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Montag, 2007-12-03

Häußler: Keine Experimente

Wolke-Schützling für den EM-Kampf in Basel zuversichtlich

Er war bereits Europameister im Super-Mittelgewicht. Am 27. Januar 2001 gewann Danilo Häußler in Riesa gegen den Russen Andrej Shkalikov den EM-Titel. Doch nach sechs Titelverteidigungen wurde er im Oktober 2003 vom Dänen Mads Larsen in Zwickau entthront. Jetzt will der Schützling von Trainer Manfred Wolke den EM-Gürtel zurück. Am 8. Dezember steigt er im schweizerischen Basel gegen den italienischen Titelverteidiger Cristian Sanavia in den Ring. Vor dem mit Spannung erwarteten EM-Fight in der St. Jakobshalle stellte sich Danilo Häußler zu Interview.

Danilo Häußler (l.) will Cristian Sanavia (r.) noch einmal besiegen (Foto: SE)
Herr Häußler, Sie haben fast ein Jahr nicht mehr im Ring gestanden. Wie kam es zu dieser langen Pause?
Danilo Häußler: Da kamen viele unglückliche Umstände zusammen. Da zwischenzeitlich ein WM-Kampf im Gespräch war, wartete ich ab und ließ andere Kämpfe sausen. Dazu kam dann noch eine Ellenbogenoperation. So zog sich alles hin.
Wie groß ist denn Ihre Motivation, noch einmal Europameister zu werden?
Danilo Häußler: Ich freue mich wahnsinnig. Das Training vor dem Kampf hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Ich merke, dass ich reifer geworden bin und ging deshalb sehr gelassen an die Sache heran.
Was denken Sie über Ihren Gegner Cristian Sanavia?
Danilo Häußler: Da wir schon einmal gegeneinander geboxt haben, kennen wir uns in- und auswendig. Dass ich Sanavia im Juli 2005 geschlagen habe, ist beruhigend. Doch ich kann mich deshalb keinesfalls in Sicherheit wiegen. Sanavia ist jemand, der ständig arbeitet und in Bewegung ist. Er macht sehr viel Druck und ist vor allem in der Halbdistanz sehr gefährlich. Beim Gewinn der WBC-Weltmeisterschaft im Juni 2004 gegen Markus Beyer hat man gesehen, wie viel Potential in ihm steckt. Ich persönlich erwarte deshalb eine ganz enge Kiste.
Sie waren bereits Europameister. Wie war diese Zeit für Sie?
Danilo Häußler: Ich hatte den EM-Gürtel fast drei Jahre lang inne. Das war eine tolle Zeit, daran will ich jetzt wieder anknüpfen. Doch da es damals gut lief, wollte ich meine Fehler am Ende nicht mehr wahrnehmen. Das hat mich letztendlich auch den EM-Titel gekostet. Doch jetzt gibt es eine neue Chance. Ich sehe das als eine große Herausforderung.
In der WBA-Weltrangliste belegen Sie derzeit Position drei. Ist deshalb auch ein WM-Kampf für Sie ein Thema?
Danilo Häußler: Wenn ich mich derzeit damit beschäftigen würde, dann würde ich am 8. Dezember nur unnötige Fehler machen. Ich konzentriere mich erst einmal nur auf den Kampf gegen Cristian Sanavia. Was danach kommen könnte, ist Zukunftsmusik. Ich will nicht zu weit voraussehen.
Wie haben Sie sich auf den Kampf vorbereitet?
Danilo Häußler: Der Hauptteil der Vorbereitung fand in Frankfurt (Oder) statt. Zwischendurch waren wir für eine Woche in Wustrow an der Ostsee, das brachte Abwechslung und machte den Kopf frei. Zuletzt standen im Wolke-Camp dann zahlreiche Sparringseinheiten auf dem Programm. Ich habe mich sehr gut vorbereitet und bin konditionell topfit.
Cristian Sanavia ist Rechtsausleger. Wie kommen Sie damit zurecht?
Danilo Häußler: Wie man im ersten Kampf zwischen uns gesehen hat, komme ich damit gut klar. Im Vorfeld des Kampfes hatte ich einige Sparringspartner, die Rechtsausleger waren.
Wie wird der EM-Fight in Basel ausgehen?
Danilo Häußler: Wenn ich so konzentriert in den Kampf gehe, wie beim ersten Aufeinandertreffen, rechne ich mir gute Chancen aus. Ich habe sehr hart und akribisch trainiert, denn ich weiß, dass bei mir die Disziplin entscheidend ist. In der Vorbereitung gab es deshalb auch keine Experimente.