Uwe Schuster.
Genau da sieht der Trainer auch seine Stärke. "Ich bin ein Motivationstyp, der die Leute mitreißen kann. Bei mir wird hart gearbeitet. Wir trainieren kurz, aber knackig und derb", so Schusters Credo, das perfekt zu seinem Erfolgsrezept passt: "Ich werfe einen Blick ins Buch und zwei ins Leben. Ich bin eher der Praktiker."

"Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben" - Uwe Schuster.