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Montag, 2007-06-25

Hart, härter, Huck!

Käpt´n Huck gewann Eliminator mit gebrochener Hand

Nach seinem Erfolg gegen Vadim Tokarev steht Cruisergewichtler Marco Huck ganz kurz vor seinem großen Ziel. Er will gegen den Amerikaner Steve Cunningham Weltmeister werden. Nachdem er den IBF-WM-Ausscheidungskampf Ende Mai in Bamberg gewonnen hatte, hagelte es Lob von allen Seiten.

Marco Huck jubelt über den Sieg gegen Vadim Tokarev (Foto: SE)
"Ich war von Marcos Leistung beeindruckt. Ich hätte nie gedacht, dass er das Konzept über zwölf Runden so durchhält. Er hat eine ganz große Zukunft vor sich", schwärmte Manager Wilfried Sauerland. "Das war große Klasse, er hat das ganz toll gemacht", urteilte Coach Ulli Wegner direkt nach dem überzeugenden Punktsieg seines Schützlings.
Was viele zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, der Cruisergewichtler hatte sich den Sieg trotz eines Mittelhandbruchs in der fünften Runde erkämpft. "Herr Sauerland rief von außen Aufwärtshaken in den Ring", erinnert sich Huck, "den habe ich dann gebracht, doch er landete direkt unter dem Ellenbogen von Tokarev. Schon war es passiert."

In der Nacht nach dem Kampf wurde die Hand eingegipst (Foto: Photowende)
Die Schmerzen für Huck in der rechten Schlaghand waren höllisch: "Jede Bewegung war wie ein Messerstich. Es war nicht mehr möglich, eine saubere rechte Gerade zu schlagen. Deshalb habe ich mehr und mehr auf meine linke Führhand gesetzt", erzählt Huck, der trotz Verletzung bis zum Ende der zwölften Runde durchhielt.
Eine Aufgabe kam für den jungen Boxprofi nicht in Frage. "Natürlich denkt man in so einem Moment darüber nach, was man machen soll. Doch ich habe mir gesagt, wenn Arthur Abraham es schafft, einen Kampf mit gebrochenem Kiefer zu gewinnen, dann schaffe ich das mit einer Handverletzung erst recht", so der Cruisergewichtler.

Marco Huck hielt bis zum Ende der zwölften Runde durch (Foto: SE)
Noch in der Nacht nach dem Kampf wurde die rechte Schlaghand von Huck eingegipst. Knapp eine Woche nach dem Fight gegen Tokarev musste er sich in Potsdam einem operativen Eingriff unterziehen, bei dem drei Drähte in die Mittelhand eingesetzt wurden. Inzwischen erinnert jedoch nur noch eine kleine Handschiene an die Verletzung.
"Ich wurde noch nie zuvor aufgrund einer Verletzung operiert. Außerdem ist es schwer, im Alltagsleben klarzukommen, wenn man seine rechte Hand nicht benutzen kann. Doch inzwischen ist schon fast alles wieder in Ordnung. Die Drähte in der Hand kommen bald heraus und in ein paar Tagen kann ich wieder mit dem Lauftraining beginnen", erzählt Huck.

Marco Huck setzte nach der Verletzung auf die linke Führhand (Foto: SE)
Lymphdrenagen und Fingermassagen tragen dazu bei, dass er die verletzte Hand bald wieder komplett belasten kann. "Ich bin wieder richtig heiß auf den Ring, auch wenn wohl noch ein paar Wochen vergehen werden, bis ich mit der Rechten richtig zuschlagen kann. Aber dann gibt es nur noch ein Ziel für mich, ich will Weltmeister werden."