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Donnerstag, 2007-01-18

McCline im Profil

Es kommt nicht oft vor, dass Jameel McCline zu jemandem aufschauen muss. Doch am Samstag Abend trifft er auf einen Gegner, der seine imposanten Körpermaße (120 Kilogramm, 1.98 Meter) bei weitem übertrifft. Keine Frage, das Duell mit WBA-Weltmeister Nikolai Valuev ist ein Kampf der Giganten. "Ich erwarte eine epische Schlacht", prophezeit McCline. "Das ist natürlich keine leichte Aufgabe, aber mich kann nichts stoppen. Ich werde alles, was ich habe, dagegen setzen. Und ich habe eine Menge zu bieten."
Das haben die meisten seiner bisherigen Kontrahenten im Ring zu spüren bekommen. Seit Jahren mischt McCline in der absoluten Weltspitze mit und besiegte unter anderem auch den jetzigen WBO-Champion Shannon Briggs. Zweimal war er dem Box-Olymp schon ganz nah. Gegen Wladimir Klitschko und seinen guten Freund Chris Byrd kämpfte er um die WM. Beide Male stand er am Ende allerdings mit leeren Händen da. "Gegen Klitschko (TKO 10) war ich übertrainiert", ließ er später verlauten. Zwei Jahre später, 2004, schlug er Byrd in der zweiten Runde zu Boden, verlor aber dennoch knapp nach Punkten. "Damals ging mir einfach die Luft aus", so McCline. "Das wird mir aber nicht noch einmal passieren. Da könnt Ihr Euch sicher sein. Ich habe aus den Niederlagen gelernt."

Vor der letzten Chance: Jameel McCline.

Auf dem Weg nach oben musste auch "Big Time" einige Täler durchschreiten. Als er elf Monate nach der vergebenen zweiten WM-Chance im Oktober 2005 gegen den Journeyman Zuri Lawrence nach Punkten verlor, schien sein Karriereende besiegelt. Aber wo andere aufgegeben hätten, kam McCline eindrucksvoll zurück: Sechs Siege in Folge bescherten ihm einen dritten WM-Kampf. McCline: "Ich weiß, dass man normalerweise nicht so viele Chancen bekommt. Ich werde mein Bestes geben. Eine Niederlage kommt für mich nicht in Frage."
Seine Klasse hat McCline schon oft unter Beweis gestellt. Unvergessen etwa der TKO-Sieg über Michael Grant, den er gleich mit dem allerersten Punch nach nur wenigen Sekunden auf die Bretter schickte. Grant haute es im wahrsten Sinne des Wortes aus den Socken – er brach sich beim Sturz den Knöchel und konnte nicht weiterkämpfen. Dass der Kampf gegen Valuev einen anderen Verlauf nehmen wird, weiß auch McCline. "Ich habe sehr viel Respekt vor ihm. Seine Physis ist wirklich ungeheuerlich. Zudem schlägt er einen starken Jab. Doch ich komme in die Schweiz, um zu gewinnen."

Das Duell der Giganten.