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Donnerstag, 2007-06-07

Ibragimov entthront Briggs

Erneuter Rückschlag für die amerikanische Schwergewichtsboxszene: Der bisherige WBO-Champion Shannon Briggs unterlag am Samstagabend dem Russen Sultan Ibragimov in Atlantic City, US-Bundesstaat New Jersey, über zwölf Runden einstimmig nach Punkten. Damit kommen wieder alle Weltmeister der Verbände WBC, WBA, IBF und WBO aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion.

Der Russe Sultan Ibragimov ist neuer WBO-Weltmeister (Foto: Budoland)
Die Art und Weise, mit der Briggs den WBO-Gürtel verlor, war enttäuschend. Lediglich zu Beginn sorgte der fast 24 Kilogramm schwerere Titelverteidiger aus den USA mit seiner Rechten bei einem überfallartigen Angriff für größere Gefahr. Doch bereits ab der zweiten Runde änderte sich das Geschehen deutlich. Der in der Rechtsauslage agierende Ibragimov fand mit seiner Linken häufiger das gewünschte Ziel.
Insgesamt verlief das Aufeinandertreffen nicht besonders temporeich. Wenn es schnelle Aktionen zu sehen gab, gingen diese meist von Ibragimov aus. Der russische Herausforderer zeigte die bessere Beinarbeit und kam aus der Rückwärtsbewegung heraus vermehrt zu schnellen Gegenangriffen, die er meistens mit seiner linken Schlaghand zum Kopf des 35-jährigen Gegners abschloss.
Briggs marschierte zwar über weite Strecken des Fights nach vorne, setzte dabei aber zu wenig auf seine Führhand und verstand es nicht, den Herausforderer gefährlich zu stellen. Entsprechend selten kam er mit seiner gefürchteten Rechten zu Treffern. Nachdem der Amerikaner auch in der Schlussrunde keine entscheidenden Akzente setzen konnte, mussten die Punktzettel über den Sieg entscheiden.
Mit 119:109, 117:111 und 115:113 sahen die Wertungen den 32-jährigen Ibragimov am Ende einstimmig vorne. Briggs war mit dem Punkturteil unzufrieden. "Ich verstehe das nicht, Ibragimov ist doch die ganze Zeit nur weggelaufen", äußerte er seinen Unmut. Seine schlechte Leistung führte er auf eine Lungenentzündung zurück, die ihn vor dem Kampf erneut geschwächt habe. Er kündigte an, seine aktive Laufbahn wahrscheinlich zu beenden.