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Freitag, 2007-12-07

Platov vs. Williams

Oleg Platov trifft auf Tyson-Bezwinger Danny Williams

Die Boxfans in der St. Jakobshalle im schweizerischen Basel dürfen sich am Samstag neben der IBF-Weltmeisterschaft im Mittelgewicht mit Arthur Abraham (gegen Wayne Elcock) und der Europameisterschaft im Super-Mittelgewicht mit Danilo Häußler (gegen Cristian Sanavia) auf einen echten Schwergewichtskracher freuen. Dabei trifft Oleg Platov im Kampf um die IBF-Intercontinental Meisterschaft auf den Mike Tyson-Bezwinger Danny Williams (43 Profikämpfe, 37 Siege).

Oleg Platov bezwang im letzten Jahr Henry Akinwande (Foto: SE)
Platov, der 1999 aus der Ukraine nach Belgien übersiedelte, entthronte im November letzten Jahres den früheren WBO-Weltmeister Henry Akinwande in Mülheim an der Ruhr als IBF-Intercontinental Champion. In seiner Profibilanz weist er inzwischen 26 Siege aus 27 Fights aus. Der schlagstarke Schwergewichtler nimmt die Aufgabe gegen Danny Williams trotz seiner jüngsten Erfolge nicht auf die leichte Schulter.
"Danny Williams ist ein ganz starker Gegner. Ich denke, ich werde über meine Grenzen hinausgehen müssen, um ihn zu besiegen. Ich sah seine Kämpfe gegen Mike Tyson und Vitali Klitschko. Da konnte man sehen, wie gefährlich er ist. Aber auf der Ebene, auf der ich mich befinde, muss ich jeden schlagen, um weiter nach vorne zu kommen", weiß der 24-jährige Platov, der in der WBC- und IBF-Weltrangliste in den Top-15 geführt wird, um die Situation.
Für den "Brixton Bomber" Danny Williams ist der Kampf die große Chance, es noch einmal nach ganz oben in den Weltranglisten zu schaffen. Der Kampf gegen Mike Tyson im Juli 2004 war ohne Zweifel der größte Sieg seiner Laufbahn. Es folgte die Niederlage im Kampf um die WBC-Weltmeisterschaft gegen den Ukrainer Vitali Klitschko. Danach ging es wieder aufwärts, bis seine Karriere Ende letzten Jahres ein wenig ins Wanken geriet.

Bezwang Mike Tyson im Juli 2004 in Louisville, USA, durch K.o. in der vierten Runde: Der "Brixton Bomber" Danny Williams (Foto: HennessySports)
Besonders die Niederlage im Dezember 2006 gegen Audley Harrison, den er zuvor bereits einmal bezwungen hatte, schmerzte. "Der ganze Kampf war ein großer Fehler. Ich nahm ihn erst zehn Tage vorher an, das war verrückt. Aber eine Sache, die ich daraus lernte, war, nicht noch einmal so kurzfristig in den Ring zu steigen", sagt der Brite heute. Es folgte der Kampf gegen den zuvor in 18 Profikämpfen ungeschlagenen Scott Gammer, den Williams durch K.o. in der neunten Runde gewann.
"Das war die Möglichkeit, zu zeigen, dass ich noch nicht am Ende bin und nie unterschätzt werden sollte. Ich bin ein unberechenbarer Kämpfer und immer, wenn mich die Leute abgeschrieben haben, komme ich zurück", fährt der in Brixton lebende Schwergewichtler fort. "Ich bin hungriger als jemals zuvor. Ein Sieg gegen Oleg Platov würde mich in den Ranglisten weit nach vorne bringen. Meinem Ziel, Weltmeister im Schwergewicht zu werden, käme ich damit ein großes Stück näher."