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Sonntag, 2008-01-06

Schwerer Brocken für Murat

Karo Murat trifft auf den schlagstarken Emiliano Cayetano

Einen Sprung nach vorne, wie ihn Karo Murat in den letzten Monaten vollzogen hat, ist im Profiboxsport wohl eher die Ausnahme. Der Super-Mittelgewichtler, der erst im September letzten Jahres sein Profidebüt gab, stand seither bereits 14-mal als Berufsboxer im Ring und verlies das Seilgeviert dabei immer als Sieger.

Karo Murat will in Bielefeld zum 15. Mal den Ring als Sieger verlassen
Im August räumte er mit Jermain Mackey von den Bahamas bereits einen schweren Prüfstein aus dem Weg, siegte in der Berliner Max-Schmeling-Halle einstimmig nach Punkten. Nach zwei etwas leichteren Aufgaben folgt am 29. Dezember der nächste Brocken für den 23-Jährigen. In Bielefeld trifft Karo Murat auf Emiliano Cayetano.
Der Kontrahent aus der Dominikanischen Republik gewann bisher 16 von 17 Profikämpfen. Die einzige Niederlage kassierte er im Oktober in der Erfurter Messehalle gegen Mads Larsen. Der frühere Europameister kann bestätigen, wie groß die Schlagkraft Cayetanos ist. Erstmals in seiner Laufbahn überhaupt ging der Däne gegen ihn zu Boden.

Emiliano Cayetanos Schlagkraft bekam auch schon Mads Larsen zu spüren
Am Ende erkämpfte Mads Larsen einen einstimmigen Punktsieg. Das dürfte auch das Ziel von Karo Murat gegen den 35-jährigen Gegner sein. Dennoch ist der Schützling von Trainer Ulli Wegner vor den Stärken des Kontrahenten gewarnt. "Ich habe den Larsen-Kampf in Erfurt gesehen und weiß, was mich erwartet", so Murat.
"Emiliano Cayetano ist sehr beweglich und schlägt sehr harte, überraschende Hände. Da darf man sich in der Deckung keine großen Fehler erlauben. Dazu hat er schon 16 Siege in seinem Kampfrekord, das ist aussagekräftig genug", sagt Karo Murat über den Gegner in der Seidensticker Halle.

Karo Murat freut sich auf die Aufgabe am 29. Dezember in Bielefeld
Er selbst verspürt trotz der vielen Fights in den letzten Monaten keinerlei Substanzverlust: "Die letzten beiden Kämpfe haben kaum Kraft gekostet, weil sie so schnell vorbei waren. Außerdem hatte ich immer ein paar Tage, um mich zu erholen. Deshalb ist mir vor dem Kampf auch nicht bange. Im Gegenteil - ich freue mich auf hochkarätige Gegner."
Seine schnelle Entwicklung hat der Super-Mittelgewichtler vor allem seiner konzentrierten Trainingsarbeit zu verdanken. "Andere Boxer bringen manchmal mehr Talent mit, ich hingegen muss mir meine Stärke im Training erarbeiten. Das geht nur, wenn man sich quält und an seine Grenzen geht", berichtet er.

Karo Murat hat sich in den letzten Monaten permanent gesteigert (Fotos: SE)
Im täglichen Leben sei er nicht so fleißig, gesteht Karo Murat ein. Deshalb sei ihm auch die Zusammenarbeit mit Coach Ulli Wegner so wichtig. "Da macht mir das Training riesigen Spaß. Er ist für mich wie ein zweiter Vater. Deshalb nehme ich die Dinge, die er sagt, auf. Durch ihn bin ich in der Lage, alles aus mir herauszuholen."