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Sonntag, 2007-08-12

Frenkel vs. Swartz

Wenn es nach dem Willen seiner Eltern gegangen wäre, dann würde Alexander Frenkel heute wohl studieren. Doch der Cruisergewichtler mit den harten, genauen Händen hatte schon immer seinen eigenen Willen. "Ich habe im Leben noch nie etwas bereut. Das war manchmal schmerzhaft, doch gewisse Erfahrungen muss man einfach selber sammeln", sagt der 22-Jährige.

Alexander Frenkel erkämpfte in seinen elf Profifights elf Siege
"Schon als Kind wollte ich boxen. Meine Eltern hatten andere Pläne mit mir. Doch ich habe mich durchgesetzt und freue mich, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe", blickt der in Würzburg aufgewachsene Cruisergewichtler zurück, "ich nehme gute Ratschläge gerne an, doch manchmal ist es auch richtig, seinen eigenen Kopf zu haben und die selbst gesetzten Ziele zu verwirklichen."
Bei Trainer Ulli Wegner macht Alexander Frenkel eine Ausnahme. "Er kennt mich einfach und weiß, dass ich jemand bin, der aus Überzeugung handelt. Für mich ist das kein sturer Gehorsam. Ich höre ihm im Training genau zu und denke darüber nach, was er mir sagt. Beim Kampf selbst setze ich dann das um, was er für richtig hält. Denn ich weiß, dass er mir die richtigen Ratschläge gibt."

Alexander Frenkel (l.) wird von Erfolgscoach Ulli Wegner (r.) trainiert
Die erfolgreiche Zusammenarbeit soll auch am 18. August Früchte tragen. Dann trifft Frenkel in der Max-Schmeling-Halle in Berlin auf Shane Swartz. Der 31-jährige Amerikaner hat bislang 18 Siege aus 23 Profikämpfen auf seinem Konto. Zuletzt musste er sich jedoch dem starken Russen Vadim Tokarev geschlagen geben, so dass ihn nur ein Sieg wieder in die Top-15 der Weltranglisten bringen kann.
Alexander Frenkel ist gewarnt, hat sich schon mehrere Videotapes mit den Kämpfen seines Gegners angeschaut. "Er hat gegen einige namhafte Leute im Ring gestanden. Swartz marschiert immer nach vorne, schlägt dabei viel und ist sehr beweglich", weiß der Cruisergewichtler zu berichten, "ich muss mich auch auf seinen unsauberen Stil einstellen, auf Tiefschläge und Hände auf den Hinterkopf."

Alexander Frenkel weiß, was im nächsten Kampf auf ihn zukommt
Ein Grund zur Sorge ist das für den Schützling von Trainer Ulli Wegner jedoch nicht. Denn in den letzten Monaten war bei ihm eine regelrechte Leistungsexplosion erkennbar. Ein wichtiger Faktor ist hierbei der unbändige Wille Frenkels, sich immer wieder steigern zu wollen. "Ich schaue mir meine Kämpfe viele Male auf Video an und gucke bis ins letzte Detail, wie ich mich noch verbessern kann", erzählt er.
"Nach dem letzten Fight habe ich ein paar Tage Urlaub in Rimini gemacht. Dort habe ich Kraft getankt und mich erholt. Obwohl ich gedanklich schon den nächsten Kampf im Kopf hatte, war das eine gute Abwechslung. Danach habe ich mich im Trainingslager in Kienbaum richtig reingehängt und bin deshalb für den 18. August bestens gerüstet", kündigt Frenkel an.

Die Rechte von Alexander Frenkel sorgt stets für Gefahr (Fotos: SE)