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Samstag, 2007-07-21

Braithwaite will den Titel

Er war bereits WBC-Weltmeister im Cruisergewicht. Wayne Braithwaite (22-2), genannt "Big Truck", eroberte im Oktober 2002 in Campione dItalia in der Nähe Mailands mit einem technischen K.o.-Sieg in der zehnten Runde gegen den Italiener Vincenzo Cantatore auf eindrucksvolle Art und Weise den zuvor vakanten WBC-Titel. Doch nach drei erfolgreichen Titelverteidigungen folgte am 2. April 2005 die Ernüchterung.

Am Samstag in Cardiff Gegner von Wayne Braithwaite: Der WBO-Weltmeister im Cruisergewicht Enzo Maccarinelli aus Wales (Foto: FWTV)
Gegen den Franzosen Jean Marc Mormeck unterlag der Rechtsausleger in einem WBC- und WBA-Titelvereinigungskampf in Worcester im US-Bundesstaat Massachusetts einstimmig nach Punkten. Nur fünf Monate später musste sich der in Georgetown, Guyana, geborene Cruisergewichtler zum zweiten Mal geschlagen geben. Er kassierte gegen Guillermo Jones aus Panama eine technische K.o.-Niederlage in der vierten Runde.
Danach wurde es längere Zeit still um den ambitionierten Ex-Champion. Doch im Februar dieses Jahres sorgte er in Kissimmee, US-Bundesstaat Florida, mit einem technischen K.o.-Sieg in der siebten Runde gegen Gustavo Enriquez wieder für ein Ausrufezeichen. Nach dem Erfolg gegen den Mexikaner greift der in den USA lebende Boxprofi am 21. Juli wieder nach einem Titel. In Cardiff fordert er den WBO-Champion Enzo Maccarinelli (26-1) heraus.
"Ich werde meine Leistung im Ring sprechen lassen", gab sich der inzwischen 31-jährige Südamerikaner im Vorfeld des Aufeinandertreffens eher bescheiden, "ich habe in meiner Karriere so häufig außerhalb geboxt, da stört es mich nicht, einen Hauptkampf in Cardiff zu bestreiten." Don King ging da verbal schon mehr in die Offensive. "Der Big Truck wird Maccarinelli überrollen", kündigte der amerikanische Promoter mit der Starkstromfrisur an.
Dennoch sieht sich der Titelverteidiger aus Wales vor heimischer Kulisse im Vorteil. "Ich bin in hervorragender Form. Ich habe hart trainiert und bin so fit, wie niemals zuvor. Die Vorbereitung war hart genug, um zwölf brutale Runden zu überstehen. Der Stil von Braithwaite ist meinem ähnlich, er ist jemand, der nach vorne geht. Doch wer viel schlägt, hat auch viele Deckungslücken", glaubt der WBO-Weltmeister Schwächen beim Gegner ausgemacht zu haben.
Der 26-Jährige hofft, mit einem Erfolg über einen namhaften Kontrahenten wie Braithwaite endlich aus dem Schatten des Walisers Joe Calzaghe zu treten. "Ich war seit langer Zeit nicht mehr Hauptkämpfer. Der Fight ist für mich eine Chance, ich will zeigen, was ich drauf habe. Ich habe immer die härtesten Herausforderer und größten Namen gewollt. Jetzt habe ich einen dieser Gegner und will die Erwartungen erfüllen", kündigte Maccarinelli an.

Die Nummer eins der IBF- und WBO-Weltrangliste: Marco Huck (Foto: SE)
Gespannt wird auch der von Ulli Wegner trainierte Marco Huck den Ausgang des Kampfes in Cardiff beobachten. Denn der in Bielefeld aufgewachsene Cruisergewichtler, der durch den Sieg im Mai gegen Vadim Tokarev den ersten Platz in der IBF-Weltrangliste eroberte, wird inzwischen auch von der WBO als Nummer eins geführt. Somit ist nicht auszuschließen, dass der 22-Jährige zukünftig auf den Sieger des Titelfights am Wochenende treffen könnte.