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Sonntag, 2007-06-17

Go Trabi Go!

Der Trabant hat in Zwickau eine lange Tradition. Zu DDR-Zeiten war er ein Statussymbol, bekannt für seine Robustheit. Über drei Millionen Fahrzeuge der Trabant-Baureihe wurden in Zwickau produziert. Doch nach dem Mauerfall verschwand der liebevoll "Rennpappe" genannte PKW weitgehend von den Straßen. Heute gilt der "Trabi" eher als Kultauto - zahlreiche Fanclubs würdigen sein Andenken.

Michel Trabant erkämpfte bisher 43 Siege und zwei Niederlagen als Profi
Boxprofi Michel Trabant erlebte in seiner Profilaufbahn ebenfalls Höhen und Tiefen. Doch als Auslaufmodell gilt er noch lange nicht. Im Gegenteil - nach seiner erfolgreichen Ringrückkehr nach knapp einjähriger Kampfpause im April in Stuttgart will es der Weltergewichtler noch einmal wissen. Am Ende des Weges soll der Gewinn eines WM-Titels stehen. Dies ist das Ziel, für das sich der 29-Jährige im täglichen Training quält.
Dafür muss sich Trabant in den Ranglisten der bedeutenden Boxweltverbände wieder ganz nach oben kämpfen. Hierzu benötigt der Schützling von Trainer Ulli Wegner weitere Siege, so auch am 23. Juni. Dann trifft er in der Stadthalle Zwickau auf den Italiener Giammario Grassellini. Doch der 30-jährige Kontrahent aus Gubbio, der 16 Siege und ein Unentschieden in 18 Profikämpfen erboxte, gilt als schwerer Prüfstein.

Michel Trabant (r.) trifft in Zwickau auf den Italiener Giammario Grassellini
"Seine Kampfbilanz zeigt, dass er ein guter Mann ist und ich ihn sehr ernst nehmen muss. Im März gewann er gegen den Argentinier Marcelo Gonzalo Saucedo die IBF-Intercontinental Meisterschaft. Deshalb muss ich hervorragend vorbereitet sein", weiß Michel Trabant um die Stärken seines nächsten Gegners. "Dennoch gehe ich davon aus, dass ich ihn schlagen werde", so der WBA-Weltranglistenfünfzehnte selbstbewusst.
Nach seinem Erfolg im April gegen Albert Starikov gönnte sich der frühere Europameister aus Berlin keine Trainingspause. "Starikov war unangenehm zu boxen, ein echter Fighter. Dennoch war ich nicht so ganz mit meiner Leistung zufrieden und habe gleich wieder trainiert. Ich habe mir vorgenommen, einige Dinge zu verbessern. Gegen Giammario Grassellini werde ich mich steigern", verspricht Trabant.

Michel Trabant stieg nach dem letzten Kampf gleich wieder ins Training ein
In der Vorbereitung auf den 23. Juni lief für den Deutschen alles nach Plan. "Das Training bei Ulli Wegner war sehr hart. Ende Mai begann die Sparringsphase. Alles verlief bestens und ich bin gut drauf", erzählt der Weltergewichtler aus Berlin. "Noch drei oder vier Kämpfe, dann bin ich so weit, dass ich - sofern sich die Möglichkeit ergibt - wieder die Form habe, um eine EM oder WM zu boxen", glaubt "Trabi".
Doch bevor es dazu kommt, muss mit Giammario Grassellini erst einmal die nächste Bewährungsprobe gemeistert werden. Dass der Kampf in Zwickau stattfindet, ist für Michel Trabant nicht das beste Omen. Denn ausgerechnet in der Stadthalle kassierte er im Juli 2004 im Kampf um die Europameisterschaft im Weltergewicht gegen den Franzosen Frederic Klose eine seiner zwei Niederlagen aus 46 Profikämpfen.

In Zwickau strebt Michel Trabant (r.) den nächsten Sieg an (Fotos: SE)
Doch ähnlich wie in dem Komödienerfolg von Filmregisseur Peter Timm, in dem sich der Familienvater und Deutschlehrer Udo Struutz (gespielt von Wolfgang Stumph) mit seiner Familie aufmacht, mit seinem Trabant durch die Welt zu reisen, will sich der Weltergewichtler auf seinem Weg nach oben von solchen "Pannen" nicht aufhalten lassen. Seine Devise lautet deshalb wie der Titel des bekannten Kultfilms der 90-er Jahre: Go Trabi Go!