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Sonntag, 2007-04-22

Rahmenkämpfe in Stuttgart

Neben dem hochklassigen Fight um die WBA-Weltmeisterschaft im Schwergewicht zwischen Nikolai Valuev und Ruslan Chagaev standen in Stuttgart zehn weitere Kampfpaarungen auf dem Programm.
1. Kampf: Tomislav Juric-Grgic (Kroatien) vs. Lukasz Janik (Polen)

Seinen dritten Sieg im dritten Profikampf verbuchte in der Porsche-Arena der Pole Lukasz Janik für sich. In dem auf vier Runden angesetzten Aufeinandertreffen gegen Tomislav Juric-Grgic hatte der 22-Jährige zunächst einige Mühe mit den aggressiven Attacken des Gegners. Doch Mitte der ersten Runde nahm der Schützling von Trainer Fiodor Lapin die Ringmitte für sich ein und begann den Fight mit der linken Führhand zu kontrollieren. Mit einem sauberen linken Haken zum Kopf sorgte Janik noch im ersten Durchgang für einen harten Treffer. Trotz einer Cutverletzung über dem rechten Auge hielt die Überlegenheit des Polen auch in der zweiten Runde an. Zwar versuchte sein kroatischer Kontrahent, mit rechten Schwingern zum Erfolg zu kommen, doch die Angriffe des 25-Jährigen verpufften meist auf den Handschuhen des Gegners. Anders sein Widersacher: Lukasz Janik verbuchte zunächst mit seinen Haken zum Körper gute Treffer für sich. Mit einer Rechten zum Kopf schickte er seinen Gegner schließlich entscheidend zu Boden, so dass der Ringrichter den Kampf abbrach.
Offizielles Urteil: Sieger Janik durch technischen K.o. in der zweiten Runde

2. Kampf: Colin Wilson (Australien) vs. Oleg Platov (Ukraine)

Im Kampf um die IBF-Intercontinental Meisterschaft im Schwergewicht traf Oleg Platov am Samstag auf den Herausforderer Colin Wilson. Der Titelverteidiger legte zu Beginn ein hohes Tempo vor. Mit seinen rechten Schwingern und Geraden setzte der 24-Jährige den an Reichweite überlegenen Australier gehörig unter Druck und kam zu harten Treffern. Mit einem linken Haken zum Körper schickte er den Rechtsausleger noch in der ersten Runde zu Boden. Obwohl bereits zu diesem frühen Zeitpunkt ein schnelles Ende des Kampfes in der Luft lag, zeigte Colin Wilson ein großes Kämpferherz. Zwar brachte Platov auch in der Folge immer wieder harte Hände ins Ziel, doch sein 34-jähriger Kontrahent verstand es, den Gegner im Laufe des Kampfes besser auf Distanz zu halten. Dabei verbuchte auch Wilson mit der linken Schlaghand einige gute Treffer für sich. Trotz der schwindenden Kräfte beider Kontrahenten drehten die Widersacher in der zehnten Runde noch einmal auf. Eine überraschende Hakenserie Wilsons beantwortete der Ukrainer mit einer harten Schlagkombination. Nach einer Rechten zum Kinn musste Wilson erneut in den Ringstaub, so dass der Kampf nach einer Minute und 43 Sekunden des Durchgangs entschieden war.
Offizielles Urteil: Sieger Platov durch K.o. in der zehnten Runde

3. Kampf: Ferenc Zsalek (Ungarn) vs. Alexander Frenkel (Deutschland)

Eine Glanzleistung bot am Samstagabend erneut Alexander Frenkel. Nur eine Minute und 31 Sekunden benötigte der Cruisergewichtler für seinen K.o.-Erfolg gegen den Ungarn Ferenc Zsalek. Von der ersten Sekunde an bestimmte er mit schnellen und explosiven Aktionen das Geschehen im Ring. Mit einem linken Aufwärtshaken gefolgt von einer Rechten zum Kopf des Konkurrenten sorgte der 22-jährige Frenkel daraufhin für den ersten Niederschlag. Nachdem sein Kontrahent wieder auf den Beinen war, setzte der Schützling von Trainer Ulli Wegner nach. Mit einer krachenden Rechten schickte er den Gegner erneut zu Boden. Der Egenhausener Ringrichter Ingo Barrabas zählte den Ungarn daraufhin aus. Für Alexander Frenkel war es bereits der achte Sieg seiner Profilaufbahn. Schon zum siebten Mal beendete der in Berlin lebende Cruisergewichtler ein Aufeinandertreffen dabei vorzeitig für sich.
Offizielles Urteil: Sieger Frenkel durch K.o. in der ersten Runde

4. Kampf: Albert Starikov (Estland) vs. Michel Trabant (Deutschland)

Aller Neuanfang ist schwer. So dürfte auch das Fazit des früheren Europameisters und WM-Aspiranten Michel Trabant lauten, der in Stuttgart in einem auf acht Runden angesetzten Aufeinandertreffen auf Albert Starikov aus Estland traf. Dem 28-jährigen Deutschen war seine Nervosität nach elfmonatiger Wettkampfpause noch deutlich anzumerken. Dennoch dominierte er den Kampf schnell mit seiner linken Führhand. In der Vorwärtsbewegung agierend nutzte er dabei seine Reichweitenvorteile. Ab der zweiten Runde kam Trabant häufiger mit seinen Links-Rechts-Kombinationen zum Gegner durch. Auch die linken Haken zum Körper fanden mehrfach das gewünschte Ziel. Ab dem dritten Durchgang wurde Starikov jedoch aggressiver. Mit einem rechten Aufwärtshaken verbuchte er dabei einen harten Treffer. In Runde vier attackierte er seinen Gegner mit einer Linken zum Kopf. In der Folge bekam Trabant den Fight mit seiner Führhand wieder besser in den Griff. Sein Gegner lauerte auf überfallartige Hakenserien. Nach acht Runden waren beide Kontrahenten zwar schwer gezeichnet, am einstimmigen Punktsieg von Weltergewichtler Michel Trabant gab es aber keine Zweifel.
Offizielles Urteil: Sieger Trabant (einstimmig) nach Punkten

5. Kampf: Ante Lovric (Kroatien) vs. Andrzej Wawrzyk (Polen)

Der Pole Andrzej Wawrzyk beendete auch den fünften Kampf seiner Profikarriere als Sieger. Zwar versuchte der 24-jährige Ante Lovric zunächst, das Geschehen mit ersten Hakenserien an sich zu reißen, doch der polnische Schwergewichtler lauerte auf Deckungslücken des Gegners. Mit einer Rechten zum Körper schickte der 19-Jährige seinen Kontrahenten noch in der ersten Runde an den Seilen in den Ringstaub. Im zweiten Durchgang des auf vier Runden angesetzten Aufeinandertreffens agierte Wawrzyk von der Ringmitte aus sehr druckvoll. Mit linken und rechten Haken brachte er den Kroaten gleich mehrfach in Verlegenheit. Der Schwergewichtler aus Split schien mit der Situation offensichtlich überfordert zu sein. Nach einer Vielzahl von Treffern ging Lovric erneut zu Boden. Daraufhin signalisierte er die Aufgabe, so dass Ringrichter Ernst Salzgeber den ungleichen Fight nach einer Minute und vier Sekunden abbrach.
Offizielles Urteil: Sieger Wawrzyk durch technischen K.o. in der zweiten Runde

6. Kampf: Hector Alfredo Avila (Argentinien) vs. Yoan Pablo Hernandez (Kuba)

Temporeicher Auftakt im Ringgefecht zwischen Yoan Pablo Hernandez und seinem argentinischen Kontrahenten Hector Alfredo Avila: Nach anfänglichen Angriffsaktionen des Südamerikaners rüttelten die rechten Hände des Kubaners den Gegner noch in der ersten Runde kräftig durch, so dass der 31-Jährige Probleme hatte, sich auf den Beinen zu halten. Avila wirkte angeschlagen, konnte sich aber aus dieser brenzligen Situation wieder befreien. Im zweiten Durchgang agierten beide Kontrahenten mit hoher Schlagfrequenz, so dass sich zwischenzeitlich ein spektakulärer Fight entwickelte. Danach nahm Hernandez, der in der Anfangsphase sehr viel Kraft gelassen hatte, ein wenig das Tempo aus dem Kampf. Trotzdem erarbeitete sich der Schützling von Trainer Ulli Wegner weiterhin Vorteile. Ende der siebten Runde wäre der Kampf jedoch beinahe gekippt. Avila nutzte eine Deckungslücke des Rechtsauslegers zu einem harten Kopftreffer mit der Linken. Zwar ging der 22-Jährige nicht zu Boden, doch er hatte kurz darauf Probleme, auf eigenen Beinen den Weg in seine Ringecke zu finden. Die Angriffe des Argentiniers in der achten Runde reichten jedoch nicht aus, um Hernandez noch einmal in größere Gefahr zu bringen.
Offizielles Urteil: Sieger Hernandez (einstimmig) nach Punkten

7. Kampf: Paolo Ferrara (Italien) vs. Francesco Pianeta (Deutschland)

Einen glücklichen Punktsieg (77:76, 78:75 und 76:78) verbuchte in Stuttgart der 22-jährige Francesco Pianeta für sich. In dem auf acht Runden angesetzten Kampf gegen den Italiener Paolo Ferrara begann der Schützling von Trainer Michael Kopzog aggressiv. Mit seinen linken Aufwärtshaken setzte der Rechtsausleger seinem Kontrahenten zu Beginn des Fights zu. Doch der an Reichweite unterlegene Ferrara hielt dagegen und versuchte mit Einzelaktionen, zum Erfolg zu kommen. In der zweiten Runde wirkte der 36-Jährige nach einem harten linken Haken seines Gegners angeschlagen. Pianeta erkannte die Situation und setzte in der roten Ecke mit harten Treffern nach. Sein Kontrahent überstand diese kritische Phase nur mit sehr viel Glück. Zweimal verlor er dabei seinen Mundschutz und verschaffte sich somit die nötige Luft, um wieder zu Kräften zu kommen. Ab dem vierten Durchgang änderte sich jedoch die Situation im Ring. Ferrara überbrückte immer wieder die Distanz und kam mit seinen Hakenserien zu Treffern. In der Schlussphase setzte Pianeta wieder vermehrt auf seine Führhand, so dass sein Gegner ihn nicht mehr so häufig unter Druck setzen konnte. Letztendlich lag der in Gelsenkirchen lebende Schwergewichtler nach acht Runden auf den Wertungszetteln der Punktrichter knapp vorne.
Offizielles Urteil: Sieger Pianeta nach Punkten

8. Kampf: Ivica Perkovic (Kroatien) vs. René Dettweiler (Deutschland)

Der deutsche Schwergewichtler René Dettweiler erkämpfte am Samstagabend den 20. Sieg im 21. Profikampf. Gegen Ivica Perkovic fiel es ihm jedoch schwer, zu glänzen. Zwar bestimmte er von Beginn an von der Ringmitte aus mit seiner rechten Führhand das Kampfgeschehen, doch seine Aktionen waren zunächst nicht druckvoll genug. Ab der dritten Runde zeigte der von Manfred Wolke trainierte Schwergewichtler mehr Aggressivität. Gegen seinen unorthodox agierenden Widersacher setzte er jetzt vermehrt auf die linke Schlaghand. Ab dem vierten Durchgang wurde der meist aus der Rückwärtsbewegung heraus kämpfende Perkovic mutiger und versuchte, selbst zu Treffern zu kommen. Ende der fünften Runde geriet der 32-Jährige jedoch an den Seilen unter Druck und kassierte einige linke Hände. In der Folge wurde die Überlegenheit Dettweilers deutlicher. Sein Gegner arbeitete sehr viel mit dem Kopf und versuchte immer wieder, zu halten. Dies führte zu einer Verwarnung durch den Ringrichter Josef Temml. Nachdem Perkovic auch in der Schlussrunde weiter klammerte und den Kopf einsetzte, wurde er aufgrund seines anhaltenden unsportlichen Verhaltens disqualifiziert.
Offizielles Urteil: Sieger Dettweiler durch Disqualifikation in der achten Runde

9. Kampf: Karlheinz Scheibe (Deutschland) vs. Dominik Britsch (Deutschland)

Großartige Unterstützung in der Porsche-Arena für Dominik Britsch: Der im nur knapp 60 Kilometer entfernt liegenden Neckarsulm lebende Halb-Mittelgewichtler betrat unter großem Jubel der Zuschauer den Ring. Sichtlich motiviert agierte er von Beginn an überlegen. Mit ersten Links-Rechts-Kombinationen und linken Führhänden erarbeitete sich der erst 19-Jährige gegen Karlheinz Scheibe Vorteile. Zwar versuchte sein Kontrahent aus Frankfurt dagegen zu halten, doch mit schnellen Händen wurde er von seinem 17 Jahre jüngeren Gegner immer wieder zurückgedrängt. Ab der zweiten Runde wurde das Geschehen etwas zerfahrener, dennoch war es in erster Linie der von Ulli Wegner trainierte Halb-Mittelgewichtler, der seine Hände ins Ziel brachte. Dabei steckte Scheibe im vierten Durchgang harte Treffer unbeeindruckt weg. In der sechsten Runde versuchte Britsch, das Tempo noch einmal zu erhöhen. Dabei deckte er den tapfer kämpfenden Konkurrenten mit einem wahren Schlaggewitter ein. Zu einem vorzeitigen Erfolg reichte es zwar nicht mehr, doch am Ende sprang ein klarer Punktsieg für Dominik Britsch heraus.
Offizielles Urteil: Sieger Britsch (einstimmig) nach Punkten

11. Kampf: Sergey Karanevich (Weißrussland) vs. Enad Licina (Deutschland)

Der von Manfred Wolke gecoachte Enad Licina glänzte gegen den früheren WBC-Junioren-Weltmeister im Halbschwergewicht Sergey Karanevich von der ersten Sekunde an durch ein hohes Tempo. In dem auf sechs Runden angesetzten Ringgefecht sorgte er mit linken Haken zum Körper immer wieder für Gefahr. Zwar versuchte der weißrussische Gegner auch selbst mit seinen Angriffen zum Erfolg zu kommen, doch Licina drängte ihn noch in der ersten Runde an die Seile zurück und brachte dabei harte Treffer ins Ziel. Auch danach dominierte der 27-Jährige das Geschehen im Ring. Mit seiner linken Führhand bereitete er seine Angriffsaktionen aus der Distanz heraus vor, um dann mit schnellen Händen zum Erfolg zu kommen. Im vierten Durchgang brachte Licina dabei einen krachenden rechten Aufwärtshaken zum Kinn des Gegners ins Ziel. Der 24-jährige Karanevich kam in der fünften Runde etwas auf. Doch Enad Licina bestätigte seine gute Leistung im Schlussdurchgang noch einmal mit harten Links-Rechts-Kombinationen.
Offizielles Urteil: Sieger Licina (einstimmig) nach Punkten
Fotos: SE