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Montag, 2007-09-24

Nächste Prüfung für Pianeta

Duell der Rechtsausleger: Pianeta trifft auf australischen Meister

Schwere Bewährungsprobe für den 22-jährigen Schwergewichtler Francesco Pianeta: Nach seinen knappen Punktsiegen gegen den Italiener Paolo Ferrara und den Südafrikaner Miyan Solomons trifft der in Gelsenkirchen aufgewachsene Rechtsausleger am 29. September in der EWE Arena in Oldenburg auf den 35-jährigen Colin Wilson, der bisher 33 seiner 54 Profikämpfe gewann.

Schwergewichtler Francesco Pianeta: 11 Profikämpfe, 11 Siege
Dass der australische Meister nicht zu unterschätzen ist, stellte er zuletzt am 14. April im Kampf um die IBF-Intercontinental Meisterschaft im Schwergewicht gegen den IBF-Weltranglistenvierzehnten Oleg Platov unter Beweis. Zwar musste er sich durch technischen K.o. in der zehnten Runde geschlagen geben, doch zuvor hatte er seinem 24-jährigen Kontrahenten in Stuttgart einen beherzten Fight geliefert.
"Colin Wilson ist ein sehr unangenehmer Gegner. 20 vorzeitige Siege sagen einiges über seine Schlagkraft aus, dazu kann er eine Menge einstecken. Nicht umsonst wird er gerne als Sparringspartner für Nikolai Valuev engagiert. Ich glaube, allein das sagt schon ein bisschen über seine Qualitäten aus", urteilt Francesco Pianeta über seinen in der Rechtsauslage boxenden Widersacher.

Colin Wilson (r.) zeigte in Stuttgart gegen Oleg Platov (l.) Nehmerqualitäten
Doch der aufstrebende Schwergewichtler weiß, dass er Kontrahenten wie den Australier Wilson aus dem Weg räumen muss, um in die Top-15 der Europa- und Weltrangliste vorzudringen. "Natürlich muss ich mich in einigen Dingen noch verbessern. Ich will etwas im Boxsport erreichen und wenn ich weiter nach oben möchte, muss ich einen Mann wie ihn schlagen", lautet sein eigener Anspruch.
Lob gab es zuletzt von Erfolgscoach Ulli Wegner, der den Schwergewichtler im Mai wieder unter seine Fittiche nahm. "Francesco Pianeta hat sich zuletzt sehr positiv entwickelt. Junge Boxer wie er müssen geführt werden. Ein Trainer muss somit auch immer wieder Erziehungsarbeit leisten, damit die Fertigkeiten eines Sportlers in die richtigen Bahnen gelenkt werden", so der Coach.

Gegen Paolo Ferrara (r.) hatte Francesco Pianeta (l.) im April einige Mühe
"Er ist ein anständiger Junge und mir macht es Spaß, mit ihm zu arbeiten. Francesco muss jedoch von der Psyche her noch stabiler werden. Wenn er es schafft, härter an sich zu arbeiten, kann er eine Menge erreichen. Letztendlich zählt aber nur die Leistung im Ring. Deshalb sollte er dort mit seiner Persönlichkeit und durch Siege zeigen, dass zukünftig mit ihm zu rechen ist", fährt Wegner fort.
Pianeta, der bisher elf Siege aus elf Profikämpfen auf seinem Konto hat, ist motivierter als jemals zuvor. "In Berlin habe ich optimale Trainingsbedingungen und sehr gute Sparringspartner. Und wenn es im Ring mal eng wird, denke ich an meinen Sohn Luciano Alessio, der im letzten Jahr geboren wurde. Mir hilft das, kritische Situationen zu überstehen und dann doch noch zu siegen."

Francesco Pianeta zeigte im Juni in Zwickau eine starke Leistung (Fotos: SE)