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Mittwoch, 2007-12-05

Abraham im Interview

King Arthur nimmt den Kampf gegen Elcock nicht auf die leichte Schulter

Am 8. Dezember steigt King Arthur Abraham in Basel in den Ring. Bei seiner sechsten Titelverteidigung trifft er auf Wayne Elcock (20 Kämpfe, 18 Siege) aus Birmingham. Am Freitag bestritt der IBF-Weltmeister im Mittelgewicht, der bisher in 24 Profifights ungeschlagen blieb, seine letzte Sparringseinheit vor dem Fight. Am Montagmorgen reist er in die Schweiz. Noch am selben Nachmittag wird sich der 27-Jährige vor Ort den Medienvertretern und Boxfans im BAZ City Forum bei einem öffentlichen Pressetraining präsentieren. Kurz vor seiner Abreise aus Deutschland stellte sich der Titelverteidiger zum Interview.

Der IBF-Weltmeister Arthur Abraham steigt in Basel in den Ring (Foto: SE)
Herr Abraham, oft hörte man Sie in der Vergangenheit über das harte Training vor den Kämpfen klagen. Vor der Titelverteidigung in Basel wirkte alles recht locker. Trügt der Schein?
Arthur Abraham: Gott sei Dank war es nicht so locker, wie es vielleicht aussieht. Ich musste mich ganz schön reinknien. Denn ich will die Boxfans in der Schweiz nicht enttäuschen.
Was war denn das Besondere an der Vorbereitung für den Kampf gegen Wayne Elcock?
Arthur Abraham: Das Besondere war, dass ich quasi sechs Wochen lang nicht zu Hause war. Ende Oktober reisten wir ins Trainingslager nach Zinnowitz, dann ging es am 12. November weiter nach Kienbaum. In der nächsten Woche sind wir in Basel. Aber man gewöhnt sich als Sportler an solche Dinge. Für mich war die Zeit in den Trainingslagern sehr angenehm. Ich konnte mich sehr konzentriert vorbereiten.
Wo sehen Sie denn die Stärken des Herausforderers?
Arthur Abraham: Besonders seine linken und rechten Seithaken sind gefährlich. Deshalb darf ich Wayne Elcock gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Ich muss dafür sorgen, dass er nicht die Möglichkeit hat, seine Haken ins Ziel zu bringen.
Sie haben schon mehrmals gesagt, dass Sie im nächsten Jahr gerne in den USA boxen würden. Was zieht Sie in die Staaten?
Arthur Abraham: Ich will unbedingt Super-Champion werden. Es ist mein sportlicher Ehrgeiz, der mich packt. Jeder träumt in seinem Leben davon, ganz große Dinge zu vollbringen. Gleichzeitig mehrere WM-Gürtel bei den bedeutenden Boxweltverbänden inne zu haben, ist mein Ziel. Wenn ich in die Staaten reisen muss, um diesen Traum zu verwirklichen, dann mache ich das.
Sie planen sehr langfristig. Unterschätzen Sie deshalb nicht die Aufgaben, die direkt vor Ihnen liegen?
Arthur Abraham: Nein, auf keinen Fall. Ich schätze jeden Gegner - wie auch Wayne Elcock - im Vorfeld immer sehr stark ein. Oft sind die Herausforderer dann später im Ring gar nicht so gut, wie ich vorher dachte. Doch genau das ist mein Rezept, um erfolgreich zu sein.
Durch Ihre vielen Titelverteidigungen ist Ihre Popularität enorm gestiegen. Hat sich dadurch etwas für Sie verändert?
Arthur Abraham: Ich bin geblieben, wie ich bin. Aber es stimmt, die Aufmerksamkeit der Journalisten, Medien und Fans hat natürlich zugenommen. Die Folge davon ist, dass man auch auf gesellschaftlicher Ebene immer mehr Anerkennung genießt.
Steigt damit auch der Druck für Sie?
Arthur Abraham: Der Erfolgsdruck ist immer da. Man muss lernen, damit umzugehen.