Deutsch English
30.05.2017
Top-Thema

Zeuge auf Abrahams Spuren:

WM-Kampf in Wetzlar gegen Paul Smith!

Auf dem Weg zur WM:

Feigenbutz will sich von Nemesapati nicht aufhalten lassen!

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Dienstag, 2007-08-21

Larsen top, Trabi im Pech

Mads Larsen überzeugt gegen Nader Hamdan

Die Formkurve zeigt steil nach oben. Auch im dritten Kampf nach seinem Comeback wusste Golden Boy Mads Larsen voll und ganz zu überzeugen. Den Australier Nader Hamdan hatte er zu jeder Zeit unter Kontrolle - und in der dritten Runde nach einer krachenden Linken sogar am Boden. "Das war ein weiterer Schritt in die richtige Richtung", freute sich Larsen hinterher. "So kann es weitergehen." 80-73, 80-72 und 80-71 lautete das einstimmige Urteil der Punktrichter.

Beweglich, clever und kaum zu treffen: Mads Larsen.
Von der ersten Runde an kontrollierte der frühere Europameister das Geschehen. Er kontrollierte die Ringmitte und hielt Hamdan mit seiner starken rechten Führhand geschickt auf Distanz. In der dritten Runde fand dann erstmals die knallharte Linke ihr Ziel - der Australier musste zu Boden, rappelte sich jedoch schnell wieder auf. So richtig in den Kampf finden konnte er in der Folgezeit nicht mehr - dazu war Larsen einfach zu stark. "Ich muss weiter an mir arbeiten - so gut wie vor der Pause bin ich noch nicht. Ich würde sagen, dass ich bei etwa 50 Prozent von dem bin, was ich kann", erklärte der selbstkritische Däne hinterher.

Der Däne feierte den 48. Sieg im 50. Kampf.
Der Kampf gegen Hamdan war eine Demonstration seines Könnens. In der achten Runde lag sogar ein K.o. in der Luft. Immer wieder kam Larsen mit der Linken durch. Schwer getroffen taumelte Hamdan durch den Ring. Nur der Gong bewahrte ihn vor Schlimmeren. "Das war eine starke Leistung von Mads", sagte Sauerland-Geschäftsführer Chris Meyer. "Hamdan ist eine harte Nuss und er hatte ihn sogar am Boden. Er ist auf dem richtigen Weg." Ähnlich sieht das auch Wilfried Sauerland, der seinem Schützling eine "tolle Leistung" attestierte. "Er wird mit jedem Kampf besser. Ich denke, noch zwei weitere Kämpfe, dann ist er bereit für eine Europameisterschaft."
Weniger glücklich verlief der Abend für Lokalmatador Michel Trabant, der sich seinen Auftritt vor heimischem Publikum sicher anders vorgestellt hatte. Statt den 44. Sieg seiner Karriere einzufahren, erkämpfte er gegen den Italiener Giammario Grassellini ein technisches Unentschieden. Der Grund: Nach einem unabsichtlichen Kopfstoß in der zweiten Runde hatte sich ein tiefer Cut an der Stirn des Berliners geöffnet: "Ich habe die Situation nicht ganz erkennen können. Es war unbeabsichtigt."

Im Pech: Weltergewichtler Michel Trabant
Kritisch nahm Ringarzt Professor Dr. Wolfgang Wagner die Verletzung unter die Lupe und gab den Kampf wieder frei. Doch die Blutung war kaum zu stoppen. Darum attackierte Trabant noch einmal: "In den nächste beiden Runden wollte ich dann mit Leberhaken auf den K.o. gehen. Das hat nicht ganz gereicht. Nachher tropfte mir dann das Blut ins Auge und ich konnte nicht mehr viel machen", so Trabant. Das Urteil: Technisches Unentschieden nach vier Runden.

Blutige Cutverletzung bei Michel Trabant an der Stirn (Fotos: SE).