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Sonntag, 2007-03-04

Der Bericht aus Rostock

Hoffmann und Povetkin mit starken Auftritten

Nicht nur Sebastian Sylvester und Alejandro Berrio wussten in Rostock voll und ganz zu überzeugen. Auch die Schwergewichtler Timo Hoffmann, Alexander Povetkin und René Dettweiler begeisterten mit couragierten Auftritten, die allesamt ein vorzeitiges Ende fanden.
Dabei machte Hoffmann da weiter, wo er gegen Cengiz Koc aufgehört hatte. Zielstrebig, schlagstark und kompromisslos räumte er Konstantin Onofrei aus dem Weg. Nach zwei schönen (und harten) Links-Rechts-Kombinationen ging der frühere Internationale Deutsche Meister nach 1:12 in der vierten Runde schwer getroffen zu Boden. "Ich hoffe, dass es jetzt weiter bergauf geht", freute sich Hoffmann hinterher. "Ich hoffe, dass ich noch dieses Jahr um einen Titel kämpfen kann."

Timo Hofmann und Konstantin Onofrei
Schon in den ersten beiden Runden war Hoffmann überlegen. Zum Beginn der dritten Runde erwischte er seinen Gegner mit einem schnellen Jab. Mitte der vierten Runde war der Widerstand dann gebrochen. "Er war sehr routiniert, und man hat nicht gemerkt, dass er 21 Monate nicht geboxt hat", sagte Hoffmann über Onofrei.

Das Ende in Runde 4
Noch schneller ging dann Alexander Povetkin zu Werke. Der frühere Amateurwelt- und Europameister machte mit dem Amerikaner David Bostice kurzen Prozess. Die Fans in seiner Heimat wird es gefreut haben, denn der Kampf wurde live im russischen Fernsehen gezeigt. Und Povetkin legte los wie die Feuerwehr. Nach nur wenigen Sekunden landete er einen harten linken Haken. Der Rest der Runde war nicht minder aufregend. Povetkin dominierte und landete viele harte Treffer, doch auch Bostice konnte vereinzelt die Deckung seines Gegenübers durchbrechen. Mit dem Gong brachte er einen harten Aufwärtshaken ins Ziel, den Povetkin aber unbeeindruckt wegsteckte.

David Bostice und Alexander Povetkin
Auch in der zweiten Runde legte der Russe ein hohes Tempo hin. Immer wieder traf er den Amerikaner hart. Kurz vor Rundenende stellte er ihn in den Seilen. Die perfekt getimten und akkurat platzierten Schläge taten ihr übriges - von Bostice kam keine Gegenwehr mehr. Genau zur richtigen Zeit sprang der Ringrichter dazwischen und verhinderte Schlimmeres, indem er Bostice aus dem Kampf nahm. Luan Krasniqi hatte sich vor elf Monaten gegen Bostice noch zehn Runden lang abgemüht, um dann nach Punkten zu gewinnen.

Vlad Hrunov, Alexander Povetkin und Kalle Sauerland
Schon vorher wurden den Zuschauern in Rostock packende Kämpfe geboten. Im ersten Fight des Abends besiegte Andrzej Wawrzyk Alexander Mozalev nach Punkten. Dabei überstand der Pole einen Niederschlag in der vierten Runde, als ihn Mozalev mit einer harten Rechten getroffen hatte.

Andrzej Wawrzyk und Alexander Mozalev
Es folgte der siebte erfolgreiche Auftritt von Karo Murat. Gegen Pavel Lotah kam er zum siebten Sieg. Nicht durch KO wie schon fünf mal seiner jungen Karriere, dafür aber eindeutig nach Punkten.

Karo Murat vs. Pavel Lotah
Grund zur Freude gab es dann noch einmal für Familie Povetkin. Vladimir, der jüngere Bruder von Alexander, feierte ein erfolgreiches Profidebüt. Alle drei Punktrichter sahen ihn gegen Mayala Mbungi vorne.

Mayala Mbungi und Vladimir Povetkin
Im vierten Kampf des Abends setzte sich Thomas Troelenberg gegen Sandris Tomson durch (Punktsieg).

Sandris Tomson und Thomas Troelenberg
Danach schlug Damian Jonak Janis Chernouskis ebenfalls nach Punkten.

Damian Jonak und Janis Chernouskis
Bestens erholt von seiner knappen Punktniederlage gegen EU-Champion Michael Sprott zeigte sich René Dettweiler. Der Lübzer schlug den Tipton Walker nach 47 Sekunden in der vierten Runde KO. Ein harte Linke schickte den Amerikaner ins Reich der Träume. Dabei zog sich Walker einen stark blutenden Cut über dem rechten Auge zu.

Tipton Walker und René Dettweiler
Einen Tag vor seinem 22. Geburtstag schenkte Alexander Frenkel Remigijus Ziausys ordentlich ein. In der zweiten Runde schickte er den Litauer nach einer krachenden Links-Rechts-Kombination zu Boden, ehe ein rechter Aufwärtshaken das ungleiche Gefecht nach 2:34 Minuten ein Ende setzte.

Alexander Frenkel vs. Remigijus Ziausys
Hier noch einmal alle alle Ergebnisse im Überblick.