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Freitag, 2007-10-12

Helle Mitte - der Bericht

Erfolge für Murat, Kempf, Povetkin und Licina

Knapp 2.000 Zuschauer feierten am Freitagabend den technischen K.o.-Sieg in der sechsten Runde von Lokalmatador Frank Shabani gegen den Ungarn Janos Petrovics beim "Helle Mitte Profiboxen" in Berlin. Zuvor standen jedoch noch sechs weitere Kampfpaarungen auf dem Programm.
1. Kampf: Alexander Riegel (Deutschland) vs. Koko Murat (Deutschland)

Zum Auftakt der Boxgala in der Helle Passage standen sich im Halb-Mittelgewicht Alexander Riegel und der 25-jährige Koko Murat gegenüber. Schon in der Anfangsphase wurde der 24-jährige Bremer von seinem Konkurrenten zurückgedrängt. Mit einem rechten und linken Haken zum Körper verbuchte der an diesem Abend von Georg Bramowski betreute Halb-Mittelgewichtler die ersten Treffer für sich. Mit einer Links-Rechts-Kombination rüttelte der in Kitzingen aufgewachsene Kämpfer seinen Kontrahenten wenig später erstmals durch. Obwohl Riegel danach etwas besser in Tritt kam, kassierte er am Ende des ersten Durchgangs an den Ringseilen stehend weitere harte Treffer. In der Folge nahmen beide Widersacher etwas das Tempo aus dem Kampf. Murat blieb überlegen und verzeichnete die besseren Aktionen für sich. Im dritten Durchgang stellte er seinen Widersacher in der neutralen Ecke mit einer gefährlichen Hakenserie. Zwar befreite sich Riegel wieder, doch auch seine Schlussoffensive in der vierten Runde reichte nicht mehr aus, um den 40:38-Sieg von Koko Murat zu gefährden.
Offizielles Urteil: Sieger Murat nach Punkten

2. Kampf: David Chelingarjan (Lettland) vs. Burhan Aykut (Deutschland)

Zunächst sah es im Aufeinandertreffen zwischen dem Berliner Burhan Aykut und dem Letten David Chelingarjan nach einem klaren Punktsieg für den Hauptstädter aus. Der 25-jährige Mittelgewichtler brachte nach nur wenigen Sekunden eine harte rechte Gerade ins Ziel und blieb im ersten Durchgang überlegen. Doch ab der dritten Runde setzte sein Gegner aus Liepaja vermehrt auf seine rechte Führhand. Der 23-Jährige hielt seinen Kontrahenten besser auf Distanz und kam vermehrt mit seinen rechten und linken Haken durch. In der Folge wirkte das Geschehen im Ring zerfahren. Beide Kontrahenten versuchten mehrfach, gefährliche Aktionen des Widersachers durch gegenseitiges Halten und Klammern zu unterbinden. In der fünften Runde setzte Chelingarjan seinen Gegner mit einer Hakenserie unter Druck. Im Schlussdurchgang verstärkte Aykut noch einmal seine Angriffsbemühungen, zählbare Treffer landete er dabei aber nur selten. Am Ende lag Burhan Aykut knapp nach Punkten (58:57) vorne.
Offizielles Urteil: Sieger Aykut nach Punkten

3. Kampf: Alfredo Limonta (Kuba) vs. Andreas Kempe (Deutschland)

Von der ersten Sekunde an drückte der Berliner Andreas Kempe dem Halbschwergewichtskampf gegen den Kubaner Alfredo Limonta seinen Stempel auf. Mit harten rechten Haken und Geraden rüttelte er den 36-jährigen Gegner durch. In der zweiten Runde wusste sich der in Italien lebende Konkurrent offenbar nur mit einem absichtlichen Kopfstoß zu helfen und wurde daraufhin von Ringrichter Ernst Salzgeber mit einem zweifachen Punktabzug bestraft. Trotz einer Cutverletzung, die Folge des Kopfstoßes war, ließ sich der 27-jährige Kempe nicht aus dem Rhythmus bringen und dominierte das Geschehen auch danach mit seiner Führhand und Links-Rechts-Kombinationen deutlich. Am Ende des zweiten Durchgangs verbuchte er dabei einen Niederschlag für sich. Zwar kam Limonta in der Schlussphase noch mit einer Rechten zum Kopf des Deutschen durch, doch am klaren Punktsieg (40:33) des Berliners gab es am Ende nichts zu rütteln.
Offizielles Urteil: Sieger Kempe nach Punkten

4. Kampf: Teo Begovic (Kroatien) vs. Martin Kempf (Deutschland)

Schon in der Anfangsphase wirkte der 19-jährige Martin Kempf gegen den in Split lebenden Cruisergewichtler Teo Begovic überlegen. Mit der Führhand und ersten rechten Körperhaken agierend, verbuchte der an diesem Abend von Rudi Fink gecoachte Deutsche klare Vorteile für sich. Am Ende des Eröffnungsdurchgangs drängte Kempf seinen Gegner mit genauen Links-Rechts-Kombinationen zurück, doch der Kroate überstand diese Drangperiode und rettete sich in die Rundenpause. Zwar wirkte das Geschehen im zweiten Durchgang zerfahrener, doch nachdem Begovic erneut harte Treffer kassiert hatte, warf seine Ecke das Handtuch und signalisierte somit nach einer Minute und 15 Sekunden die Aufgabe - damit war der vierte vorzeitige Erfolg im vierten Profikampf für Martin Kempf perfekt.
Offizielles Urteil: Sieger Kempf durch technischen K.o. in der zweiten Runde

5. Kampf: Fadil Qasem (Deutschland) vs. Vladimir Povetkin (Russland)

Zu einem Highlight des Abends entwickelte sich das Aufeinandertreffen zwischen dem Berliner Fadil Qasem und Vladimir Povetkin. Offenbar hatte sich der Russe eine Menge vorgenommen und übte trotz klarer Reichweitennachteile großen Druck auf seinen Gegner aus. Beim Überbrücken der Distanz kassierte er gelegentlich die Führhand des Konkurrenten. Doch mit einem rechten Haken zum Kopf sorgte Povetkin noch in der ersten Runde für einen Niederschlag. Im zweiten Durchgang setzte der 26-jährige Cruisergewichtler aus Tschechow seinem Kontrahenten mit Links-Rechts-Kombinationen zu und drängte ihn mit Hakenserien in die Ringecken zurück. Qasem hielt mit seiner Rechten zeitweise dagegen, befand sich aber fast durchgängig in der Rückwärtsbewegung. In der dritten Runde ging der 25-Jährige an den Ringseilen nach Treffern seines russischen Gegners erneut zu Boden. Im letzten Durchgang schienen zunächst die Kräfte bei Povetkin zu schwinden. Doch mit harten linken und rechten Händen kam der Schützling von Trainer Valeri Below in der blauen Ecke dann doch noch zu einer sehenswerten Aktion und steuerte somit einem klaren Punktsieg (40:35) entgegen.
Offizielles Urteil: Sieger Povetkin nach Punkten

6. Kampf: Tomislav Juric Grgic (Kroatien) vs. Enad Licina (Deutschland)

Nicht einmal eine Woche nach seinem einstimmigen Punktsieg in Oldenburg gegen den erfahrenen Belgier Ismail Abdoul kam Enad Licina in Berlin zum nächsten Erfolg. Gegen den mehrfach mit wilden linken und rechten Schwingern nach vorne stürmenden Kroaten Tomislav Juric Grgic war es für den 27-jährigen Cruisergewichtler zwar nicht so einfach, dem Aufeinandertreffen seine boxerische Linie aufzuzwingen, doch Licina meisterte die Aufgabe mit Bravur. Bereits in der ersten Runde brachte der in Frankfurt an der Oder trainierende Kämpfer dabei harte rechte Haken und Geraden zum Kopf des Gegners ins Ziel. Im zweiten Durchgang lauerte er auf Deckungslücken bei seinem Widersacher. Mit einer krachenden Rechten zum Kopf schickte er den 25-jährigen Konkurrenten schließlich fulminant zu Boden. Ringrichter Ingo Barrabas zählte Tomislav Juric Grgic daraufhin nach einer Minute und sechs Sekunden aus.
Offizielles Urteil: Sieger Licina durch K.o. in der zweiten Runde
Fotos: Frank Ludwig