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20.01.2017
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Sonntag, 2007-08-12

Harte Nuss für Karo Murat

Das Super-Mittelgewicht hat im Sauerland-Team eine große Tradition. Unvergessen sind die Erfolge des in 34 Profikämpfen ungeschlagenen Sven Ottke als IBF-Weltmeister und WBA-Super-Champion oder von Markus Beyer, der während seiner Laufbahn gleich dreimal den WBC-Gürtel im Limit bis 76,203 Kilogramm erkämpfte.

Karo Murat will zukünftig im Super-Mittelgewicht eine wichtige Rolle spielen
Zurzeit tauchen in den Top-15 der Ranglisten der bedeutenden Weltverbände mit Danilo Häußler, Vitali Tsypko, Mads Larsen und dem früheren WBC-Champion Beyer gleich vier Boxer aus dem Sauerland-Team auf. Mit Karo Murat schickt sich jetzt ein weiterer Super-Mittelgewichtler an, den Sprung in die oberen Gefilde der Boxverbände zu schaffen.
Der 23-Jährige, der in elf Profikämpfen elf Siege für sich verbuchte, wird dafür allerdings in seinem nächsten Kampf am 18. August in der Berliner Max-Schmeling-Halle Schwerstarbeit verrichten müssen. Denn mit Jermain Mackey von den Bahamas steht dem in Kitzingen aufgewachsenen Super-Mittelgewichtler ein äußerst starker Kontrahent im Ring gegenüber.

Harte Körpertreffer sind ein besonderes Markenzeichen von Karo Murat
Der Rechtsausleger aus Nassau erkämpfte bisher 14 Siege in 15 Profifights. Elfmal verließ er das Seilgeviert dabei sogar vorzeitig als Sieger. Nach einer Punktniederlage über zwölf Runden im November letzten Jahres gegen den zuvor ungeschlagenen Kanadier Jean Pascal gewann der 27-jährige Mackey zuletzt viermal in Folge.
"Ich nehme diese Aufgabe sehr ernst", sagt Karo Murat, "für mich ist es das erste Mal, dass ich einen auf acht Runden angesetzten Kampf bestreite. Daran muss ich mich noch gewöhnen - von der Psyche und von der Einteilung der Kräfte her. Gedanklich bin ich darauf eingestellt, doch Mackey ist diese Distanz längst gewohnt. Das wird nicht leicht."

Karo Murat bestreitet in Berlin einen auf acht Runden angesetzten Kampf
Der Schützling von Trainer Ulli Wegner fährt fort: "Wenn man sich unsere Kampfrekorde anschaut, könnte es sich hierbei auch um die Ansetzung für einen internationalen Titelkampf handeln. Ich glaube, die Zuschauer in der Berliner Max-Schmeling-Halle können sich deshalb auf einen sehr interessanten Fight freuen."
Obwohl Karo Murat im Super-Mittelgewicht zu Hause ist, kommt sein Vorbild nicht aus diesem Limit. "Wenn ich sehe, welche Erfolge manche in meiner Gewichtsklasse für sich verbuchen konnten, dann habe ich natürlich Respekt davor. Von diesen Boxern kann ich eine Menge lernen. Doch insgesamt imponiert mir Arthur Abraham am ehesten", erzählt er.

Karo Murat will es wie Arthur Abraham nach ganz oben schaffen (Fotos: SE)
"Ich mag die Art, wie er boxt. Dazu hat er ein großes Kämpferherz, das hat er spätestens gegen Edison Miranda bewiesen, als er mit gebrochenem Kiefer durchgehalten hat", erklärt Karo Murat. Genau wie sein Teamgefährte hat er das Ziel, Weltmeister zu werden. Doch um dies zu erreichen, muss er am 18. August mit Jermain Mackey erst einmal eine harte Nuss knacken.