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Freitag, 2008-01-18

Valuev optimistisch

Erste Pressekonferenz in Nürnberg: Valuev will aus Fehlern lernen

Nikolai Valuev geht mit einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein in den WM-Ausscheidungskampf am 16. Februar gegen den WBA-Weltranglistenzweiten Sergey Liakhovich. Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag im Hotel Mercure am Wöhrder See in Nürnberg bestätigte der Russische Riese gegenüber den zahlreich erschienenen Medienvertretern, dass seine Vorbereitung bisher perfekt verlaufen sei.

Nikolai Valuev: 47 Siege, eine Niederlage, ein Kampf ohne Wertung
"Für mich gibt es nur ein Ziel: Ich will meinen Gürtel zurückholen", ergänzte Valuev, "obwohl ich eigentlich immer nach vorne schaue, habe ich die Niederlage gegen Ruslan Chagaev im letzten Jahr nicht vergessen. Wenn ich zurückblicke, dann nur aus einem Grund: Ich will aus meinen Fehlern lernen. Doch ich habe in den letzten Monaten gezielt daran gearbeitet, mich zu verbessern." Der 2,13-Meter große Schwergewichtler verkündete: "Ich bin besser als jemals zuvor."
Das soll Liakhovich, den Valuev im September 2006 in Los Angeles persönlich traf, in der Arena Nürnberger Versicherung zu spüren bekommen. "Er war damals noch WBO-Champion, ich selbst war WBA-Weltmeister", erinnerte sich der WBA-Weltranglistenerste. "Seinerzeit hätten wir nie geglaubt, dass wir uns später unter diesen Umständen im Ring begegnen würden. Liakhovich ist ein starker Gegner, doch wenn ich meine Form finde und die taktische Linie einhalte, werde ich siegen."

Schwergewichtler Nikolai Valuev und sein Coach Alexander Zimin
Alexander Zimin, der im letzten Jahr nach dem Verlust des WBA-Titels das Traineramt des Schwergewichtlers aus St. Petersburg übernommen hatte, begann unterdessen mit seinem Schützling in Berlin mit der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung. "Nach dem Trainingslager in Japan und dem kurzen Aufenthalt in Russland haben wir jetzt im Max-Schmeling-Gym mit der speziellen Vorbereitung begonnen. Dabei stehen uns hochkarätige Sparringspartner zur Verfügung", erklärte er.
"Am Samstag wird Nikolai Valuev zum Beispiel ein Sparring mit dem Amerikaner Larry Donald bestreiten. Wir gehen also langsam zum Feinschliff über. Doch auch die Zeit in Japan hat Nikolai eine Menge gebracht. Wir konnten dort sehr effektiv arbeiten. Besonders im technisch-taktischen Bereich, in der Schnelligkeit und Explosivität sind Fortschritte erkennbar", schilderte Zimin seine Eindrücke, "darüber hinaus ging es darum, an der Präzision der Angriffsaktionen zu arbeiten."

Trainer Ulli Wegner freut sich auf die Rückkehr nach Nürnberg (Fotos: SE)
Auch Ulli Wegner, Chefcoach im Berliner Max-Schmeling-Gym, sieht Valuev am 16. Februar in der Favoritenrolle: "Nikolai kann sich nur selbst schlagen. Wenn er es schafft, seine physischen Vorteile zu nutzen und seinen rechten Aufwärtshaken zu bringen, der Weltklasse ist, gibt es keinen Schwergewichtler, der ihn schlagen kann." Wegner freut sich auf die Rückkehr nach Nürnberg. "Bei den Kämpfen von Sven Ottke und Arthur Abraham war immer eine großartige Stimmung", erinnert sich der 65-Jährige.
Einer seiner Schützlinge ist Alexander Frenkel. Der 22-Jährige, der bisher in 13 Profikämpfen ungeschlagen blieb, wird zum ersten Mal in der Arena Nürnberger Versicherung im Ring stehen. "Das ist etwas ganz Besonderes für mich. Ich bin in der Nähe, in Würzburg, aufgewachsen. Als Amateur habe ich für Nürnberg geboxt. Viele Bekannte und Freunde haben mich schon angesprochen, wollen am 16. Februar dabei sein. Für mich ist das kein Druck, sondern ein Ansporn. Ich freue mich auf die Unterstützung", sagte der Cruisergewichtler.