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Samstag, 2007-04-07

Maske-Triumph gegen Hill

Eine große Boxnacht für Henry Maske und seinen Trainer Manfred Wolke - über zehn Jahre nach seiner bisher einzigen Niederlage kehrte der frühere IBF-Champion im Halbschwergewicht im Alter von 43 Jahren an der Seite seines Coaches in den Ring zurück und besiegte in der Olympiahalle München mit Virgil Hill den Mann, der ihm einst an gleicher Stelle die einzige Niederlage seiner Profilaufbahn beigebracht hatte.

"Quicksilver" Virgil Hill und "Gentleman" Henry Maske (Foto: RTL)
Dabei sah es für Maske zunächst nicht besonders gut aus. Denn der amtierende WBA-Cruisergewichts-Weltmeister Hill wirkte in der Anfangsphase deutlich aktiver und versuchte, mit linken Händen zum Körper zu Treffern zu kommen. In der dritten Runde brachte der Amerikaner eine harte Rechte zum Kopf des Gegners ins Ziel und unterstrich damit die bis dahin gezeigte Überlegenheit.
Doch dann wendete sich das Blatt. Im vierten Durchgang schien Henry Maske endgültig das richtige Distanzgefühl gefunden zu haben und agierte mit der rechten Führhand effektiver. Bei einem kurzen Schlagabtausch beider Kontrahenten brachte der Rechtsausleger die besseren Hände ins Ziel. In der Folge ließ zudem die Schlagfrequenz seines Kontrahenten nach, so dass Maske deutlich aktiver wirkte.
In der siebten Runde brachte der Deutsche dann auch seine Rechts-Links-Kombinationen ins Ziel. In Durchgang acht rauschten beide Konkurrenten unabsichtlich mit ihren Köpfen zusammen. Dabei öffnete sich ein tiefer, langer Cut über dem linken Auge des Amerikaners, der ihn in der Folge sichtlich hinderte. Maske wurde immer sicherer und lauerte auf sich bietende Deckungslücken beim Gegner.

Trainer Manfred Wolke und sein Schützling Henry Maske (Foto: SE)
Zwar suchte der 43-jährige Hill ab der elften Runde wieder verstärkt die Offensive, doch der Amerikaner wurde gleich mehrfach ausgekontert. Dabei traf Maske auch mit seiner linken Schlaghand. In der Schlussrunde änderte sich das Bild nicht mehr, so dass die Punktzettel über den Sieg entscheiden mussten. Dabei lag der Schützling von Trainer Manfred Wolke mit 117:110, 117:110 und 116:113 vorne.
"Das war definitiv ein Kampf, der im Kopf entschieden wurde", sagte der vor Freude strahlende Henry Maske nach seinem Erfolg. Dabei dankte er auch dem Publikum in München. "Die Zuschauer haben mir die nötige Zeit gegeben, um in Tritt zu kommen. Das war sehr wichtig", lautete das Resümee des Siegers. Noch einen Kampf von ihm werde es jedoch nicht geben, so der "Gentleman".
"Das war eine sensationelle Leistung von Henry", freute sich Wilfried Sauerland nach dem Ringgefecht und ergänzte: "Zunächst war ich gegen den Kampf, doch ich bin eines Besseren belehrt worden. Noch nie habe ich mich so gerne geirrt, wie dieses Mal. Für mich hat Henry Maske spätestens jetzt die Nachfolge von Max Schmeling angetreten. Er ist ein Vorbild für viele junge, aber auch gestandene Sportler."

Wilfried Sauerland freute sich über den Sieg von Henry Maske (Foto: SE)
Zudem zollte er dem Coach von Henry Maske ein großes Lob. "Ohne die Arbeit von Manfred Wolke wäre der Erfolg nicht möglich gewesen. Ihm ist es unter anderem zu verdanken, dass es am Samstag einen Sieg zu feiern gab", erklärte der Box-Manager, "Manfred Wolke hat dafür gesorgt, dass Henry Maske trotz der langen Pause topfit war. Zudem hat er ihn taktisch hervorragend eingestellt."