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Montag, 2007-06-04

IBF-WM: Cunningham siegt

Der Amerikaner Steve Cunningham hat am Samstagabend den bisherigen IBF-Weltmeister im Cruisergewicht Krzysztof Wlodarczyk entthront. Im polnischen Katowice setzte sich der 30-Jährige über zwölf Runden mit 116:112, 115:112 und 114:114 nach Punkten durch. Damit nahm der US-Cruisergewichtler erfolgreich für die Niederlage Revanche, die er im November des Vorjahres gegen den Polen kassiert hatte.

Krzysztof Wlodarczyk (l.) unterlag in Polen Steve Cunningham (r.) (Foto: DH)
Cunningham wirkte in der Anfangsphase des Aufeinandertreffens aktiver. Da sein 25-jähriger Gegner im Deckungsverhalten konzentriert zu Werke ging, gelangen dem Amerikaner jedoch nur selten klare Treffer. Doch auch Wlodarczyk agierte in der Vorwärtsbewegung nicht sonderlich effektiv, so dass sich zunächst keiner der beiden Kontrahenten klare Vorteile erkämpfen konnte.
In der vierten Runde ging der Titelverteidiger nach einer Linken des Gegners, bei der offenbar der Daumen Cunninghams ins Auge des Polen gekommen war, kurz auf die Knie und wurde von Ringrichter Dave Parris angezählt. Im siebten Durchgang meldete sich der 25-Jährige allerdings mit einer harten Rechten zum Kopf des Konkurrenten zurück, so dass sein Widersacher angeschlagen schien.
In den Schlussrunden verbuchten weder Wlodarczyk noch der Herausforderer klare Vorteile für sich, so dass am Ende die Wertungszettel der Punktrichter über den Sieg entscheiden mussten. Die Scorecards wiesen den zu Beginn aktiver wirkenden Cunningham durch eine Mehrheitsentscheidung als Sieger aus – damit war Krzysztof Wlodarczyk den Gürtel des IBF-Weltmeisters im Cruisergewicht los.
Seine erste Pflichtverteidigung wird Cunningham gegen Marco Huck bestreiten müssen, der am gleichen Abend in Bamberg durch seinen Sieg gegen Vadim Tokarev das Herausforderungsrecht des IBF-Weltmeisters erkämpfte. Cunningham selbst hat für die Zukunft große Pläne. Er strebt nach eigenen Aussagen einen Vereinigungskampf mit WBC-Weltmeister und WBA-Super-Champion Jean Marc Mormeck an.

Jonak wird von Sauerland Event und Hammer KnockOut promotet (Foto: SE)
Besser verlief der Abend aus polnischer Sicht für Damian Jonak. Der 22-Jährige bezwang den in Deutschland lebenden Russen Michael Schubov (21) über zehn Runden einstimmig nach Punkten und sicherte sich den WBC-Interims-WM-Titel der Junioren. Dabei schickte der Schützling von Trainer Fiodor Lapin den Gegner in der zweiten Runde gleich zweimal zu Boden. Am Ende lag Jonak mit 96:92, 96:91 und 96:92 einstimmig nach Punkten vorne.