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Freitag, 2007-12-14

Platov will an die Spitze

Oleg Platov möchte es im Schwergewicht nach ganz oben schaffen

Am Samstag kommt es im schweizerischen Basel zum Aufeinandertreffen zwischen "Terminator" Oleg Platov und dem Bezwinger von Mike Tyson, dem "Brixton Bomber" Danny Williams. In dem Fight steht die IBF-Intercontinental Meisterschaft im Schwergewicht auf dem Spiel. Darüber hinaus geht es für den gebürtigen Ukrainer Platov, der 1999 nach Belgien übersiedelte, darum, sich durch einen weiteren Sieg in den Weltranglisten der bedeutenden Boxverbände weiter nach vorne zu schieben. Vor dem Kampf in der St. Jakobshalle stellte sich der 24-Jährige unseren Fragen.

Schwergewichtler Oleg Platov gewann 26 seiner 27 Profikämpfe (Foto: SE)
Herr Platov, wie lange boxen Sie eigentlich schon?
Oleg Platov: Ich habe 1997, in Dnipropetrowsk - also in der Ukraine - mit dem Boxen begonnen. Bevor ich im Jahr 2001 Profi wurde, bestritt ich zwölf Kämpfe. Ich gewann alle vorzeitig.
Wo haben Sie sich auf den Fight gegen Danny Williams vorbereitet?
Oleg Platov: Sonst hatte ich schon öfter im Max-Schmeling-Gym in Berlin trainiert. Doch dieses Mal habe ich mich komplett in Belgien vorbereitet. Mein letzter Kampf war am 27. Oktober. Ich habe dann ein paar Tage Pause gemacht, da ich ja noch sehr gut in Form war. Danach habe ich zweimal täglich - eigentlich wie seit Beginn der Profilaufbahn - trainiert.
Im letzten Jahr bezwangen Sie den früheren WBO-Weltmeister Henry Akinwande. Wie sahen Sie den Kampf?
Oleg Platov: Henry Akinwande ist wirklich gut und er wird nicht umsonst von vielen "Krake" genannt. Aber er ist ein großartiger Mensch und inzwischen einer meiner Freunde aus der Boxwelt. Für mich war das damals kein leichter Kampf. Im vierten Durchgang erlitt ich einen Riss im rechten Bizeps und hatte noch acht Runden zu überstehen. Das war eine ganz schmerzhafte Angelegenheit. Doch ich wollte den Sieg unbedingt und habe fast nur mit der Linken geboxt. Letztendlich lag ich knapp nach Punkten vorne.
Es folgten drei weitere Siege. Am 8. Dezember werden Sie in Basel Danny Williams gegenüberstehen. Wie schätzen Sie ihn ein?
Oleg Platov: Danny Williams ist ein ganz starker und gefährlicher Gegner. Ich denke, ich werde über meine Grenzen hinausgehen müssen, um ihn zu besiegen. Ich sah seine Kämpfe gegen Mike Tyson und Vitali Klitschko. Da konnte man sehen, wie gefährlich er ist. Aber auf der Ebene, auf der ich mich befinde, muss ich jeden schlagen, um weiter nach vorne zu kommen.
Sie sind für einen Schwergewichtler, der bereits in den Top-15 der WBC- und IBF-Weltrangliste ist, noch recht jung. Sehen Sie das als Vor- oder Nachteil?
Oleg Platov: Das ist schwer zu sagen. Egal wie der Fight in Basel ausgeht, habe ich noch einen Großteil meiner Karriere vor mir - das ist sicherlich vorteilhaft. Der Nachteil ist, dass ich noch nicht die Erfahrung habe, die ich wohl in ein paar Jahren haben werde.
Vorausgesetzt Sie würden Danny Williams besiegen, was wären Ihre nächsten Ziele?
Oleg Platov: Mein ganzes Leben ist vom Boxen bestimmt. Deshalb will ich Weltmeister werden. Doch im Moment habe ich nur ein Ziel. Das heißt, Williams zu schlagen. Ich möchte mich bei Manager Wilfried Sauerland und Hagen Doering, dem Sportdirektor von Sauerland Event bedanken, dass sie so viel Vertrauen in mich setzen und mir diesen Kampf ermöglichen.