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24.03.2017
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Pressekonferenz vor Zeuge-WM

Vor Weltmeisterschaft in Potsdam halten sich Hauptkämpfer zurück

Zeuge bleibt bescheiden

WBA-Weltmeister ist mit dem zufrieden, was er hat - auch nach WM-Sieg!

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Montag, 2007-09-24

Frenkel vs. Alexander

Alexander Frenkel bekommt in Oldenburg Michael Alexander vor die Fäuste

Er ist erst 22 Jahre alt, neun seiner zwölf siegreichen Profikämpfe entschied er vorzeitig für sich: Cruisergewichtler Alexander Frenkel ist derzeit wohl ein Paradebeispiel dafür, wie schnell man sich als Berufsboxer in die Herzen der Fans kämpfen kann. Auch bei der ARD scheint man diese Meinung zu teilen, denn Frenkels Fight gegen den Amerikaner Michael Alexander wird neben dem NABA-Titelkampf zwischen Jean-François Bergeron und Nikolai Valuev am 29. September in voller Länge im Ersten zu sehen sein.

Der aggressive Stil von Alexander Frenkel (r.) ist bei den Gegnern gefürchtet
Doch wie empfindet der Schützling von Trainer Ulli Wegner selbst die steigende Popularität? "Sicher, ich kriege inzwischen viel Fanpost. Doch bis jetzt war kein Heiratsantrag dabei! Ab und an werde ich mal auf der Straße erkannt. Doch im Großen und Ganzen hat sich nichts geändert. Es schmeichelt mir, dass offensichtlich Interesse an meinen Kämpfen besteht. Doch dies heißt nicht, dass ich schon Weltmeister bin. Ich muss weiter im Training sehr fleißig sein, um mich immer wieder zu verbessern", erzählt Frenkel.
Gerade sein letzter K.o. nach nur 50 Sekunden in der Berliner Max-Schmeling-Halle sorgte für Furore. "Ich dachte eigentlich, es würde nur 40 Sekunden dauern", blickt Frenkel mit einem spaßigen Lächeln auf den Lippen zurück, "aber mal im Ernst, als Sportler respektiere ich jeden Gegner. Als Shane Swartz schwer getroffen am Boden lag, hat mir das schon leid getan. Sicher, ich will jeden Kampf gewinnen, aber ich möchte auf keinen Fall, dass sich jemand verletzt. Somit war ich froh, als er nach ein paar Minuten wieder auf den eigenen Beinen stand."

Shane Swartz musste sich in Berlin nach 50 Sekunden geschlagen geben
Im nächsten Kampf steht ihm mit Michael Alexander ein Kontrahent im Ring der EWE Arena gegenüber, der eine ähnlich starke Bilanz wie der Schützling von Trainer Ulli Wegner ausweist. Zwölf Siege, davon acht durch K.o., aus 13 Profikämpfen stehen bei dem 33-Jährigen aus Columbus im US-Bundesstaat Ohio zu Buche. "Ich kenne Michael. Wir standen uns schon mal im Sparring gegenüber. Damals war er nicht voll im Training. Dennoch hat er sich gut aus der Affäre gezogen. Er schlägt sehr hart. Trotz seiner Größe ist er sehr beweglich", weiß Frenkel.
Deshalb wird sich der in Würzburg aufgewachsene Cruisergewichtler im Aufeinandertreffen gegen den Amerikaner auch nicht nur auf seine Schlaghärte verlassen. "Ich gewann schon als Amateur viele Kämpfe vorzeitig. Ein K.o. ist eine klare Entscheidung, da brauche ich mich nicht auf das Auge der Punktrichter verlassen. Doch die Gegner werden stärker. Wenn jemand immer wieder geschickt ausweicht und gut in der Deckung steht, ist ein klarer Punktsieg auch gut", fährt Alexander Frenkel fort.

Mit Pavol Polakovic (r.) ging Alexander Frenkel (l.) im Juni über die Runden
Auf die Veranstaltung in Oldenburg bereitet er sich in Berlin vor. Im Max-Schmeling-Gym herrschen hervorragende Trainingsbedingungen. Dass hier mit dem IBF- und WBO-Weltranglistenersten Marco Huck und WBA-Lateinamerika Meister Yoan Pablo Hernandez weitere Cruisergewichtler im Fokus des Interesses stehen, stört ihn wenig. "Ich mag diese Konkurrenz. So kann man beurteilen, wo man steht. Wir verbringen beim Training viel Zeit zusammen und verstehen uns untereinander gut. Gegenseitig helfen wir uns, immer stärker zu werden", so Frenkel.
Fotos: SE